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IT-Trends 2026 Technologie: 5 Lebensbereiche, die sie verbessern kann

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 6 min Lesedauer

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Von künstlicher Intelligenz über Robotik bis hin zu Quantencomputing – an neue Technologie knüpfen sich große Erwartungen. Zu Recht, denn der digitale Fortschritt bringt Verbesserungen für den Menschen. Das reicht von der medizinischen Versorgung über lebenswertere Städte bis hin zu einer inklusiven Bildung.

(Bild:  ©  2rogan/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © 2rogan/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Nachhaltigkeit hat sich längst zu einem Wirtschaftsfaktor entwickelt: Wer Energie spart und Ressourcen effizient einsetzt, spart Kosten. Doch während sich die Diskussion häufig nur um den CO2-Fußabdruck dreht, zeigt sich in der Praxis ein deutlich breiteres Anforderungsprofil. Nachhaltigkeitsstrategien müssen neben der Technologie soziale Kriterien ebenso berücksichtigen wie ökologische. Das spiegelt sich nicht nur in der ESG-Berichtspflicht für Unternehmen wider, auch internationale Rahmenwerke wie die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen adressieren explizit Themen wie Armutsbekämpfung, Bildung und gesundheitliche Versorgung.

Genau hier setzt Digitalisierung an. Moderne Technologie hilft, die Lebensqualität zu erhöhen, den Zugang zu Leistungen zu vereinfachen und die Systeme resilienter zu machen. Beispielhaft zeigt sich das in fünf Lebensbereichen: medizinische Versorgung, städtisches Leben, Arbeitsschutz, kommunale Services und schulische Bildung.

Technologie in Medizin und Pflege: besser verstehen, schneller heilen

Das Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen – angefangen bei steigenden Kosten bis hin zum zunehmenden Personalmangel. Diese Probleme werden sich in den kommenden Jahren noch verschärfen, denn bis 2030 wird mehr als ein Viertel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Das bedeutet, dass mehr chronische und Alterserkrankungen behandelt werden müssen, während gleichzeitig immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Digitalisierung kann dabei helfen, die Versorgung zu stabilisieren. 

Vor allem KI eröffnet hier neue Möglichkeiten: Sie wertet in kürzester Zeit medizinische Bilder, Laborwerte oder klinische Befunde aus und erkennt Muster, die Ärzten verborgen bleiben. Das ist beispielsweise bei seltenen Erkrankungen, auch Orphan Diseases genannt, relevant. Von vielen dieser Krankheitsbilder haben die meisten Ärzte bislang wenig oder gar nichts gehört, was die Behandlung erschwert.

KI-gestützte Verfahren liefern nicht nur schneller erste Verdachtsdiagnosen, sondern unterstützen auch bei der Entwicklung personalisierter Therapien. Darüber hinaus hilft moderne Technologie bei organisatorischen Prozessen im Klinikalltag: KI kann die Bettenbelegung, Patiententransporte oder Reinigungszyklen vorausschauend planen und Materialverbräuche prognostizieren. Selbst saisonale Effekte wie Grippewellen fließen in das Modell ein. Das entlastet das Fachpersonal und verbessert die Versorgung. Hinzu kommen weitere KI-gestützte Einsatzfelder wie virtuelle Pflegeassistenten, die Vitaldaten aus Wearables kontinuierlich analysieren und frühzeitig Alarm schlagen, oder Robotersysteme, die die menschlichen Pflegehilfen bei der Patientenlagerung unterstützen.

Städte und Infrastruktur: Digitale Zwillinge für lebenswertere Räume

Der urbane Raum steht heute gleich doppelt unter Druck: Einerseits wächst der Energiebedarf durch Verdichtung, Mobilität und Infrastruktur, während andererseits die Anforderungen an eine ressourcenschonende Stadtentwicklung weiter steigen. Digitale Technologien liefern hier ein zentrales Steuerungsinstrument für datenbasierte Optimierungen. KI-gestützte Analysen beispielsweise ermöglichen es, Verbrauchsmuster, Lastspitzen oder Engpässe in Echtzeit sichtbar zu machen und ihnen gezielt entgegenzuwirken. So lassen sich durch moderner Technologie die Verkehrsströme in der Stadt steuern, um Staus zu vermeiden oder Autofahrer zu freien Parkplätzen zu lotsen. Das spart Kraftstoff und verringert die Schadstoffbelastung.

In Zukunft könnten autonome Shuttle-Dienste oder fahrerlose Lieferfahrzeuge Teil eines fein austarierten Systems werden, das das Verkehrsaufkommen insgesamt senkt und gleichzeitig die Zuverlässigkeit erhöht. Auch abseits davon zeigt sich das Potenzial smarter Systeme. Sensorbasierte Füllstandsmessungen an Mülltonnen sorgen für bedarfsorientierte Entleerungen. Energieintensive Infrastrukturen wie Straßenbeleuchtung oder Heiz- und Kühlsysteme in öffentlichen Gebäuden lassen sich mithilfe prädiktiver Modelle so regeln, sodass nur dann Ressourcen verbraucht werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden.

KI-basierte Hochwasserfrühwarnsysteme wiederum, die Pegelstände, Niederschlagsdaten und Bodenfeuchte verknüpfen und auswerten, schützen die Bevölkerung im Notfall. Werden all diese Informationen in einem Digitalen Zwilling – also einem virtuellen Abbild der gesamten Stadt – zusammengeführt, entsteht ein Experimentierraum für urbane Planung. Kommunen können dort Sanierungsprojekte, Mobilitätskonzepte oder Klimaschutzmaßnahmen in verschiedenen Varianten simulieren und auf dieser Basis fundierte Entscheidungen treffen.

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