Nachhaltigkeit ist heute ein unverzichtbares Grundprinzip, das in keiner Unternehmensstrategie fehlen darf. Dennoch nutzt laut einer neuen globalen Studie von Kyndryl nur ein Fünftel der Unternehmen gezielt Technologien zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
(Bild: Supatman/Adobe Stock)
Nachhaltigkeit ist für 84 Prozent der weltweit befragten Unternehmen strategisch wichtig – dennoch nutzen nur 21 Prozent Technologien aktiv, um ihre Umweltauswirkungen zu minimieren. Dies geht aus dem aktuellen „Global Sustainability Barometer“ von Kyndryl, Anbieter von IT-Infrastrukturdiensten, und Microsoft hervor. Die Studie untersucht, wie Unternehmen Technologie für Nachhaltigkeitsziele einsetzen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen das erhebliche Potenzial häufig brachliegen lassen.
IT unterstützt Reduktion von Umweltauswirkungen
In Deutschland ist das Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften gestiegen: So betrachten inzwischen 41 Prozent der Unternehmen Nachhaltigkeit als sehr wichtig für ihre Strategie – eine Steigerung um über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fast die Hälfte (46 Prozent) nutzt IT-Technologien speziell zur Reduzierung ihrer Umweltauswirkungen, doch nur sechs Prozent machen Nachhaltigkeit zum alleinigen Fokus ihres Technologieeinsatzes.
KI wird zur treibenden Kraft bei der Nachhaltigkeit
Positionierung der Länder im Verhältnis von Technologie und Nachhaltigkeit.
(Bild: ecosystem.io/Kyndryl)
Künstliche Intelligenz spielt eine zunehmend zentrale Rolle bei der nachhaltigen Transformation. In Deutschland setzen 78 Prozent der Unternehmen KI ein, um Energieverbrauch und Emissionen zu überwachen – ein markanter Anstieg um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Fokus auf diese konkreten Anwendungsfelder zeigt, dass KI einen großen Unterschied machen kann, wenn sie zielgerichtet eingesetzt wird.
Allerdings ist die Nutzung von KI zur Vorhersage und Prävention von Naturkatastrophen zurückgegangen (von 35 auf 22 Prozent), was auf veränderte Prioritäten in der Anwendung hindeutet. Unternehmen erkennen, dass sie ihre Nachhaltigkeitsziele mit KI erreichen können – aber der Erfolg hängt maßgeblich von der effizienten Datenintegration ab.
Nachhaltigkeit: Compliance bremst Fortschritte
Eine der größten Hürden für den sinnvollen KI-Einsatz in Nachhaltigkeitsprojekten bleibt die Datenintegration. 67 Prozent der befragten Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, relevante Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenzuführen. Compliance-Anforderungen (56 Prozent) und hohe Anfangsinvestitionen (46 Prozent) stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Obwohl deutsche Unternehmen verstärkt Daten für Nachhaltigkeitszwecke sammeln, nutzen 22 Prozent diese bislang nicht für Analysen oder strategische Entscheidungen. Nur eine Minderheit von 21 Prozent zieht aus diesen Daten Erkenntnisse, die in die Unternehmensstrategie einfließen – hier bleibt wertvolles Potenzial ungenutzt.
Karin Schönwetter ist Vice President & Managing Director von Kyndryl.
(Bild: Kyndryl)
Karin Schönwetter, Vice President & Managing Director von Kyndryl, erklärt: „Die Studie zeigt eindrücklich: Unternehmen weltweit erkennen die strategische Bedeutung von Nachhaltigkeit, aber nur wenige nutzen konsequent Technologien, um ihre Umweltziele zu erreichen. Gerade in Deutschland beobachten wir einen positiven Trend beim Einsatz von KI – jedoch bleibt die effiziente Nutzung der dafür notwendigen Daten entscheidend. Unternehmen müssen hier ansetzen, um Daten besser zu integrieren und fundierte Entscheidungen für nachhaltige Fortschritte zu treffen.“
Matthew Sekol, Sustainability Global Black Belt bei Microsoft, ergänzt: „Indem Unternehmen Nachhaltigkeitsdaten mit Betriebs- und Finanzdaten integrieren und traditionelle Datenanalyse und robuste KI-Tools nutzen, können sie die Erkenntnisse gewinnen, die sie benötigen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen und ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern.“
Maßnahmen für eine effiziente Strategie der Nachhaltigkeit
Damit Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsbemühungen verbessern können, sollten sie eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Dabei sollten sie die folgenden Leitprinzipien beachten:
Technologie muss eine zentrale Rolle in der strategischen Planung spielen. Im kommenden Jahr sollten Unternehmen daher Technologie in ihre strategische Planung integrieren, um ihre abstrakten Ziele in konkrete Pläne umzuwandeln.
Unternehmen sollten die Rolle von KI neu definieren. Indem sie KI-gestützte Szenarioplanung und Klimarisikominderung integrieren, können sie ihre Umweltverantwortung ganzheitlich angehen und sich besser auf künftige Herausforderungen vorbereiten.
Unternehmen sollten proaktiv verschiedene Daten nutzen, um ein umfassenderes und genaueres Verständnis ihrer Umweltauswirkungen zu erlangen und so fundierte Nachhaltigkeitsentscheidungen treffen zu können.
Unternehmen sollten funktionsübergreifende Teams, insbesondere aus den Bereichen Finanzen und Technologie, einbeziehen, um Nachhaltigkeit zu einer zentralen Geschäftspriorität zu machen.
Datenintegration und funktionsübergreifende Zusammenarbeit
Zusammenfassend zeigt die Studie, dass Unternehmen weltweit die strategische Bedeutung von Nachhaltigkeit erkennen, aber nur wenige nutzen konsequent Technologien, um ihre Umweltziele zu erreichen. Besonders in Deutschland gibt es positive Trends beim Einsatz von KI, jedoch bleibt die effiziente Nutzung der dafür notwendigen Daten entscheidend. Unternehmen müssen daher verstärkt auf Datenintegration und funktionsübergreifende Zusammenarbeit setzen, um fundierte Entscheidungen für nachhaltige Fortschritte zu treffen.
Stand: 16.12.2025
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Kai Grunwitz übernimmt Leitung von Kyndryl Deutschland
Kyndryl hat Kai Grunwitz zum Präsidenten der Niederlassung Deutschland berufen. Nach mehr als 30 Jahren Erfahrung als Führungskraft, in denen er Geschäftsstrategien unter anderem für Oracle und Sun Microsystems entwickelt und umgesetzt hat, wird Kai Grunwitz die neue Position am 6. Januar 2025 antreten. Zuletzt war er bei NTT Data tätig, wo er unter anderem als Country Manager Germany, SVP Security EMEA sowie Head of Transformational Portfolio, Innovation & Alliances wirkte.
Kai Grunwitz ist neuer Präsident von Kyndryl Deutschland.
(Bild: Kyndryl)
Kai Grunwitz erklärt zu seiner neuen Aufgabe: „Ich freue mich sehr, die Leitung von Kyndryl Deutschland in einer so spannenden und herausfordernden Zeit zu übernehmen. Unternehmen in Deutschland stehen vor enormen Herausforderungen: zunehmender Wettbewerbsdruck, steigende Anforderungen an Cybersicherheit und der Druck, die digitale Transformation trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten voranzutreiben. Gerade in diesen Zeiten sind unsere langjährigen Erfahrungen im Betrieb kritischer Infrastrukturen sowie unsere innovativen Transformationsleistungen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Kyndryl ist der ideale Partner, um geschäftskritische IT-Systeme zu modernisieren, abzusichern und langfristig zukunftsfähig zu machen. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern sehe ich großes Potenzial, neue Maßstäbe in der Digitalisierung zu setzen und Unternehmen dabei zu unterstützen, nachhaltig erfolgreich zu sein.“
Kai Grunwitz genießt einen hervorragenden Ruf als Experte für die Einführung und Leitung neuer Marken, Organisationen und Dienstleistungen. Neben seiner beruflichen Laufbahn ist er Mitglied des Vorstands beim Digitalverband Bitkom e.V. Zudem ist er ein gefragter Vordenker und Sprecher zu Themen wie digitale Transformation, Cybersicherheit, Moderne Infrastrukturen, New Work und Leadership, und künstliche Intelligenz. Stephen Leonard, der im Mai 2024 die Rolle des Präsidenten von Kyndryl Deutschland interimistisch übernommen hatte, wird sich innerhalb des Unternehmens neuen Aufgaben widmen.