DB Podcast

Second-Hand-Software Second-Hand-Software für eine grüne IT

Ein Gastbeitrag von Angelika Mühleck 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die EU-Richtlinie CSRD verpflichtet immer mehr Unternehmen zur Offenlegung darüber, wie nachhaltig sie agieren. Dabei wird auch die IT beleuchtet. Eine Erkenntnis für viele CIOs in diesem Zusammenhang: Second-Hand-Software gebraucht zu nutzen, zahlt auf die ESG-Vorgaben für ökologisches, soziales und ethisches Handeln ein und spart bares Geld.

(Bild:  Freepik)
(Bild: Freepik)

Alles, was wir nutzen und verbrauchen, hinterlässt auf unserem Planeten einen Fußabdruck. Das weiß jeder – auch wenn kaum jemand seinen eigenen Verbrauch in CO2-Äquivalenten beziffern kann. Im Unternehmenskontext ändert sich das gerade. Die EU-Richtlinie CSRD verpflichtet Betriebe und Organi­sationen, ihre Emissionen zu messen und offenzulegen, wie nachhaltig sie handeln. IT-Verantwortliche müssen daher wissen, wie hoch ihr berufs­bezogener CO2-Footprint ist. Denn die Beschaffung, Nutzung und Entsorgung von Hard- und Software muss den Treibhausgas-Emissionen eines Unternehmens zugerechnet werden.

Hardware im CO2-Check

700 Kilogramm – so schwer wiegt laut Bundesumweltministerium (BMU) der CO2-Ausstoß eines Standard-PCs von der Rohstoffgewinnung und Herstellung über die Nutzung, bis er irgendwann entsorgt wird. Je länger ein Rechner im Einsatz ist, desto besser für die Umwelt. Trotzdem werden PCs, Laptops, Drucker und physische Server in Firmen meist nur wenige Jahre alt – auch das hat das BMU ermittelt. „Ein Grund hierfür ist die sogenannte softwarebedingte Obsoleszenz“, erklärt Björn Orth, Geschäftsführer des Software-Resellers Vendosoft. Die bedeutet, dass Software überproportional hohe Anforderungen an die Hardware stellen kann: Prozessoren, Festplatte und Arbeitsspeicher kommen nicht mehr mit, wenn neue Versionen mehrere hundert Prozent mehr Leistung fordern. Kaum ein Unternehmen macht sich die Mühe, Komponenten auszutauschen. Stattdessen wird ein Gerät mitsamt Gehäuse, Kabeln und allen verbauten Rohstoffen ausrangiert. 

Björn Orth
ist Geschäftsführer der Vendosoft.

Bildquelle: Vendosoft

Hier stellt Orth jetzt ein Umdenken fest. „Ökologische Gesichtspunkte spielen bei der IT-Beschaffung eine immer größere Rolle. Bei uns mehren sich die Anfragen nach Software, die sich nicht permanent selbst upgradet.“ Das ist der Fall bei On-Premises. Denn die erhalten zwar alle notwendigen Sicherheits-Updates, aber im Gegensatz zu Cloud-Lizenzen keine unerwünschten automatischen Upgrades. Ihr großer Vorteil: Kaufsoftware verlängert die Lebensdauer bestehender Hardware und bietet die Möglichkeit auch refurbished Geräte über viele Jahre zu nutzen.

Nachhaltige Flexibilität durch Second-Hand-Software

Einmal angeschafft erzeugt Second-Hand-Software keine fortlaufenden Kosten – und kann flexibel an Reseller veräußert werden, wenn sich in der Lizenznehmung etwas ändert. Auch das fällt unter nachhaltige IT-Verwertung: Unternehmen können nicht mehr benötigte Software dem Gebrauchtsoftware-Markt zur Verfügung stellen. Dort werden Microsoft-Programme bis zu 80 Prozent günstiger gehandelt als neu oder aus der Cloud. Das ermöglicht jeder Organisation den bezahlbaren Zugang zu hochwertiger IT. Unternehmen sparen mit gebrauchter Software bares Geld, ohne auf Leistungen verzichten zu müssen.

Augen auf beim nächsten Kauf

IT-Verantwortliche können bei der Soft- und Hardware-Beschaffung ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig handeln. Wer Anregungen oder Unterstützung braucht, dem stehen Solutions Partner zur Seite – über Second-Hand-Software genauso wie über Cloud-Lösungen. Mit älteren Programmen und hybriden Infrastrukturen lässt sich CO2 einsparen. Und nebenbei eine Menge Geld.

Second-Hand-SoftwareAngelika Mühleck
ist Fachjournalistin und hat sich dem Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen verschrieben.

Bildquelle: purecontent.de

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung