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Generative KI GenAI: Risiken nehmen zu durch Schatten-KI und BYOS

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Der neue Report „State of Intelligent Automation: „GenAI Disillusionment“ beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Unternehmen bei der Einführung generativer KI konfrontiert sind. Demnach müssen viele Unternehmen zusätzliche KI-Tools einsetzen müssen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

(Bild:  © Krot_Studio/stock.adobe.com)
(Bild: © Krot_Studio/stock.adobe.com)

Der neue Report „State of Intelligent Automation: „GenAI Disillusionment“ von Abbyy beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Unternehmen bei der Einführung von GenAI konfrontiert sind. Grundlage ist eine Umfrage, die von Opinium Research durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen zusätzliche KI-Tools einsetzen müssen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. 31 Prozent der Befragten stufen das Training von GenAI-Modellen als schwieriger ein als erwartet. 28 Prozent haben Schwierigkeiten bei der Integration in bestehende Geschäftsprozesse. 26 Prozent berichten über fehlende Governance-Strukturen. Zudem geben 21 Prozent an, dass Mitarbeiter die Tools nicht korrekt einsetzen.

Neue Technologogien unterstützen Einsatz von GenAI-Tools

Viele Unternehmen reagierten auf die genannten Probleme mit anderen KI-Lösungen. 35 Prozent der Befragten setzen auf Process Intelligence. Der gleiche Anteil nutzt Document AI. 25 Prozent haben Retrieval-Augmented Generation (RAG) eingeführt. Diese Technologien tragen dazu bei, dass 98 Prozent der Unternehmen mit ihren GenAI-Tools insgesamt zufrieden sind. 50 Prozent berichten von konsistenteren Ergebnissen. 45 Prozent sehen eine bessere Integration in bestehende Workflows.

43 Prozent nennen genauere und verlässlichere Resultate. Ebenfalls 43 Prozent geben an, dass das Vertrauen der Nutzer gestiegen ist und 42 Prozent berichten von höherer Kosteneffizienz und Einsparungen. 42 Prozent der Unternehmen haben im vergangenen Jahr zwischen 200.000 und 1 Million US-Dollar in KI investiert. 11 Prozent lagen mit ihren Ausgaben zwischen 1 und 2 Millionen US-Dollar.

Vor GenAI-Einführung bestehende Prozesse überprüfen

Maxime Vermeir, Senior Director of AI bei Abbyy, kommentiert: „Unternehmen geben Geld für GenAI-Tools aus, die mehr versprechen, als sie liefern können. In manchen Fällen brauchen sie diese Tools gar nicht. Bevor Unternehmen GenAI-Tools für agentische Automatisierung einsetzen, sollten sie ihre bestehenden Prozesse genau prüfen. Sie müssen zunächst mit Tools wie Process Intelligence eine Übersicht ihrer Workflows schaffen.“

Wie das in der Praxis aussehen kann, erläutert Vermeir an einem Beispiel aus der Fast-Food-Branche: „Wir haben Kunden, wie eine globale Fast-Food-Kette, dabei unterstützt, die Extraktion von Daten aus Tausenden von Mietverträgen um 82 Prozent zu verbessern. Möglich wurde das durch den Einsatz von Document AI zur Optimierung der GenAI-Ausgaben. Wenn das Modelltraining schwieriger ist als erwartet, sind vortrainierte, zweckgebundene KI-Lösungen oft die bessere Wahl“.

Herausforderung durch Schatten-KI und BYOS

20 Prozent der befragten Unternehmen berichten, dass GenAI von Mitarbeitern ausschließlich für ihre persönliche Produktivität eingesetzt wird, ohne dass eine zentrale Steuerung erfolgt. 41 Prozent geben an, dass die Einführung von GenAI durch die bestehende Nutzung im Rahmen von Bring Your Own Software (BYOS) ausgelöst wurde. Mitarbeiter hatten die Tools bereits auf eigene Initiative für ihre Arbeit verwendet. 49 Prozent der Unternehmen geben an, dass Mitarbeitende GenAI nutzen, um professioneller zu wirken. 56 Prozent sehen darin eine Möglichkeit, die Arbeitslast zu verringern und ihre Effizienz zu steigern. Insgesamt ziehen 89 Prozent der Führungskräfte eine positive Bilanz beim Einsatz generativer KI.

Ulf Persson ist CEO von Abbyy.(Bild:  Abbyy)
Ulf Persson ist CEO von Abbyy.
(Bild: Abbyy)

Ulf Persson, CEO von Abbyy, ist überzeugt: „Schatten-KI und BYOS sind das Problem des Jahres. GenAI schafft bemerkenswerte Möglichkeiten, die Arbeitsweise neu zu gestalten, was zu Recht für große Begeisterung sorgt. Allerdings wirft Schatten-KI, bei der Einzelpersonen allgemein verfügbare Tools wie ChatGPT, Grok oder Perplexity ohne Aufsicht am Arbeitsplatz nutzen, potenziell ernsthafte Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Compliance auf. Die unternehmerischen Vorteile des GenAI-Potenzials entfalten sich erst dann, wenn Führungskräfte eine sichere, strategische Einführung vorantreiben und das Risikomanagement priorisieren.“

GenAI schafft bemerkenswerte Möglichkeiten, die Arbeitsweise neu zu gestalten, was zu Recht für große Begeisterung sorgt.

Ulf Persson, Abbyy

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