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Effektive Krisenbewältigung Krisenmanagement: Kommunikation als größte Herausforderung

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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In einer neuen Studie von Semperis wurden Unternehmen zu ihren Reaktionsfähigkeiten auf Cybersicherheits-Vorfälle befragt. Wie sich zeigt, sehen die Befragten keineswegs einen Mangel an Ressourcen, sondern Kommunikationslücken als größtes Hindernis für ein effektives Krisenmanagement.

(Bild:  © basiczto/stock.adobe.com)
(Bild: © basiczto/stock.adobe.com)

Semperis hat die Ergebnisse einer Studie, für die weltweit rund 1.000 Teilnehmer befragt wurden, veröffentlicht, die sich mit der Reaktionsfähigkeit bei Cyberangriffen befasst. Laut den Ergebnissen sehen die Befragten Kommunikationslücken als größtes Hindernis für ein wirksames Krisenmanagement (48 Prozent), gefolgt von veralteten Reaktionsplänen (45 Prozent), und Unklarheiten über die Rollen und Verantwortlichkeiten der zuständigen Belegschaft (41 Prozent).

Krisenmanagement: Notfallübungen meist quartalsweise

83 Prozent haben ihren Cyber-Reaktionsplan in einen umfassenden Notfallplan integriert, der auch rechtliche und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen einschließt. Um dessen Belastungsfähigkeit zu testen, führen 45 Prozent dieser Unternehmen quartalsweise Tabletop-Übungen oder Audits durch (Deutschland: 48 Prozent). 33 Prozent tun dies monatlich, 21 Prozent ein bis höchstens dreimal jährlich (Deutschland: 14 Prozent). Unter den befragten kontinentaleuropäischen Ländern liegt die Häufigkeit der monatlichen Notfallübungen in Deutschland mit 37 Prozent am höchsten (Spanien: 17 Prozent; Frankreich: 20 Prozent; Italien: 31 Prozent). Krisen-Reaktionspläne werden demnach am häufigsten quartalsweise (38 Prozent) und monatlich (35 Prozent) aktualisiert. In Deutschland lagen diese Werte bei 40 Prozent und 37 Prozent. 

Hindernisse für ein effizientes Krisenmanagement

Bei einer deutlichen Mehrheit der Unternehmen wurden die erarbeiteten Notfallpläne und -prozesse von der Realität auf die Probe gestellt: Insgesamt mussten 36 Prozent im vergangenen Jahr einmal auf einen Cybervorfall mit starken Auswirkungen reagieren – wobei „stark“ systemweite Folgen und Ausfälle einiger Geschäftsfunktionen bezeichnet, bei ebenfalls 36 Prozent war dies mehrfach der Fall. Unter den deutschen Unternehmen hatten 47 Prozent einmal einen schwerwiegenden Vorfall und 28 Prozent mehrere Male.

Darüber hinaus wurden die Befragten gebeten, bis zu drei ihrer Meinung nach größten Hindernisse im Krisenmanagement auszuwählen. Auch hier unterscheiden sich die deutschen Antworten vom Gesamtdurchschnitt. Während insgesamt Kommunikationslücken (48 Prozent), veraltete Reaktionspläne (45 Prozent) und unklare Zuständigkeiten (41 Prozent) am meisten Zustimmung erhielten, sehen deutsche Unternehmen zu viele unterschiedliche Tools (46 Prozent) vor Kommunikationslücken (45 Prozent) und Personalknappheit (42 Prozent) als schwerwiegendste Hindernisse für ein effektives Krisenmanagement an. Überholte Notfallpläne (35 Prozent) und unklare Rollenverteilung (24 Prozent) rangieren für die deutschen Teilnehmer auf den letzten Plätzen.

Krisenmanagement: Möglichkeiten zur Optimierung

Aleksandra Hochstein ist Area Vice President DACH & Benelux bei Semperis.(Bild:  Semperis)
Aleksandra Hochstein ist Area Vice President DACH & Benelux bei Semperis.
(Bild: Semperis)

Aleksandra Hochstein, Area Vice President DACH & Benelux bei Semperis, erläutert die Ergebnisse der Studie: „Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass unter allen teilnehmenden Unternehmen nach wie vor eine Lücke zwischen den wahrgenommenen Verteidigungsfähigkeiten und deren Ausübung im Ernstfall besteht. Möglichkeiten zur Optimierung bestehen demnach vor allem in häufigeren Notfallübungen mit anschließender Aktualisierung der Krisenpläne sowie klaren, einheitlichen Verhaltensregeln in der Krisenkommunikation.“

Erhebungsmethode: Für die neue Studie „The State of Enterprise Cyber Crisis Readiness | Semperis Reports“ hat das Marktforschungsinstitut Censuswide im Auftrag von Semperis Anfang dieses Jahres rund 1000 Teilnehmer in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, dem Vereinigten Königreich, den USA, Australien, Neuseeland und Singapur befragt. Semperis bietet KI-gestützte Lösungen für die Sicherung hybrider Identitätsumgebungen, einschließlich Active Directory, Entra ID und Okta, und schützt über 100 Millionen Identitäten vor Cyberangriffen, Datenschutzverletzungen und Betriebsfehlern.

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