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Transparente Wertschöpfungskette LogiMAT: Inform sieht hohen Bedarf an nachvollziehbarer KI

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Vom 24. bis 26. März 2026 präsentierte Inform aus Aachen auf der LogiMAT KI-gestützte Softwarelösungen für bessere Entscheidungen entlang der Wertschöpfungskette. Ein interaktives Activity Board auf der Messe förderte dabei den Austausch mit Fachbesuchern.

Inform präsentierte auf der diesjährigen LogiMAT KI-gestützte Lösungen für mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette.(Bild:  Inform GmbH)
Inform präsentierte auf der diesjährigen LogiMAT KI-gestützte Lösungen für mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette.
(Bild: Inform GmbH)

Im Fokus des Auftritts von Inform auf der LogiMAT stand die Frage, wie künstliche Intelligenz in industriellen Prozessen nachvollziehbar und praxisnah eingesetzt werden kann. Ein zentrales Element des Messestands von Inform auf der diesjährigen LogiMAT war ein interaktives Activity Board, auf dem Besucherinnen und Besucher per Post-it ihre aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Planung und Bestand, Produktion oder Logistik nennen konnten. Über die drei Tage der Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement hinweg entstand so ein differenziertes Bild der Themen, die Unternehmen derzeit besonders beschäftigen.

LogiMAT steht unter dem Zeichen logistischer Herausforderungen

Im Themenbereich Planung und Bestand nannten die Messebesucher der LogiMAT besonders häufig mangelnde Transparenz, eingeschränkte Verfügbarkeit, Materialengpässe, unzureichende Planungsgrundlagen sowie Brüche zwischen ERP, Planung und operativer Ausführung. Deutlich wurde dabei vor allem der Wunsch nach präziserer Bestandssteuerung, einer frühzeitigeren Bewertung von Unsicherheiten und einer belastbaren Datengrundlage für Entscheidungen.

Im Bereich Produktion drehten sich die Rückmeldungen vor allem um fehlende Übersicht im laufenden Betrieb, Abstimmungs- und Kommunikationsprobleme, hohen Umsetzungsdruck und Fragen der Mitarbeiterqualifizierung. In der Logistik prägten insbesondere innerbetriebliche Transporte, Ladungsträger, die Verfügbarkeit von Ressourcen und die notwendige Reaktionsfähigkeit im operativen Alltag das Bild. Über alle drei Bereiche hinweg wurde deutlich, dass Unternehmen heute nicht nur leistungsfähige Systeme benötigen, sondern vor allem nachvollziehbare Unterstützung bei komplexen Entscheidungen.

Explainable AI als Voraussetzung für Akzeptanz und Wirksamkeit

Ein zentrales Thema am Messestand von Inform war deshalb das Thema „Explainable AI“. Die Rückmeldungen der Fachbesucher machten deutlich, dass Akzeptanz für KI in industriellen Anwendungen vor allem dort entsteht, wo Empfehlungen nachvollziehbar sind und sich in bestehende Entscheidungsprozesse einordnen lassen. Bernd Heinrichs, Senior Vice President Inventory & Supply Chain bei der Inform GmbH, kommentiert: „Explainable AI ist für uns kein Zusatz, sondern eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen KI-Einsatz in operativen Prozessen. Unternehmen müssen Entscheidungen nicht nur automatisieren, sondern auch erklären, prüfen und verantworten können. Erst dann wird KI im Alltag wirklich wirksam.“

Unternehmen müssen Entscheidungen nicht nur automatisieren, sondern auch erklären, prüfen und verantworten können. Erst dann wird KI im Alltag wirklich wirksam.

Bernd Heinrichs, Inform

Am Activity Board sammelte Inform auf der LogiMAT 2026 die von den Fachbesuchern genannten Herausforderungen.(Bild:  Inform GmbH)
Am Activity Board sammelte Inform auf der LogiMAT 2026 die von den Fachbesuchern genannten Herausforderungen.
(Bild: Inform GmbH)

Im Austausch mit den Besuchern der LogiMAT 2026 ging es vielfach um konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI in bestehenden Planungs- und Steuerungsprozessen. Ein besonderes Interesse verzeichnete Inform mit Demand AI, ein neuer KI-basierter Forecast-Service für Bedarfs- und Absatzprognosen, der sich ohne umfangreiche Softwareeinführung in bestehende Planungsprozesse integrieren lässt. Ebenfalls nachgefragt wurden Lösungen für Sales and Operations Planning sowie für die Vereinfachung von Inventurprozessen durch statistisch fundierte Stichprobenverfahren. Hinzu kamen Softwaresysteme für eine flexiblere Produktionsplanung, die realistische Termin- und Kapazitätsplanung ermöglichen, sowie Lösungen für die Steuerung innerbetrieblicher Transporte und ein transparentes Management von Behälterkreisläufen.

LogiMAT zeigt wachsenden Bedarf an Transparenz und Orientierung

„Die LogiMAT 2026 war für uns vor allem deshalb wertvoll, weil sie Raum für konkrete Gespräche geschaffen hat und wir direktes Feedback zu unseren aktuellen KI-Entwicklungen aus der Praxis mitnehmen konnten“, so Heinrichs. „Die Rückmeldungen am Stand und die Erkenntnisse aus dem Activity Board zeigen deutlich, wo Unternehmen derzeit den größten Bedarf an Transparenz, Orientierung und besserer Entscheidungsunterstützung sehen. Das bestätigt unseren Ansatz, menschliche Expertise und erklärbare KI so zu verbinden, dass Entscheidungen im operativen Alltag fundierter getroffen werden können.“

Die Inform GmbH entwickelt Softwarelösungen zur verbesserten Entscheidungsfindung in industriellen und logistischen Abläufen sowie in Finanzdienstleistungen für Risiko, Betrug und Compliance. Der Softwarehersteller verbindet dabei wissenschaftliche Stringenz mit praktischer Branchenexpertise. Der Process-AI-Ansatz soll menschliche Expertise mit maschineller Intelligenz verbinden, Daten zu handlungsleitenden Empfehlungen  verwandeln und sich in bestehende Prozesse einfügen.

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