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Nutzung von künstlicher Intelligenz KI-Tools: Zwei Drittel der Deutschen nutzen diese bereits

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Laut einer neuen Studie von KPMG nutzen 66 Prozent der befragten Deutschen KI-Tools privat, beruflich oder im Studium. Allerdings vertrauen nur 32 Prozent den Ergebnissen der KI. Negative und positive Erfahrungen beim Einsatz von KI halten sich die Waage.

(Bild:  Sutthiphong/AdobeStock)
(Bild: Sutthiphong/AdobeStock)

Bereits 66 Prozent der deutschen Verbraucher nutzen KI-Tools privat, beruflich oder im Studium. Gleichzeitig sind nur 32 Prozent bereit, KI-generierten Informationen zu vertrauen. Mangelndes Wissen und fehlende Regeln verstärken die Skepsis. Deutschland liegt damit deutlich unter dem internationalen Mittelwert. Das zeigt der deutsche Länderbericht der Studie „Trust, attitudes and use of artificial intelligence: A global study 2025“ von KPMG, die von der australischen University of Melbourne in Kooperation mit KPMG International durchgeführt wurde. Befragt wurden weltweit über 48.000 Personen in 47 Ländern, darunter mehr als 1.000 in Deutschland.

KI-Kompetenz: Nachholbedarf bei Schulungen

Trotz zunehmender Nutzung fühlen sich viele nicht ausreichend im Umgang mit der Technologie geschult: Nur 20 Prozent der Deutschen haben bisher eine Schulung oder Weiterbildung zu KI-Tools absolviert – weltweit liegt der Wert mit 39 Prozent fast doppelt so hoch. Weniger als die Hälfte (45 Prozent) fühlt sich in der Lage, KI-Anwendungen angemessen zu bewerten oder richtig einzusetzen. Viele verwenden KI-Tools, ohne die Ergebnisse zu hinterfragen (43 Prozent). Damit landet Deutschland in Sachen KI-Kompetenz („KI-Literacy“) abgeschlagen hinter vielen vergleichbaren Volkswirtschaften auf dem vorletzten Platz der 47 untersuchten Länder.

Deutsche Nutzer sehen Licht und Schatten bei KI-Tools

Befragt nach den Chancen und Risiken der Technologie, zeichnet die Studie ein ambivalentes Bild: Jeweils rund ein Drittel bewertet die Vorteile der Technologie aktuell größer als die Risiken (37 Prozent) beziehungsweise umgekehrt (39 Prozent). 59 Prozent der befragten Nutzer gaben an, bereits positive Erfahrungen beim Einsatz von KI gemacht oder beobachtet zu haben – ein deutlich höherer Wert als in vielen anderen Ländern. Effekte wie eine höhere Effizienz oder eine deutliche Zeitersparnis bei Routineaufgaben stehen ganz oben auf der Agenda. Gleichzeitig berichten 31 Prozent von negativen Folgen. Genannt werden unter anderem Falschinformationen, Kontrollverlust und fehlende menschliche Interaktion.

Fehlende Vorgaben: Unternehmen und Beschäftigte im Blindflug

Auch in der Arbeitswelt ist KI bereits weit verbreitet: 62 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen KI nutzt. 55 Prozent setzen entsprechende Tools selbst ein – allerdings häufig mit unsicherer Rechtslage oder ohne unternehmensinterne Regeln. Weniger als die Hälfte der Unternehmen (46 Prozent) hat bislang Richtlinien zum Einsatz generativer KI erstellt. Gleichzeitig gibt fast die Hälfte der Befragten an, Inhalte aus KI-Systemen als eigene Arbeit auszugeben oder wissentlich gegen interne Vorgaben zu verstoßen. Die entstehenden Risiken reichen von Datenlecks bis zu fehlerhaften Entscheidungen. Diese Entwicklung stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Ohne klare Leitplanken und transparente Kommunikation drohen Reputations- und Haftungsrisiken. Eine gesteuerte Integration von KI fehlt aber vielerorts, nur 46 Prozent verfügen über eine KI-Strategie.

Befragte fordern mehr Regulierung bei KI-Tools

Ein Großteil der Befragten erwartet mehr Antworten von Politik und Unternehmen zu KI-Tools. Drei Viertel der Befragten fordern klare internationale Standards. 71 Prozent wünschen sich eine gemeinsame Regulierung von staatlichen Stellen und der Industrie. Nur rund ein Drittel hält die bisherigen Regeln für ausreichend, um KI sicher und verantwortungsvoll einzusetzen. Fast niemand (91 Prozent) kennt konkrete gesetzliche Vorgaben in Deutschland – ein deutlicher Hinweis auf fehlende öffentliche Information.

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