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Zusammenarbeit Wie der Mittelstand die Cloud richtig nutzt

Ein Gastbeitrag von Dr. Torsten Brodt 3 min Lesedauer

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Auch wenn sich das Arbeiten von zuhause etabliert hat, fordern immer mehr Unternehmen die Rückkehr ihrer Mitarbeiter ins Büro. Das muss eigentlich nicht sein. Denn passende Tools aus der Cloud unterstützen die flexible Zusammenarbeit – und bieten noch weitere Vorteile. 

(Bild:  Gorodenkoff/Adobe Stock)
(Bild: Gorodenkoff/Adobe Stock)

Macht die Arbeitskultur in Deutschland etwa eine Rolle rückwärts? Hieß es während der Corona-Pandemie noch, diese habe die Arbeitswelt hierzulande aufgeweckt, Geschäftsprozesse zu digitalisieren und eine ortsunabhängige Zusammenarbeit zu etablieren, zeigt sich jetzt eine andere Entwicklung. Denn immer mehr Betriebe holen ihre Mitarbeiter für eine gewisse Anzahl an Tagen aus dem Homeoffice zurück ins Büro. So ergab eine Studie des Immobilien-Beratungsunternehmens JLL kürzlich, dass 33 Prozent der weltweit befragten Unternehmen bereits wieder eine Präsenzpflicht vorgeben. Weitere 27 Prozent können sich vorstellen, eine solche Pflicht demnächst einzuführen.

Zusammenarbeit: Absprache per Mobilfunk und Cloud

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Christoph Müller, Geschäftsführer der TBF-PyroTec GmbH (links) und Patrick Plagemann, Vertrieb, nutzen das mobil verfügbare Kommunikationstool.
(Bild: TBF-PryoTec GmbH/Deutsche Telekom)

Insbesondere viele mittelständische Unternehmen haben zuletzt ihre Kommunikation erfolgreich digitalisiert und flexibilisiert – von hochverfügbaren Mobilfunkverbindungen für die Mitarbeitenden bis hin zu cloudbasierten Kollaborations-Tools. So wie das mittelständische Unternehmen TBF-Pyrotec, das Spezialeffekte für Konzerte und Events liefert. Das Team von Geschäftsführer Christoph Müller ist viel unterwegs. Sichere Kommunikation und ein zuverlässiges Netz sind deshalb im Arbeitsalltag unverzichtbar.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, stattete Müller seine Mitarbeitenden mit umfassenden Mobilfunkverträgen aus, die das Arbeiten von unterwegs enorm erleichtern. Zusätzlich nutzt TBF Pyrotec ein cloudbasiertes Kommunikationstool, das mobil auf dem Smartphone verfügbar ist. Überall an einer Videokonferenz teilnehmen ist seitdem kein Problem mehr.

Das Ergebnis: Egal, ob die Mitarbeiter sich beim Kunden, in der Firma oder im Homeoffice befinden – der Pyrotechnikspezialist bringt ortsunabhängige Zusammenarbeit und effiziente Kooperation unter einen Hut. Möglich macht es unter anderem der Unlimited-Tarif der Telekom mit unbegrenztem Datenvolumen, bei dem Kleinstbetriebe und Mittelständler bis Ende 2024 keine Grundgebühr bezahlen.

Cloud-Nutzung für eine bessere Zusammenarbeit

Das Beispiel zeigt einerseits, dass es bei guter Zusammenarbeit auf die richtige Technologie ankommt. Und es verdeutlicht andererseits, dass auch Software-as-a-Service-Lösungen und hochverfügbare Cloud-Umgebungen für den Mittelstand längst kein Neuland mehr sind. Eine Studie des Bitkom von 2023 ergab, dass neun von zehn Betrieben bereits die Cloud nutzen. Es wurden 554 deutsche Unternehmen ab einer Größe von 20 Beschäftigten befragt. Bis 2028 planen zudem 56 Prozent aller befragten Unternehmen mehr als die Hälfte ihrer IT-Anwendungen aus der Cloud zu betreiben.

Längst ist klar: Die Cloud macht Organisationen unabhängiger von starren On-Premise-Strukturen und führt zur Kostenreduzierung, weil sie nicht für Wartung und Updates der fremdbetriebenen Cloud-Infrastruktur zahlen müssen. Laut Bitkom-Studie verwenden Betriebe bislang am häufigsten Speicherplatz in der Cloud (92 Prozent), gefolgt von Webconferencing (76 Prozent). Je 73 Prozent der Unternehmen nutzen die Cloud für allgemeine Rechenleistung für unterschiedlich Anwendungen sowie für Office-Software. Aber auch cloudbasierte Datenbanken (60 Prozent) und ERP-Systeme in der Cloud (30 Prozent) spielen bereits eine Rolle.

Kostengünstiger Zugriff auf IoT und KI

Neben dem Digitalverband Bitkom sind sich auch Marktanalysten sicher: Die Cloud-Nutzung wird in den kommenden Jahren zunehmen. Und gerade für mittelständische Unternehmen sind Cloud-Plattformen der ideale Zugang zu Innovationen mit dem Internet of Things (IoT) oder künstlicher Intelligenz (KI). Ohne hohe Investitionen tätigen zu müssen, können kleine Betriebe die Vorteile von KI-Assistenten, Analytics-Anwendungen und Kommunikationstools nutzen. Dennoch stehen kleine und mittelständische Betriebe bei der Umsetzung von Cloud-Projekten auch vor einigen Herausforderungen. Vor allem der Fachkräftemangel (65 Prozent), fehlende Zeit (53 Prozent) oder komplexe Migrationsaufgaben (52 Prozent) sind laut Bitkom die größten Cloud-Bremsen.

Wie steht es also nun um die deutsche Arbeitskultur? Rolle rückwärts mit Büropflicht oder immer mehr Flexibilität dank Mobilfunk, Cloud und Kollaborationslösungen? Mit Blick auf Deutschland ergab die JLL-Studie übrigens folgendes Bild: In den Großstädten wie Berlin, Frankfurt, Köln oder Hamburg arbeiten Beschäftigte durchschnittlich gut drei Tage pro Woche im Büro. Die restliche Zeit verbringen sie im Homeoffice. Hier zeichnet sich also ein solider und praktikabler Mittelweg ab. Laut der Studie bedeutet das: Hybride Arbeitsmodelle funktionieren und die Beschäftigten haben sich inzwischen gut mit flexiblen Arbeitsmodellen eingependelt.

ZusammenarbeitDr. Torsten Brodt
ist Senior Vice President KMU bei der Deutschen Telekom Geschäftskunden GmbH.

Bildquelle: Deutsche Telekom AG

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