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Apple Intelligence Warum die KI-Pläne von Apple ein Durchbruch sind

Ein Gastkommentar von Carten Kraus 2 min Lesedauer

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Apple Intelligence ist technisch vielversprechend, vor allem aber steuert der Konzern mit seinen Plänen gesellschaftlich auf einen neuen Durchbruch zu. Davon ist der KI-Experte Carsten Kraus überzeugt.

(Bild:  Angelov/Adobe Stock)
(Bild: Angelov/Adobe Stock)

Mit Apple Intelligence bringt Apple mindestens eine ähnlich große Revolution wie das iPad, vielleicht sogar wie das iPhone. Mit ausreichend Vertrauen der Nutzer wird diese KI-Revolution Large Language Models wie ChatGPT in den Alltag bringen und Künstliche Intelligenz zum wichtigsten Alltagshelfer für Milliarden Menschen machen. Nachdem Apple in der Disziplin Künstliche Intelligenz zunächst hinter Googles Gemini, Metas Llama3 oder Microsofts Phi3 beinahe schon zurückgefallen schien, präsentierte der Konzern auf der WWDC 2024 den großen KI-Durchbruch.

Apple Intelligence ist auf praktischen Nutzen orientiert

Dabei ist die Revolution nicht einmal so sehr technischer Natur – sondern extrem auf den praktischen Nutzen der rund 1,4 Milliarden iPhone-Nutzer weltweit ausgerichtet. Ein Assistent, der seine Nutzer, dessen Freunde und Pläne kennt und Zugriff auf persönliche Daten hat, hat die Macht den Umgang mit dem Alltagsgegenstand Smartphone grundlegend zu revolutionieren – wenn Apple es schafft, valide Antworten auf die Fragen Datenschutz und Vertrauen zu finden” Die Ausgangslage ist vielversprechend.

Wie lassen sich KI und Datenschutz vereinen?

Jeder Verbraucher will KI nutzen, mit ihren Daten dafür zahlen wollen die wenigsten. Apple löst dieses Dilemma mit drei Schritten:
 
1. Wo immer möglich werden Daten lokal auf dem iPhone verarbeitet und landen so nicht irgendwo in der Welt. Dazu nutzt Apple eigenes kleines, aber ziemlich starkes Large Language Model (LLM) und die neuen Technologien der Quantisierung, was Modelle deutlich kleiner macht. Bereits Anfang des Jahres hatte Kraus prognostiziert, dass solche leistungsfähigen kleinen LLMs überall Einzug halten. Apple nutzt dieses Potenzial nun. 
 
2. Wird doch ein größeres Modell benötigt, wird die Anfrage zunächst an Apples eigenes Rechenzentrum weitergegeben und sofort nach der Anfrage gelöscht.
 
3. Sollten die Fähigkeiten von Apples eigenem Modell nicht ausreichen, fragt das iPhone, ob es die Anfrage an ChatGPT weitergeben darf. Kraus vermutet, dass die Weitergabe pseudonymisiert passiert, bekannt ist dazu jedoch noch nichts.

Haben Nutzer genug Vertrauen in Apple Intelligence?

Wenn die technischen Möglichkeiten gegeben sind, bleibt die Frage nach der Einstellung der iPhone-Nutzer. Kraus hält Apples Ansatz zum Datenschutz für vertrauenserweckend genug, dass ihn fast jeder nutzen wird. Apple verknüpft hier zwei Revolutionen zu einer Großen: Einerseits LLMs wie ChatGPT, andererseits das iPhone – für die nächste KI-Revolution im Alltag von Milliarden Menschen.

Apple IntelligenceCarsten Kraus
ist Multi-Unternehmer, KI-Experte, Business Angel und Mitglied des Forbes Technology Council. Als Seriengründer hat er sich bereits im letzten Jahrtausend mit KI beschäftigt und als KI-Experte setzt er sich vor allem dafür ein, die Chancen von KI zu nutzen. Er ist davon überzeugt, dass neue Technologien Wert für Unternehmen und Menschen zugleich stiften.

Bildquelle: Carten Kraus

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