Wie eine neue Studie von Showpad zeigt, geben 71 Prozent der Befragten zu, dass sie ihre Webcam bei Videoanrufen regelmäßig oder gelegentlich ausschalten, um zu verbergen, was sie während der Gespräche tun.
(Quelle: Girts - Adobe Stock)
Eine neue Studie von Showpad zeigt: Schlafen, Rauchen und Alkoholkonsum zählen zu den Dingen, die Büroangestellte zugeben, bei ausgeschalteter Webcam zu tun.
Ein Fünftel gibt zu, etwas Peinliches beim Videoanruf getan haben, nachdem sie vergessen hatten, dass ihre Kamera eingeschaltet war. Vier Prozent erklären, dass sie ihren Job verloren haben, weil es einen Vorfall während des Videoanrufs gegeben hat.
Knapp zwei Drittel sagen, dass die Etikette in persönlichen Geschäfts-Meetings durch Videoanrufe abgenommen hat. Und 77 Prozent bestätigen, dass sie in virtuellen Meetings leichter abgelenkt sind.
Hybrides Arbeiten hat sich nach der Pandemie zu einer neuen Normalität im Arbeitsleben entwickelt und viele Vorteile gebracht. Aber einige Angestellte haben Schwierigkeiten, das Persönliche von der Arbeit zu trennen, zeigt die neue Studie „State of Selling“ von Showpad. Wie die von Mortar Research im Juni 2022 durchgeführte Umfrage von 1.000 Büroangestellten in Deutschland ergab, geben 71 Prozent der Befragten zu, dass sie ihre Webcam bei einem Videoanruf regelmäßig oder gelegentlich ausschalten, um zu verbergen, was sie während der Anrufe tun. Bei Mitarbeitern unter 24 Jahren liegt die Zahl sogar bei 81 Prozent.
Die Konzentrationsfähigkeit bei einem Videoanruf im Homeoffice scheint ein Problem zu sein. So sagen 77 Prozent sagen, dass sie in virtuellen Meetings leichter abgelenkt werden als in realen. Und mehr ein Drittel der Befragten (36 Prozent) erklärt, dass sie in virtuellen Meetings eine Aufmerksamkeitsspanne von weniger als einer halben Stunde haben.
Videoanruf mit ausgeschalteter Webcam
Vielen fällt es schwer, sich nicht von Technik oder Social Media ablenken zu lassen. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) gibt zu, ihre Kameras auszuschalten, damit sie auf ihren Handys spielen können. 36 Prozent hebt dabei ausdrücklich das „Betrachten von Social Media“ hervor. 34 Prozent der Befragten geben an, den Raum kurz zu verlassen, um Essen zuzubereiten oder etwas zu trinken. Zwölf Prozent geben an, bei ausgeschalteter Webcam zu rauchen. Darüber hinaus geben zehn Prozent zu, während eines virtuellen Meetings geschlafen zu haben. Fünf Prozent erklären, dass sie während dem Videoanruf heimlich Alkohol konsumieren.
In einigen Fällen treten Probleme auf, weil die Mitarbeitenden nicht auf den Button „Stummschalten“ oder „Kamera aus“ geklickt haben. Jeder fünfte Befragte gibt an, vergessen zu haben, dass die Kamera angeschaltet war und etwas Peinliches getan hat. Zwölf Prozent sagen hingegen, dass sie vergessen haben, stumm zu schalten und etwas Beleidigendes oder Verfängliches über eine andere Person im Videomeeting gesagt haben. Die Studie ergab, dass all dies echte Konsequenzen hat, sowohl persönlich als auch für das Unternehmen. Einer von 25 Büroangestellten gibt an, dass es zu einem Jobverlust kam, weil es einen Vorfall während des Videoanrufs gab.
Videoanruf verändert Verhaltensstandards im Büro
Videoanrufe scheinen auch zu niedrigeren Verhaltensstandards im Büro zu führen. So glauben 67 Prozent, dass sich die Etikette in persönlichen Treffen durch die Zunahme von Videomeetings seit der Pandemie verschlechtert hat. Die wichtigsten Tendenzen, von denen die Mitarbeitenden glauben, dass persönliche Treffen beeinflusst wurden, sind:
Mitarbeitende schauen in Besprechungen häufiger auf ihre Smartphones (55 Prozent)
Die Mitarbeitenden präsentieren sich schlechter (43 Prozent)
Das Personal ist weniger aufmerksam in Meetings (36 Prozent)
Die Präsentationsfähigkeiten sind schlechter (33 Prozent)
Das Personal hält sich nicht an die Arbeitszeiten (25 Prozent)
Mitarbeitende verlassen Meetings einfach, ohne sich zu entschuldigen (23 Prozent)
Mitarbeitende kommen zu spät zu Besprechungen (19 Prozent)
Ist hybrides Arbeiten gekommen, um zu bleiben?
Angesichts all dessen kann man sich vorstellen, dass viele Arbeitgeber daran interessiert wären, die Arbeitnehmenden wieder ins Büro zu bringen, wo sie ihr Verhalten im Auge behalten können. Die Mitarbeitenden sind jedoch diejenigen, die diesbezüglich am längeren Hebel sitzen. So ergab die Studie, dass die Hälfte der Büroangestellten (51 Prozent) sich nicht einmal für eine Stelle bewerben würden, die nicht die Option beinhaltete, von zu Hause aus zu arbeiten. Dies deutet darauf hin, dass Arbeitgeber, die nicht offen dafür sind, weiterhin Homeoffice-Möglichkeiten anzubieten, aus einem viel kleineren Pool von Talenten wählen müssten.
„Während die Ergebnisse einen bemerkenswerten Einblick in das geben, was einige Mitarbeitende in Deutschland tun, wenn sie die Webcam bei Videoanrufen ausschalten, wirft die Studie ernsthafte Fragen darüber auf, wie man diejenigen, mit denen man spricht, in einem Videoanruf einbindet und was wir tun können, um die Qualität dieser Interaktionen zu verbessern“, erklärt Kelli Koschmann, Chief People Officer von Showpad.
Stand: 16.12.2025
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(Kelli Koschmann ist Chief People Officer von Showpad. (Bild: Showpad))
Effektive Kommunikation durch Video-Messaging
„Viele von uns werden in einer Situation gewesen sein, in der wir jemandem etwas präsentieren, und dann plötzlich sehen, wie dessen Kamera ausgeht. Das lässt Zweifel daran aufkommen, ob die Person am anderen Ende des Computers noch zuhört oder überhaupt noch da ist. Obwohl es keine magische Formel gibt, kann Technologie helfen. Asynchrone Kommunikation, zum Beispiel durch ein ansprechendes Medium wie Video-Messaging, ermöglicht es den Mitarbeitenden, effektiv und effizient zu kommunizieren, sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch zwischen Unternehmen, wann und wo immer es für sie am besten funktioniert“, so Koschmann weiter.
Showpad ist Anbieter einer modernen SaaS-Lösung für Sales Enablement. Diese unterstützt B2B-Vertriebsteams dabei, in der Welt des hybriden Vertriebs erfolgreich zu sein und Umsätze zu maximieren. Die Softwareplattform mit Content- und Coaching-Funktionalitäten ermöglicht es Teams mit Kundenkontakt von einem Ort aus auf alle für sie relevanten Inhalte, Kompetenzen, Fachkenntnisse und Methoden zuzugreifen. So können sie wirkungsvolle Kundengespräche führen und kundenorientierte Kauferlebnisse bieten.