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Datenverarbeitung und Sicherheit So wird Datensouveränität zum Wettbewerbsvorteil vieler Unternehmen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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In einer sich ständig wandelnden Welt der Datenverarbeitung sind Sicherheit und geklärte Zuständigkeiten im Umgang mit Daten entscheidender denn je.

(Bild: freepik/rawpixel.com)
(Bild: freepik/rawpixel.com)

Datensouveränität und Risikobewusstsein

Datensicherheitsvorfälle sind zwar in den Medien allgegenwärtig, beleuchten aber nur einen Teil der aktuellen Situation. Im Zusammenhang mit Daten sind vor allem drei Risikobereiche relevant:

  • 1. Risiken in Bezug auf die Daten selbst, wie z.B. Informationslecks.

  • 2. Risiken bei der unternehmens- und abteilungsübergreifenden Nutzung und Weitergabe von Daten, wie z.B. Missbrauch von Informationen.

  • 3. Risiken, die aus der Datenverarbeitung entstehen, wie Algorithmus-Biases.

Äußere Einflüsse: Internationale Vorschriften

International tätige Unternehmen müssen außerdem diverse Vorschriften im Auge behalten. Diese sind zum Teil sehr komplex – was an sich schon eine Herausforderung darstellt. Hinzu kommt, dass ständig neue Vorschriften erlassen werden, die zum Teil nur für bestimmte Branchen oder Sektoren gelten.

Wie Unternehmen die Herausforderungen bewältigen können

Für Unternehmen gibt es verschiedene Ansatzpunkte, um den Anforderungen gerecht zu werden:

  • 1. Sorgfältiger Umgang und Schutz: Um dies zu erreichen, sollten Unternehmen bei ihrer technologischen Infrastruktur ansetzen. Konkret heißt das, diese gezielt zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

  • 2. Datenzugriffsbeschränkungen: Unternehmen sollten das „Need-to-Know“-Prinzip anwenden, das besagt, dass nur diejenigen Personen Zugang zu den Daten haben sollten, die sie für ihre Arbeit benötigen. Dafür müssen Unternehmen ihre Daten klassifizieren und nach Wichtigkeit oder Inhalt der sensiblen Informationen einstufen.

  • 3. Festlegung klarer Richtlinien: Unternehmen sollten intern klare Regeln und Sicherheitsrichtlinien aufstellen, beispielsweise eine Null-Toleranz-Strategie im Hinblick auf Datenduplizierung. Auch Technologie kann dabei helfen, die Bewegung von Daten auf kontrollierte und geschützte Weise zu ermöglichen, ohne Hindernisse für die Datentransparenz in Kauf nehmen zu müssen.

Datensouveränität als Wettbewerbsvorteil

Unternehmen müssen ständig darauf achten, wer Zugriff auf ihre Daten hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn Personal abgebaut oder Stellen gestrichen werden. Denn gerade dann sind Unternehmen ein leichtes Ziel für Cyberangriffe oder Datenlecks. Technologien, die den Datenzugriff automatisch verwalten und kontrollieren, können den internen Aufwand bezüglich Datensicherheit minimieren und sorgen für vollständige Transparenz darüber, wer zu welchem Zweck Zugriff auf welche Daten hat.

Datensouveränität macht innovativ

Aber nicht nur das: Ein einheitliches Datenmanagement kann auch zu mehr Innovationskraft im Unternehmen beitragen. Wenn Daten zentral verwaltet werden und alle beteiligten Mitarbeiter darauf zugreifen können, lassen sie sich effektiver nutzen und fördern kreative Ideen. Gerade regulierte Daten können in dieser Hinsicht äußerst nützlich sein, da sie wertvolle Informationen enthalten können. Gleichzeitig kann ein durchdachtes Datenmanagement die Sicherheit der Datenaufbewahrung erhöhen. Daten, die bestimmten Vorschriften unterliegen, können sicher aufbewahrt werden und das Unternehmen kann durch diese Form des Datenmanagements sicherstellen, dass alle rechtlichen und Compliance-Vorschriften eingehalten und die Daten gleichzeitig optimal genutzt werden.

Moritz Plassnig
ist Datensicherheitsexperte und Chief Product Officer bei Immuta

Bildquelle: Moritz Plassnig

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