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gesponsertState of the Cloud: Das Ende des Sparkurses  Warum bei Cloud jetzt der Geschäftswert zählt 

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Die Suche nach digitaler Souveränität und der enorme Ressourcenhunger von KI rücken die Cloud wieder ins Rampenlicht. Drehte sich früher alles um Kostensenkung, stellt sich heute eine andere Frage: Ist die Cloud es wert? 

(Bild:  GettyImages/Unsplash)
(Bild: GettyImages/Unsplash)

Laut dem Flexera State of the Cloud Report 2026 nutzen 73 % der Unternehmen eine Hybrid-Cloud-Umgebung. Die Kombination aus eigener Infrastruktur und Public-Cloud-Services legt damit um drei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zu. Auch Multi-Cloud-Umgebungen – also der parallele Einsatz mehrerer Public-Cloud-Anbieter – verbreiten sich weiter.

Die Zahlen bestätigen: Hybrid-Cloud ist heute die Norm. Dahinter steckt jedoch nicht unbedingt eine klar formulierte Strategie – oder gar der Versuch, digitale Souveränität zu schaffen. Die Cloud-Architektur in großen Unternehmen ist häufig durch Übernahmen und die Zusammenführung von IT-Landschaften geprägt. In vielen Fällen ist die Cloud historisch gewachsen: Public und Private Cloud kommen parallel zum Einsatz, eher aus praktischen Zwängen als aus einer klaren Zielarchitektur.

Auffällig ist zudem: Die Art der Multi-Cloud-Architekturen hat sich kaum verändert. Am häufigsten entstehen sie, weil Anwendungen in getrennten Umgebungen laufen. Strategische Gründe wie die gezielte Platzierung von Workloads oder das kurzfristige Auslagern zusätzlicher Last bleiben dagegen die Ausnahme.

Komplexität braucht Orchestrierung

Diese hybride Architektur sorgt für hohe Komplexität. Anwendungen wandern in die Cloud und werden teilweise wieder zurückgeholt (Cloud Repatriation). SaaS wächst, die dadurch entstehenden Kosten werden jedoch nicht vollständig erfasst. SaaS- und PaaS-Anbieter legen andere Preismodelle an als klassische IaaS-Provider. Gleichzeitig erweitern Cloud-Anbieter ihre Plattformen kontinuierlich um neue Ressourcen und Services – wobei KI-basierte Cloud-Dienste deutlich teurer sind als traditionelle Optionen.

Durch disparate Management-Ansätze und funktional getrennte Teams lässt sich das nicht mehr kontrollieren. Gefragt ist vielmehr ein integriertes Betriebsmodell, das Cloud, FinOps, ITAM, SaaS-Management und KI zusammenführt und eine Orchestrierung über die gesamte IT-Landschaft hinweg erlaubt.

Die Cloud im Wertmodus

Auch der Blick auf die Cloud-Kosten verändert sich. Lange dominierte eine Frage: Wie lassen sich Cloud-Ausgaben senken? Nun rückt ihr Mehrwert in den Mittelpunkt. Das Kriterium „Value Delivered to Business Units“ liegt inzwischen bei 64 Prozent. Auch Wettbewerbsvorteile und Innovationsgeschwindigkeit zählen stärker als noch im Vorjahr. Klassische Kennzahlen wie Kosteneffizienz oder Kostenvermeidung verlieren dagegen an Gewicht.

FinOps beschränkt sich nicht mehr darauf, vergangene Cloud-Ausgaben zu erklären. Der Ansatz entwickelt sich vom reinen Cloud-Finanzmanagement zu einer Disziplin, die den technologischen Wert von Investitionen insgesamt betrachtet. Immer mehr Teams arbeiten dabei mit sogenannten Unit Economics. 49 % analysieren die Kosten einzelner Services und setzen sie in Beziehung zu den erzielten Ergebnissen. Die Botschaft ist klar: Cloud-Erfolg bedeutet nicht mehr nur, Budgets zu kürzen. Entscheidend ist, den ROI sichtbar zu machen und Innovation zu ermöglichen.

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KI stellt die Kostenfrage neu

Dieses Umdenken ist bemerkenswert – denn die Cloud-Kosten wachsen kontinuierlich. 16 % der Unternehmen zahlen monatlich zwischen 200.001 und 500.000 Dollar für Public-Cloud-Services. Der Anteil verschwendeter Cloud-Ausgaben klettert in diesem Jahr auf 29 % und kehrt damit einen fünfjährigen Abwärtstrend um. Trotz klarer Einsparpotenziale nutzt weniger als die Hälfte der Unternehmen Commitment-basierte Rabatte wie Reserved Instances oder Savings Plans.

Und dann ist da noch der dynamische und schwer kalkulierbare Kostenfaktor der künstlichen Intelligenz. KI rangiert mit 58 % inzwischen auf dem dritten Platz der meistgenutzten Public-Cloud-Services. Ressourcen so zu dimensionieren, dass sowohl Leistung als auch Effizienz stimmen, bleibt eine Herausforderung. Neue Preismodelle erschweren zusätzlich Transparenz und Optimierung. Die Kostenfrage stellt sich damit neu: Denn KI hat keineswegs zu Kosteneinsparungen geführt. Sie hat vielmehr die Effizienz gesteigert – und gleichzeitig neue Kosten verursacht.

In mancher Hinsicht erinnert der Umgang mit KI-Workloads und ihren Kosten an die frühen Tage der Cloud. Der Unterschied: Viele IT-Verantwortliche können heute auf bewährte Methoden zurückgreifen. FinOps hat sich etabliert und immer mehr Teams beziehen Kostenfragen bereits in Architekturentscheidungen ein. Die Cloud ist damit längst mehr als Infrastruktur – sie wird zum Instrument, mit dem Unternehmen Innovation, Geschwindigkeit und Wettbewerb aktiv steuern.

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