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Hohe Kosten durch Fehlinvestitionen Software-Implementierung: 29 Prozent der Ausgaben werden verschwendet

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Ein neuer Report von Freshworks zeigt, dass komplexe und schwer zu bedienende Tools IT-Budgets verschwenden und die Software-Implementierung verzögern. Durch diese Fehlinvestitionen entstehen in der deutschen Wirtschaft pro Jahr Kosten von mehr als sieben Milliarden Euro.

(Bild:  © Harsha/stock.adobe.com)
(Bild: © Harsha/stock.adobe.com)

Darum Geht's

Software-Ausgaben: 29 Prozent werden von den Unternehmen in Deutschland bereut. Die Fehlinvestitionen belasten die deutsche Wirtschaft mit mehr als sieben Miliarden Euro pro Jahr.

Ursachen für Fehlinvestitionen: Zu komplexe Softwarelandschaften, schwer konfigurierbare Plattformen, Verzögerungen durch Anbieter und längere Implementierungszeiten als angekündigt.

Maßnahmen für höhere Effizienz: Konsolidierung der eingesetzten Tools, genau festgelegte Meilensteine für die Software-Implementierung und Abschaffung ineffizienter Lösungen.

Der neue Report „Cost of Complexity“ von Freshworks zeigt, dass deutsche Unternehmen 29 Prozent ihrer gesamten Software-Ausgaben bereuen. Deshalb stellen viele den Nutzen der Systeme in Frage. Die Studie hebt bekannte Probleme hervor: komplexe Softwarelandschaften, lange Implementierungszeiten und Tools, deren Einführung den Teams Schwierigkeiten bereitet. Diese Faktoren bremsen den Fortschritt, erschweren die klare Bewertung des ROI und beanspruchen Zeit und Ressourcen für die Software-Implementierung.

In der deutschen Wirtschaft verursachen diese Fehlinvestitionen jährlich Kosten von mehr als sieben Milliarden Euro. Laut den Unternehmen sind 21 Prozent ihrer Ausgaben für CX-Software, 13 Prozent für KI- und agentenbasierte Tools sowie 14 Prozent für ITSM-Lösungen auf Fehlentscheidungen zurückzuführen. In der Praxis zeigt es sich in Form von leistungsstarken, aber schwer zu konfigurierenden Plattformen, KI-Projekten, die nach Pilotphasen ins Stocken geraten, und ITSM-Systemen, die sich nicht ausreichend an reale Arbeitsabläufe anpassen.

Anbieter-bedingte Verzögerungen bei der Software-Implementierung

Lange Projekt- und Implementierungszeiten bremsen Unternehmen zusätzlich aus. Während 77 Prozent der Anbieter behaupten, Projekte in weniger als sechs Monaten abzuschließen, berichten 51 Prozent der deutschen Unternehmen von längeren Laufzeiten. Diese Diskrepanz schwächt das Vertrauen und erhöht die Kosten. Die Hauptursachen für diese Fehlinvestitionen sind durch die Anbieter verursachte Verzögerungen bei der Software-Implementierung, komplexere Lösungen als erwartet sowie ein höherer interner Ressourcenaufwand als geplant. Diese Faktoren deuten insgesamt auf zu komplexe Systemlandschaften, überlastete Teams und unklare Zuständigkeiten während der Implementierung hin.

Auch Mitarbeiter spüren die Folgen: 63 Prozent der Beschäftigten in Deutschland haben mit komplizierten Prozessen zu kämpfen, und 74 Prozent empfinden die Abläufe im Unternehmen als komplex. Im Arbeitsalltag führt das dazu, dass sie mit zu vielen Tools arbeiten, Aufgaben doppelt erledigen oder in mehreren Systemen auf Freigaben warten müssen. 62 Prozent der Beschäftigten geben sogar an, dass sie ihr Unternehmen im kommenden Jahr wahrscheinlich verlassen werden.

Deutsche Unternehmen sollten bewusst auf Vereinfachung setzen, Überschneidungen bei Tools reduzieren, klare Zeitpläne festlegen und diejenigen Lösungen abschaffen, die keinen Mehrwert bieten.

Simon Hayward, Freshworks

Meilensteine für die Software-Implementierung festlegen

Simon Hayward ist General Manager und Vice President of International Sales bei Freshworks.(Bild:  Freshworks)
Simon Hayward ist General Manager und Vice President of International Sales bei Freshworks.
(Bild: Freshworks)

Simon Hayward, General Manager und Vice President of International Sales bei Freshworks, kommentiert die Studienergebnisse: „Zu lange haben wir Komplexität mit Fortschritt verwechselt. Dabei bremst Komplexität die Teams und sorgt für Verschwendung. Deutsche Unternehmen sollten bewusst auf Vereinfachung setzen, Überschneidungen bei Tools reduzieren, klare Zeitpläne festlegen und konsequent diejenigen Lösungen abschaffen, die keinen Mehrwert bieten. Bei unseren Kunden wie HelloFresh und L’Osteria stellen wir fest, dass Führungskräfte aus Wirtschaft und Technologie zu den Grundlagen zurückkehren. Sie setzen auf konkrete Maßnahmen, mit denen Teams effizienter arbeiten können.

Dazu gehört es, die Tool-Landschaft zu vereinfachen, klare Meilensteine für die Software-Implementierung festzulegen und Plattformen zu wählen, die sich leichter einführen lassen und schneller Ergebnisse liefern. Deutsche Unternehmen sollten Reibungsverluste reduzieren, Teams neu ausrichten und sicherstellen, dass jede Investition in Software die eigentliche Arbeit unterstützt. Unternehmen, die jetzt handeln und Komplexität konsequent reduzieren, ziehen einen deutlich höheren Nutzen aus ihrer Technologie.“

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