Die Henkel Modellbau GmbH besitzt jahrzehntelange Erfahrung im Modell- und Werkzeugbau und spezialisiert sich zunehmend auf die Auftragsfertigung von CNC-gefrästen Maschinenbau- und Designbauteilen. Die notwendige Prozessunterstützung liefert das Multiprojektmanagement-System ams.erp.
(Quelle: Parilov – stock.adobe.com)
Multiprojektmanagement-System im Einsatz: Das hessische Unternehmen Henkel ist ein Familienbetrieb in dritter Generation mit einem breiten Leistungsspektrum im Modell- und Werkzeugbau. Um sich für die Zukunft krisensicher aufzustellen, arbeitet Geschäftsführer Christoph Henkel kontinuierlich daran, das Tätigkeitsfeld des Betriebs zu vergrößern. Besonderes Augenmerk legt er auf den Ausbau der eigenen CNC-Lohnfertigung, wofür der moderne, 22 CNC-Arbeitsplätze umfassende Maschinenpark beste Voraussetzungen bietet.
Alle Systeme erfolgreich in eins integrieren
Um alte und neue Geschäftsaktivitäten auf ein solides prozesstechnisches Fundament zu heben, entschied sich der Firmenchef 2020 für die Implementierung der integrierten Branchensoftware ams.erp mit ihrem speziellen Zuschnitt auf die Einzel- und Auftragsfertigung. Das neue ERP-System ging im April 2021 in den Echtbetrieb und löste eine in die Jahre gekommene Warenwirtschafts-Software sowie ein weiteres System desselben Herstellers zur Verwaltung der technischen Daten ab.
Das Ergebnis der mangelnden Durchgängigkeit beschreibt Christoph Henkel: „An der Werkbank standen im technischen System die beschaffungsseitigen Informationen aus dem kaufmännischen System nicht zur Verfügung, sodass nicht klar war, ob und wann ein benötigtes Teil bestellt worden war und wann es verfügbar sein wird. Auftragsbestätigungen ließen sich ebenfalls nicht einsehen.“ Um derartige Komplikationen künftig auszuschließen, fasste er den Entschluss zu einem kompletten Software-Neustart: „Wir wollten die Prozesse von Grund auf neu aufsetzen – mit einem ERP-System, das die Integration der Daten von Hause aus mitbringt und sowohl die kaufmännischen als auch die technischen Disziplinen beherrscht.“
Ein entscheidender Faktor für die Auswahl war die Fokussierung des Anbieters auf die Einzel- und Kleinserienfertigung. Die bei Henkel hergestellten Werkzeuge sind entweder Unikate oder werden in geringen Stückzahlen erzeugt. Dabei sind die Anforderungen hinsichtlich Geometrie, Material und Einsatzgebiet auch zwischen den Kleinserien immer verschieden. Diesem Fertigungsansatz konnte der Software-Anbieter von Beginn an Rechnung tragen: „Während der Auswahlgespräche war immer klar, dass unsere Ansprechpartner auf ams-Seite unser Geschäftsmodell sehr genau kennen“, berichtet Christoph Henkel.
Arbeiten ohne Artikelnummern
Ein zentrales Element dieser Spezialisierung ist die Funktionalität der „wachsenden Stückliste“. Denn wie in der Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung üblich, kennt man auch bei Henkel Modellbau die letztliche Produktausprägung bei der Auftragserteilung in aller Regel nicht. Daraus folgt, dass wichtige Wertschöpfungsprozesse wie Konstruktion, Beschaffung und Produktion zeitlich parallel zueinander stattfinden. Versionssicher bildet die wachsende Stückliste alle Änderungen ab, die sich aus der fortlaufenden Konstruktionsarbeit ergeben. Da das Multiprojektmanagement-System die auftragsbezogenen ERP-Buchungen mit der Auftragsstückliste verknüpft, können alle Beteiligten jederzeit den aktuellen Projektstand einsehen. In Echtzeit erfahren die Mitarbeiter in der Beschaffung und der Fertigung, welche Arbeiten bereits ausgeführt wurden und welche Schritte wann anstehen. Gleichzeitig ist vollständig transparent, in welchem Fertigungs- bzw. Lieferstatus sich die zu verbauenden Teile befinden. Dieser Punkt wird noch wichtiger, wenn wie bei Henkel bestimmte Arbeitsschritte wie Drehen und Schleifen extern erfolgen.
Ebenso wie die Thematik der konstruktionsbegleitenden Fertigung sieht der Firmenchef auch die Möglichkeit der Nichtverwendung von Artikelnummern als Nachweis der Anbieterkompetenz im Umfeld der Losgröße 1+. Zwar müsse auch eine spezialisierte Software die Möglichkeit der Artikeldatenpflege funktional mitbringen. Die Software erlaubt es, Sonderteile auch ohne Artikelnummern durch den gesamten Auftrag zu führen, wodurch sich die Pflege des Artikelstamms auf die tatsächlich wiederverwendeten Teile beschränkt. Statt also langwierig Artikelstammdaten pflegen zu müssen, wie von fast allen ERP-Systemen obligatorisch verlangt, lassen sich neue Projekte nun mit einem minimalen Set an Daten anlegen. Im Anschluss wandelt das System angenommene Angebote automatisch in Aufträge um, sodass die Auftragsabwicklung unverzüglich beginnen kann.
Strukturiertere Arbeitsweise durch Multiprojektmanagement-System
Was den betriebswirtschaftlichen Bereich anbelangt, erachtet es der Firmenchef als große Erleichterung, dass ams.erp den Status und Fortschritt aller laufenden Projekte abteilungsübergreifend in Echtzeit bereitstellt. Da sämtliche Arbeitsbereiche und Projekte miteinander vernetzt sind, lässt sich präzise einschätzen, wie sich Änderungen sowohl auf einen bestimmten laufenden Auftrag als auch auf alle übrigen Aufträge auswirken. Sind etwa Liefertermine gefährdet oder steht gar die Wirtschaftlichkeit eines kompletten Auftrags auf dem Spiel, können geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, die finanziellen Schaden verhindern.
Insgesamt war das neue System die Basis für die Etablierung einer strukturierteren Arbeitsweise. Von kleineren Anpassungen abgesehen orientiert sich Christoph Henkel bei der Prozessorganisation am branchenerprobten Standard der Software. Ein Jahr nach der Implementierung konnten die angestrebten Verbesserungen erreicht werden, vor allem die Transparenz in den Kostenstrukturen und in der gesamten Projektabwicklung stieg deutlich. Dies äußert sich u.a. darin, dass die Materialversorgung sowie die genaue Planbarkeit von Endterminen nun jederzeit gewährleistet ist.
Stand: 16.12.2025
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(Bild: ams.Solution)
Der Autor Paul-Gerhard Schmidt ist Leading Expert Consultant und Mitglied im Board für Kundenprojekte bei ams.Solution.