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Die DMEA ist tot – es lebe die Smart Health Europe

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Global vernetzt: Europa allein reicht nicht mehr

Mit der Smart Health Asia in Singapur ergänzt Messe Berlin das europäische Format um eine globale Perspektive. Während Europa über Regeln und Strukturen diskutiert, werden in Asien digitale Gesundheitslösungen oft schneller umgesetzt. Diese Verbindung ist mehr als ein internationales Etikett. Sie signalisiert, dass europäische Digital Health nur dann wettbewerbsfähig bleibt, wenn sie den globalen Innovationskontext ernst nimmt. Und bereit ist, von Vorreitern im Gesundheitsmarkt zu lernen.

Smart Health Europe: Neue Zielgruppen, neue Dynamik

Die DMEA 2025 stand unter dem Motto "Connecting Digital Health".(Bild:  © Messe Berlin GmbH)
Die DMEA 2025 stand unter dem Motto "Connecting Digital Health".
(Bild: © Messe Berlin GmbH)

Die Smart Health Europe richtet sich nicht mehr ausschließlich an klassische Health-IT-Anbieter. Plattformunternehmen, KI-Entwickler, Versicherer, Politik, Forschung und Investoren rücken stärker in den Fokus. Ärzte und Kliniken bleiben zentrale Akteure – aber nicht mehr die einzigen. Diese Öffnung ist womöglich für einige Protagonisten unbequem, aber sie notwendig und überfällig. Digitale Gesundheit entsteht heute an den Schnittstellen zwischen Technologie, Daten und Regulierung.

Offene Fragen gehören zum Neustart der DMEA

Natürlich bleibt offen, ob die Smart Health Europe ihren Anspruch einlösen kann. Wird sie Debattenraum oder Marktplatz? Gelingt die Abgrenzung zu etablierten Formaten? Und folgt die Industrie dem europäischen Anspruch auch mit Substanz? Doch eines ist klar: Ein einfaches „Weiter so“ war keine Option mehr.
Der Neustart ist kein Risiko aus Übermut – er ist die logische Konsequenz aus einer Branche, die sich neu sortieren muss.

offene Fragen zur Smart Health Europe

So überzeugend der Anspruch ist – der Erfolg des Neustarts wird sich an einigen zentralen Punkten entscheiden:

  • Leitkonferenz oder Marktplatz: Wird die Smart Health Europe vor allem politischer Debattenraum oder ein Ort, an dem auch Geschäft, Kooperationen und konkrete Deals entstehen?

  • Europäisch oder national geprägt: Gelingt es, die Veranstaltung wirklich als europäische Plattform zu etablieren – oder bleibt sie am Ende eine deutsche Messe mit EU-Etikett

  • Abgrenzung zu bestehenden Formaten: Wie unterscheidet sich die Smart Health Europe klar von MEDICA, HIMSS Europe oder HLTH – inhaltlich wie strategisch?

  • Industrie mit Substanz: Folgen Tech-Konzerne, Plattformanbieter und Investoren dem Anspruch auch mit relevanten Auftritten – oder bleibt es bei politischen Absichtserklärungen?

Heiner Sieger Digital Business MagazinHeiner Sieger
ist Chefredakteur der Fachpublikationen Digital Business Magazin und e-commerce magazin.

Bildquelle: Heiner Sieger

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