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Vor allem für medizinische Zwecke Chip-Implantat: Ein Drittel würde sich einen Mikrochip unter die Haut setzen lassen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Ob zur Messung des Blutzucker-Spiegels oder zum Öffnen der Haustür: Ein Chip-Implantat ist für viele Menschen eine Option.

(Bild:  James Thew / Adobe Stock)
(Bild: James Thew / Adobe Stock)

Ein Computer-Chip unter der Haut oder woanders irgendwo im Körper? Was zunächst einmal nach Mensch 4.0 klingt, scheint für viele Deutsche gar nicht so abwegig zu sein: 35 Prozent können sich ein Chip-Implantat grundsätzlich vorstellen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor.

Weitere 2 Prozent der Befragten geben an, dass sie bereits ein Chip-Implantat besitzen. 58 Prozent der Deutschen lehnen dies jedoch ab.

Chip-Implantat für medizinische Zwecke

Die Offenheit für einen Mikrochip im eigenen Körper ist vor allem bei medizinischen Anwendungsfällen am größten: 82 Prozent derjenigen, die sich eine Implantation grundsätzlich vorstellen können, würden dies zur Behandlung schwerer Krankheiten tun und 79 Prozent zur Behandlung starker Schmerzen. 

Im Falle von Behinderungen – etwa, wenn es darum ginge, wieder sprechen oder gehen zu können – würden 60 Prozent ein Chip-Implantat nutzen. Gegen leichte Schmerzen würden „nur“ noch 43 Prozent einen Chip einsetzen. 17 Prozent würden Gesundheitsdaten wie die Blutgruppe, den Rhesusfaktor oder auch den Impfstatus auf einem implantierten Chip speichern. 

Je wirkungsvoller diese Technologien im Kampf gegen schwere Krankheiten und körperliche Einschränkungen ist, desto eher wird sie akzeptiert.

Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom.

Chip-Implantate werden bereits bei bestimmten Krankheitsbildern wie Parkinson oder Epilepsie eingesetzt. Anfang dieses Jahres wurde einem Menschen ein Computer-Chip ins Gehirn implantiert, der die Steuerung von Smartphone und Computer über die Gedanken ermöglichen soll. „Je wirkungsvoller diese Technologien im Kampf gegen schwere Krankheiten und körperliche Einschränkungen ist, desto eher wird sie akzeptiert“, so Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom.

59 Prozent der Menschen in Deutschland gehen laut Befragung des Digitalverbands Bitkom aktuell davon aus, dass Chip-Implantate die Medizin revolutionieren werden. 41 halten die Nutzung solcher Chips allerdings für unethisch – und 39 Prozent ist die Vorstellung von Chip-Implantaten unheimlich.

Chip im Körper als Türöffner

Mikrochips unter der Haut, die oft nur so groß sind wie ein Reiskorn, erfüllen aber nicht nur medizinische, sondern auch Alltags-Funktionen. 39 Prozent derjenigen, die sich grundsätzlich die Implantation eines Chips vorstellen können, würden damit elektronische Türöffner bedienen wollen – dies geht etwa mit Hilfe so genannter NFC-Chips. 38 Prozent würden Personalausweis oder Führerschein auf einem Chip speichern und 22 Prozent würden ihn zum Bezahlen nutzen. 6 Prozent würden sich auch einfach ihre Visitenkarte per Mikrochip einpflanzen lassen. 

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