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Quantenresistene Verschlüsselung Quantencomputing: Warum die Sicherheit schon heute bedroht ist

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Quantencomputing stellt die Grenzen technischer Machbarkeit auf den Kopf. Unternehmen müssen ihre Sicherheitskonzepte neu denken, da bisherige Verschlüsselungsverfahren wie RSA an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Experten warnen davor, den Umstieg auf quantenresistente Algorithmen zu verschlafen.

(Bild:  © www.freund-foto.de/stock.adobe.com))
(Bild: © www.freund-foto.de/stock.adobe.com))

Die Dringlichkeit wird nun von höchster Stelle untermauert: In seiner technischen Richtlinie BSI TR-02102-1 „Kryptographische Verfahren: Empfehlungen und Schlüssellängen“ läutet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Ende der bisherigen Standards RSA und ECC ein. Ab dem Jahr 2032 gelten diese Verfahren solo nicht mehr als sicher. Hintergrund ist die reale Einschätzung, dass künftige Quantencomputing-Systeme heute verwendete asymmetrische Verschlüsselungen in Sekunden brechen könnten. Wer Daten mit langfristigen Geheimhaltungsfristen schützen will, muss laut BSI bereits heute auf krypto-agile Hybrid-Lösungen setzen.

Die „Harvest Now, Decrypt Later“-Falle: Ein Risiko in Echtzeit

Das Phänomen „Harvest Now, Decrypt Later“ (HNDL) beschreibt eine der unterschätztesten Bedrohungen der digitalen Gegenwart. Staatliche und kriminelle Akteure fangen bereits heute massenhaft verschlüsselte Datenströme ab und speichern diese auf Vorrat („Harvesting“). Das Ziel: Sobald ausreichend leistungsstarke Quantencomputer verfügbar sind, werden diese historischen Datensätze entschlüsselt („Decrypt Later“).

Diese Falle schnappt besonders bei Informationen zu, deren Vertraulichkeitswert über Jahrzehnte stabil bleiben muss – etwa bei Patientendaten, Bauplänen für kritische Infrastrukturen oder Staatsgeheimnissen. Für Organisationen mit langfristigen Aufbewahrungspflichten bedeutet dies eine unmittelbare Bedrohung ihrer strategischen Resilienz: Ein Geheimnis, das heute gestohlen wird, ist am „Q-Day“ kein Geheimnis mehr. Die Vorbereitung auf diese neue Ära ist daher keine ferne Option, sondern eine Management-Aufgabe mit höchster Priorität.

Quantencomputing: Drei Mythen der Quanten-Sicherheit

  • Mythos 1: „Post-Quanten-Kryptografie ist nur ein IT-Update.“ Die Realität erfordert eine tiefgreifende Strategie für Krypto-Agilität, um Algorithmen ohne Systemstillstand wechseln zu können.
  • Mythos 2: „KI und Quantenrechner agieren getrennt.“ Tatsächlich beschleunigen Quantenrechner das Training von KI-Modellen exponentiell, was völlig neue Sicherheitsbarrieren erfordert.
  • Mythos 3: „Sicherheit bremst den Nutzer.“ Ziel muss „SecuritybyDesign“ sein, bei dem hochautomatisierte Schutzmechanismen unsichtbar im Hintergrund laufen.

„Es reicht nicht mehr aus, technologische Umbrüche lediglich zu verwalten. Echter Gestaltungswille zeigt sich darin, Zukunftsthemen wie das Quantencomputing bereits heute strategisch zu besetzen und die Schockstarre gegenüber dem Unbekannten zu überwinden,” betont Thomas Händl, Product Initiatives & Business Development bei der Ftapi Software GmbH und Founder der CPT.

Fokus CPT 2026: Strategien für die Quantencomputing-Ära

Thomas Händl ist Product Initiatives & Business Development bei Ftapi und Founder der CPT.(Bild:  Ftapi Software GmbH)
Thomas Händl ist Product Initiatives & Business Development bei Ftapi und Founder der CPT.
(Bild: Ftapi Software GmbH)

Die Umsetzung dieser Anforderungen ist Kernthema der Cyber-Security Konferenz CPT 2026 am 4. und 5. März in der Allianz Arena in München. Experten wie Prof. Dr. Marian Margraf (Fraunhofer AISEC) diskutieren in Fach-Sessions konkrete Migrationsstrategien und das Konzept der Krypto-Agilität. Das Panel „Beyond Acceleration“ beleuchtet zudem die Auswirkungen massiver Rechenleistung auf die europäische Souveränität.

Die CPT 2026 ist eine Initiative der Ftapi Software GmbH, dem Lösungsanbieter für sicheren Datenaustausch und die Automatisierung sensibler Datenprozesse. Mit der CPT verfolgt Ftapi das Ziel, digitale Resilienz zu stärken und eine Brücke zwischen globalen Herausforderungen und praxisnahen Lösungen zu schlagen. Die CPT will führende Köpfe aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen und den fachlichen Austausch auf höchstem Niveau ermöglichen.

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