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Neue Ära der Versorgung Digital Health: Technologie ebnet den Weg für eine digitale Gesundheitsrevolution

Ein Gastbeitrag von Sophia Wenzel 5 min Lesedauer

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Die Zukunft der Gesundheitsversorgung ist digital – und mit innovativen Technologien gestalten Patienten ihre Gesundheit mit. Dabei wird Datenschutz zum Schlüssel im Digital Health.

(Bild:  © KARINA/stock.adobe.com)
(Bild: © KARINA/stock.adobe.com)

DARUM GEHT'S

Digital Health: Die Gesundheitsindustrie befindet sich im Umbruch, angetrieben durch fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz. Diese Transformation erfordert ein hohes Maß an Daten- und Informationssicherheit, um innovativen Lösungen wie KI-gesteuerten Diagnosen und Wearables Vertrauen zu verleihen.

Künstliche Intelligenz und patientenzentrierte Versorgung: KI revolutioniert die Patientenversorgung, indem sie Diagnosen präzisiert und personalisierte Behandlungsansätze ermöglicht. Gleichzeitig verändert sich das Verhältnis zwischen Patienten und Gesundheitsanbietern, da Wearables und Self-Monitoring-Tools Patienten ermächtigen, aktiv an ihrer Gesundheit mitzuwirken.

Datenschutz als Schlüssel: In der digitalen Gesundheitsrevolution spielt der Schutz sensibler Gesundheitsdaten eine zentrale Rolle. Unternehmen müssen Datenschutz als Grundvoraussetzung für Innovation betrachten.

Interoperable digitale Infrastruktur: Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur mit interoperablen Schnittstellen ist essenziell für die Vernetzung von Kliniken, Praxen und Geräten. Sie ermöglicht die reibungslose Übertragung von Gesundheitsdaten und steigert so Effizienz und Qualität der Versorgung.

Die Gesundheitsindustrie erlebt einen strukturellen Wandel, wie ihn kaum ein anderer Sektor kennt: Technologien, die noch vor wenigen Jahren als Zukunftsvision galten, prägen  heute alltägliche Entscheidungen in Forschung, Entwicklung, Produktion und Versorgung.  Künstliche Intelligenz unterstützt bei der Entdeckung von Tumoren, digitale Infrastrukturen  ermöglichen sektorenübergreifende Informationsflüsse, und Wearables befähigen Patientinnen und Patienten, ihre Gesundheit aktiver mitzugestalten. Gleichzeitig verschärfen MDR (Medical Device Regulation), IVDR (In Vitro Diagnostic Regulation ) und der EU AI Act die Anforderungen – und setzen Unternehmen unter Zugzwang, sich schneller, strategischer und datenintelligenter aufzustellen. In dieser Dynamik entscheidet sich, wer die Gesundheitsversorgung der Zukunft gestaltet und wer den Anschluss verliert

Schutz von Gesundheitsdaten

Im Zentrum dieser Transformation steht ein Thema, das selten Schlagzeilen macht, aber  über Erfolg oder Scheitern entscheidet: Datenschutz und Informationssicherheit. Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Daten – ihr Schutz ist zur Grundvoraussetzung für jede digitale Innovation geworden. Unternehmen müssen belegen, dass sie Daten verschlüsseln, speichern und kontrollieren können, bevor KI-gestützte Diagnosen, digitale Zwillinge oder cloudbasierte Services überhaupt auf den Markt kommen. Datenschutz ist damit längst mehr als ein Compliance-Thema: Er ist Taktgeber für Vertrauen, Innovationsfähigkeit und Marktzugang. 

Selina Jakumeit, Gründerin von Cyscover, bringt die Ambivalenz der Digitalisierung auf den Punkt: „Digitalisierung ist eine Gratwanderung zwischen Abhängigkeit und Empowerment. Digitalisierung vereinfacht vieles, insbesondere in Bezug auf Kollaboration, Ortsunabhängigkeit und den Zugang zu globalem Wissen. Der schnelle Austausch, die Möglichkeit zur direkten weltweiten Vernetzung sowie die Unterstützung durch KI führen zu enormer Effizienzsteigerung. Gleichzeitig braucht es ein hohes Maß an Eigenverantwortung im  Umgang mit digitalen Tools. Kritisch wird es, wenn Denken und Handeln vollständig delegiert  werden.“ 

Digitales Ökosystem für Digital Health

Auf dieser Basis entsteht ein digitales Gesundheitsökosystem, dessen Fundament eine leistungsfähige digitale Infrastruktur bildet – die unsichtbare Basis des Sektors. Interoperable Schnittstellen, Datenräume, Cloud-Architekturen und gemeinsame Standards verbinden Kliniken, Praxen, Labore, Geräte und Software-Lösungen. Ohne diese Infrastruktur bleiben KI-Modelle blind, Wearables nutzlos und Telemedizin unvollständig. Doch gerade hier zeigt sich der Modernisierungsdruck: „Alte IT-Strukturen, fragmentierte Systeme und fehlende Interoperabilität bremsen den Fortschritt aus“, betont Marina Szabo, Projektleiterin bei Bayern Innovativ im Bereich Gesundheit. Eine robuste Infrastruktur hingegen schafft Transparenz, reduziert Fehler, senkt Kosten und legt die technische Basis für eine europäische Gesundheitsdatenlandschaft.

Erst dadurch wird echte Vernetzung möglich – und damit einer der prägendsten Trends der kommenden Jahre: geräteübergreifende Kommunikation. Wenn Laborgeräte, OP-Roboter, In-vitro-Diagnostiksysteme oder therapeutische Wearables miteinander sprechen, entsteht ein Versorgungsnetz, das Daten lückenlos, schnell und sektorenübergreifend fließen lässt. Isolierte Geräte werden zu vernetzten Begleitern, fragmentierte Informationen zu nutzbaren Entscheidungsgrundlagen. Das steigert Effizienz und klinische Qualität: weniger doppelte Untersuchungen, schnellere Diagnosen, nachvollziehbarere Therapieentscheidungen und kürzere Behandlungspfade.

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