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Betrieb von Agentic AI Observability: neues Fundament KI-gestützter Betriebsmodelle

Ein Gastbeitrag von Bernd Greifeneder 3 min Lesedauer

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Digitale Services der nächsten Generation entstehen an der Schnittstelle von agentischer KI, Automatisierung und verlässlichen Betriebsmodellen. Observability verändert dabei ihre Rolle grundlegend. Sie ist nicht mehr nur Analysewerkzeug, sondern das Fundament, auf dem autonome, skalierbare und regulatorisch belastbare IT-Umgebungen aufbauen.

(Bild:  © ArtemisDiana/stock.adobe.com)
(Bild: © ArtemisDiana/stock.adobe.com)

Darum Geht's

Rolle der Observability: Observability ist nicht nur ein Analysewerkzeug, sondern das strategische Fundament für autonome IT-Umgebungen. Sie ermöglicht Transparenz über die Interaktionen von agentischer KI, was deren kontrollierten Betrieb fördert und unvorhersehbares Verhalten verhindern kann.
 
Entwicklung zur Selbststeuerung: Unternehmen setzen zunehmend auf selbststeuernde IT-Prozesse. Ein stabiler Datenzugriff, Automatisierung und Servicequalität ist hierbei entscheidend. Observability zeigt die Robustheit von Prozessen, die KI-Agenten Verantwortung übertragen können, und identifiziert zugleich Risiken.
 
Zukunftsorientierte Strategien: KI-Engineering, Cloud-Entwicklung und Observability müssen integriert werden, um zuverlässige KI-basierte Services zu gewährleisten. Die strategische Verankerung von Observability wird damit entscheidend für eine resiliente Automatisierung und den modernen IT-Betrieb.

Agentic AI verändert das technologische Gleichgewicht: Agentische KI-Systeme koordinieren Aufgaben, treffen Entscheidungen und stoßen weitere Aktionen an. Sie interagieren gleichzeitig mit anderen Agenten, Datenquellen und Services. Ein einziger Kundenkontakt kann Hunderte Prozesse gleichzeitig auslösen. Fehlt der durchgängige Kontext, wird das operative Verhalten unvorhersehbar. Observability macht diese Interaktionen sichtbar und ermöglicht es, agentische Systeme kontrolliert zu betreiben, statt auf ihre Ergebnisse nur zu reagieren.

Unternehmen bewegen sich schrittweise in Richtung selbststeuernder IT-Prozesse. Doch Autonomie funktioniert nur, wenn Datenzugriff, Automatisierung und Servicequalität stabil und transparent sind. Unternehmen bewegen sich von präventiven Prozessen über geführte Automatisierung hin zu kontrollierter Autonomie. Observability zeigt, wo Prozesse robust genug sind, damit KI-Agenten Verantwortung übernehmen können, und wo Risiken bestehen bleiben.

Observability und Resilienz als zentraler Leistungsmaßstab

Verteilte digitale Ökosysteme reagieren empfindlich auf Störungen. Kleine Fehler breiten sich schnell über Anwendungen, Cloud-Regionen oder Zahlungssysteme aus. Bereits kurze Ausfälle gefährden Umsätze und schwächen das Vertrauen der Nutzer. Resilienz misst deshalb nicht nur Verfügbarkeit im Normalbetrieb, sondern die Fähigkeit, unter Belastung stabil zu bleiben. Observability liefert dafür die entscheidenden Signale und macht nachvollziehbar, wie sich Störungen auswirken und wie schnell sich Systeme erholen.

Generative und agentische KI benötigen deterministische Grundlagen, damit ihre Ergebnisse belastbar sind. Ungenauigkeiten können sich in vernetzten Systemen schnell verstärken. End-to-End-Observability stellt sicher, dass alle KI-Agenten auf denselben Datenbasen arbeiten und Entscheidungen überprüfbar bleiben. Das macht KI nicht nur verlässlicher, sondern auch regulatorisch handhabbar – ein Punkt, der 2026 weiter an Bedeutung gewinnt. Mit zunehmender Systemreife verändert sich die menschliche Rolle. Menschen definieren Ziele, interpretieren Ergebnisse und treffen Entscheidungen in Situationen, die mehrere Optionen zulassen. KI übernimmt Ausführung und Koordination. Observability macht die Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine transparent und überprüfbar.

Künstliche Intelligenz wird Teil einer Cloud-nativen IT

KI-Engineering, Cloud-Entwicklung, Security und SRE wachsen weiter zusammen. KI-Funktionen wirken sich direkt auf Kosten, Compliance, Systemverhalten und User Experience aus und müssen daher denselben Prozessen folgen wie andere Softwarekomponenten. Observability verbindet Anwendung, Infrastruktur, Daten und KI-Logik zu einer einheitlichen Sicht. Nur so lassen sich KI-basierte Services mit der nötigen Verlässlichkeit betreiben. Wer Observability strategisch verankert, legt das Fundament für verlässliche agentische Systeme, resiliente Services und verantwortungsvolle Automatisierung. Observability wird damit 2026 zum unverzichtbaren Fundament eines modernen, KI-gestützten IT-Betriebs.

Observability Dynatrace GreifenederBernd Greifeneder
ist CTO bei Dynatrace. Das Unternehmen bietet eine Software-Intelligence-Plattform, die Observability und kontinuierliche Run-Time-Application-Security mit fortschrittlichen AIOps kombiniert.

Bildquelle: Dynatrace

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