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Prozessoptimierung Process Mining: Wie der Ansatz effiziente Prozesse ermöglicht

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, ihre Abläufe effizienter und fehlerfreier zu gestalten. In einer digitalisierten Wirtschaft, in der Daten den Takt vorgeben, wird Process Mining zum entscheidenden Werkzeug. Es liefert Erkenntnisse, wo Prozesse ins Stocken geraten sind.

(© 2rogan/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(© 2rogan/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Process Mining analysiert digitale Spuren in IT-Systemen und macht reale Geschäftsprozesse sichtbar. Unternehmen erhalten so häufig erstmals einen vollständigen Überblick über ihre Abläufe. Das ist die Basis für gezielte Verbesserungen der Geschäftsablaufe und letztlich der Kostenstrukturen. Laut einer Umrage von Abbyy, Anbieter von Process-Intelligence-Lösungen, sehen 77 Prozent der Unternehmen, die Process Mining einsetzen, darin einen der größten Vorteile.

Process Mining: Optimierungen auf Basis harter Daten

Sobald Prozesse sichtbar sind, lassen sich auch Schwachstellen und Abweichungen gezielt beheben. Ein führendes Finanzinstitut konnte beispielsweise dadurch Prozess-Verbesserungen im Wert von fünf Millionen Euro identifizieren und realisieren. Echtzeitdaten ermöglichen einen direkten Soll-Ist-Vergleich.

Die Analyse von Prozess- und Aufgabenverläufen führt zu detaillierten Prozesslandkarten. Diese bilden eine solide Grundlage für belastbare Prognosen. Zudem helfen sie, Aufgaben mit hohem manuellen Aufwand zu identifizieren. So können Ressourcen sinnvoller eingesetzt werden. In der Konsumgüter- und Handelsbranche stieg die Produktivität durch den Einsatz von Process Mining um 58 Prozent.

Process Mining: Automatisierung mit Wirkung

Ineffiziente Prozessschritte werden beim Process Mining schnell erkennbar. Unternehmen können so gezielt in Automatisierung investieren. In vielen Fällen lässt sich die Durchlaufzeit um bis zu 40 Prozent senken. Gerade bei komplexen Kundenprozessen zeigt dieser Ansatz Optimierungspotenziale auf. Viele Banken benötigen für das Kunden-Onboarding Wochen oder Monate. Mit den richtigen Einblicken lässt sich dieser Prozess deutlich beschleunigen.

Bessere Entscheidungen treffen

Process Mining ist ein strategischer Ansatz, der in vier Schritten umgesetzt wird.(Bild:  Abbyy)
Process Mining ist ein strategischer Ansatz, der in vier Schritten umgesetzt wird.
(Bild: Abbyy)

Die Qualität von Entscheidungen hängt maßgeblich von der Güte der zugrunde liegenden Daten ab. Process Mining liefert automatisierte Auswertungen und schließt manuelle Fehlerquellen aus. So werden Entscheidungsprozesse sicherer und schneller. Auch die Aktualität der Informationen spielt eine entscheidende Rolle. Unternehmen können ihre Abläufe in Echtzeit analysieren und steuern. Laut Abbyy aktualisiert rund die Hälfte der Unternehmen ihre aus Process Mining generierten Daten täglich. Das ermöglicht schnelle Anpassungen im laufenden Betrieb. Besonders bei regelkritischen Aufgaben ist Automatisierung ein entscheidender Vorteil. Manuelle Prüfungen entfallen, Fehlerquoten sinken. In der Folge steigt der Return on Investment (ROI) um bis zu 45 Prozent.

Process Mining als Turbo für die Digitalisierung

Process Mining spielt eine zentrale Rolle in der digitalen Transformation. Die Nachfrage nach entsprechender Software bleibt hoch. Laut Gartner soll der weltweite Umsatz mit entsprechenden Lösungen im Laufe des Jahres 2025 ein Volumen von 2,3 Milliarden US-Dollar erreichen. Der Trend zeigt: Unternehmen setzen verstärkt auf die Technologie, um Digitalisierungsprojekte schneller und gezielter umzusetzen. Das verschafft ihnen klare Wettbewerbsvorteile.

Strategisch steuern und nachhaltig wachsen

Process Mining ist ein strategischer Ansatz. Er befähigt Unternehmen, ihre Abläufe datenbasiert zu analysieren und gezielt zu optimieren. Wer Prozesse vollständig versteht, kann schneller und fundierter entscheiden. In einer zunehmend datengetriebenen Wirtschaft wird dieser Vorteil zum Schlüssel für langfristigen Erfolg.

Abbyy wird für KI-gestützte Dokumentenverarbeitung ausgezeichnet 

Das Peak Matrix Assessment 2025 der Everest Group untersucht Lösungen für die intelligente gestützten Dokumentenverarbeitung.(Bild:  Everest Group)
Das Peak Matrix Assessment 2025 der Everest Group untersucht Lösungen für die intelligente gestützten Dokumentenverarbeitung.
(Bild: Everest Group)

Abbyy hat im aktuellen "Peak Matrix Assessment 2025" der Everest Group zum siebten Mal in Folge einen Spitzenplatz bei der KI-gestützten Dokumentenverarbeitung erreicht. Die Auszeichnung erfolgte sowohl im allgemeinen Marktvergleich als auch in der branchenspezifischen Bewertung für Banken- und Finanzdienstleistungen (BFS). Das "IDP Products Peak Matrix Assessment"  bietet eine fundierte Analyse der am Markt verfügbaren IDP-Lösungen. Es berücksichtigt dabei auch Angebote, die speziell auf regulierte Branchen wie den BFS-Sektor zugeschnitten sind.

Der Peak Matrix 2025 analysiert den Markteinfluss, die Vision und die Fähigkeiten von IDP-Anbietern. Sie identifiziert Branchenführer, die sich durch Innovation, Strategie und Umsetzungskompetenz auszeichnen. Abbyy wird für die Fähigkeit ausgezeichnet, mehrere KI-Modelle effizient zu kombinieren. Dadurch werden in allen Phasen der Dokumentenverarbeitung präzise Ergebnisse bei minimalem Ressourceneinsatz erzielt. 

Große Sprachmodelle und agentische KI verändern die Anforderungen an IDP. Es geht nicht mehr nur um die Datenerfassung. Vielmehr stehen Erkenntnisgewinn und Automatisierung im großen Maßstab im Focus. Generative KI eröffnet völlig neue Einsatzmöglichkeiten.

Bruce Orcutt, CMO bei Abbyy

Besonders hervorgehoben wurde die Integration von Qualitätsanalysen und Berichten zu Geschäftsprozessen mithilfe der Lösungen PowerBI und Timeline. Deren Funktionen bieten ein besseres Verständnis der Leistung dokumentenbezogener Prozesse und führen zu folgenden Effizienzgewinnen:
82 Prozent Genauigkeit bei der Datenerfassung aus jährlich über 30.000 verarbeiteten Gewerbemietverträgen.
40 Prozent weniger manuelle Dateneingabefehler und 35 Prozent geringere Kosten in mehreren dokumentengesteuerten Prozessen.
99 Prozent vollautomatische Verarbeitung (Straight-Through-Processing), wodurch sich die Markteinführung von Produkten um bis zu 95 Prozent beschleunigen lässt.

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