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Wettbewerbsvorteil Anpassbarkeit ERP-System-Anforderungen: Durch KI in Zukunft komplett anders

Verantwortliche:r Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Schneller, höher, weiter – wie im Spitzensport kommt es auch in der IT immer wieder zu bahnbrechenden Leistungssteigerungen. Jüngstes Beispiel ist die generative KI, die Geschäftsmodelle und Prozesse tiefgreifend und nachhaltig verändern wird. Das erfordert von den zugrunde liegenden ERP-Systemen ein völlig neues Niveau an Anpassbarkeit.

Es sind insbesondere die aktu­ellen Innovationen rund um künstliche Intelligenz, welche die Technologiebranche entscheidend verändern. Im Vergleich zu vergangenen Weiterentwicklungen, die Anwendern oft „nur“ effizientere Abläufe oder neue Anwendungsszenarien ermöglichten, verändern Large Language Models (LLMs) die Art und Weise, wie Mensch und Maschine miteinander interagieren. Denn LLMs verfügen über deutlich bessere Fähigkeiten, ganze Kontexte zu verstehen und sich nicht länger nur auf ein Spezialgebiet zu beschränken.

ERP-System-Anforderungen: Etablierte Prozesse im Wandel

Die Integration solcher neuen Technologien hat entsprechend große Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Prozesse im Unternehmensalltag ablaufen. Eine Fertigungsmaschine etwa mag bislang starr und unidirektional an der Ausführung von Aufträgen arbeiten. Dabei verfügt sie über keinerlei „Verständnis“ davon, was genau sie tut oder welche nachfolgenden Prozessschritte damit ermöglich werden. Dies wird sich in naher Zukunft stark verändern. Statt nur Anweisungen auszuführen, werden Maschinen unter Umständen künftig in der Lage sein, verschiedenste Prozessschritte selbst zu übernehmen. In der Folge werden dann etablierte Abläufe – wie etwa die Aufschlüsselung der Stückliste, die Erstellung des Werkstattauftrags oder die Kommissionierung des Materials – unter Umständen nicht mehr genau in derselben Weise ablaufen, wie das bislang der Fall war.

Für die ERP-Welt ergibt sich hieraus ein hoher Anpassungsaufwand. Gemessen an der Taktfrequenz der technologischen Innovationen müssten die im jeweiligen System etablierten Abläufe geradezu ständig angepasst werden – für den Großteil der Unternehmen jedoch ein nicht zu bewältigender finanzieller und zeitlicher Aufwand. Ganz abgesehen davon, dass geplante Modifikationen am ERP-System nicht selten erst nach Monaten produktiv gehen können, wenn Entwicklungs- und Testphasen abgeschlossen sind.

ERP-System-Anforderungen: Anpassbarkeit in Tagen statt Monaten

Ein zentraler Grund, weshalb die Anpassung von ERP-Systemen in der Regel mit höherem Aufwand verbunden ist, liegt in ihrem Datenfokus. Für die Bearbeitung verschiedener Aufgaben stellen sie ihren Benutzern umfassende Datenfelder und Schaltflächen zur Verfügung. Im Umkehrschluss sind die entsprechenden Abläufe jedoch recht starr im ERP-System verankert.Um dem veränderten Anforderungsprofil der heutigen Zeit gerecht zu werden, kann beispielsweise eine dedizierte Prozessebene helfen: Indem diese auf der Datenebene aufsetzt, kann sie erforderlichen Abläufe und Informationen in konkreten Prozess-Flows nutzbar machen – und so für die erforderliche Flexibilität sorgen, um Veränderungen schnell und einfach im ERP-System widerzuspiegeln. 

Denn angepasst werden müssten dann lediglich die auf Prozessebene definierten Logiken, nicht jedoch das darunterliegende ERP-System an sich. Im Idealfall sind Unternehmen sogar selbst in der Lage, die erforderlichen Modifikationen vorzunehmen, unabhängig von der Verfügbarkeit des ERP-Herstellers. Auch eine hohe Schlagzahl an Anpassungen lässt sich auf diese Weise schnell und effizient in der ERP-Welt abbilden. Und genau dies ist die Flexibilität, die Unternehmen benötigen, um im heutigen Wettbewerb verlässlich an der Spitze der technischen Weiterentwicklung zu bleiben – ganz im Sinne des Olympischen Mottos.

erp-system-anforderungenMarkus Haller
ist CEO & CTO von Asseco Solutions.

Bildquelle: Markus Haller

(Bild: freepik)
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