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ETH Zürich Sicherheitslücke in Intel-CPUs gefährdet Datensicherheit in Clouds

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Eine neu entdeckte Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren ermöglicht das Auslesen des gesamten, geschützten Speicherinhalts eines gemeinsam genutzten Prozessors – etwa beim Cloud Computing.

(Bild:  © Aryan/stock.adobe.com)
(Bild: © Aryan/stock.adobe.com)

Wer erinnert sich noch an Meltdown und Spectre – die Sicherheitslücken in zahlreichen Prozessorchips, die vor rund acht Jahren bekannt wurden? Nun wurde von den Forschern der ETH Zürich eine neue Sicherheitslücke in CPUs entdeckt, mit der sich geschützte Speicherinhalte eines gemeinsam genutzten Prozessors auslesen lassen. Betroffen sind alle Intel-Prozessoren der letzten sechs Jahre, von PCs bis zu Servern in Rechenzentren.

Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren: Um schneller zu rechnen, nimmt ein sogenannter Prädiktor im Computer-Prozessor bestimmte Rechenschritte vorweg. Angreifer können diese Vorausberechnungen nutzen, um Sicherheitsbarrieren zu umgehen und an vertrauliche Informationen zu gelangen.(Bild:  ETH Zürich/COMSEC, HK)
Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren: Um schneller zu rechnen, nimmt ein sogenannter Prädiktor im Computer-Prozessor bestimmte Rechenschritte vorweg. Angreifer können diese Vorausberechnungen nutzen, um Sicherheitsbarrieren zu umgehen und an vertrauliche Informationen zu gelangen.
(Bild: ETH Zürich/COMSEC, HK)

Moderne Intel-Prozessoren nutzen sogenannte spekulative Technologien, mit denen sie beispielsweise Anweisungen auf Reserve ausführen, die aus Erfahrung als nächste an die Reihe kommen dürften. Durch diese Vorwegnahme einzelner Rechenschritte wird die Informationsverarbeitung insgesamt beschleunigt. Doch diese Funktion kann auch zur Hintertür werden, wie die Informatiker der Computer Security Group (COMSEC) am Departement für Informationstechnologie und Elektrotechnik der ETH Zürich herausfanden.

Intel-CPUs: Lücke in der Berechtigungsüberprüfung

Man könne über die Schwachstelle die Inhalte des Puffer-Speichers des Prozessors (Cache) und des Arbeitsspeichers (RAM) eines anderen Nutzers der gleichen CPU vollständig auslesen, erklärt COMSEC-Leiter Kaveh Razavi. Die CPU verwendet den RAM-Speicher (Random-access Memory) und den Cache-Speicher zur temporären Zwischenspeicherung von Berechnungsschritten und von den wahrscheinlich als nächstes benötigten Informationen. Die Lücke untergrabe insbesondere im Cloud-Umfeld, in dem sich viele Nutzer die gleichen Hardware-Ressourcen teilen, die Datensicherheit grundlegend.

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