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KI im Gesundheitswesen GenAI-Strategie: 80 Prozent der Gesundheitsorganisationen setzen darauf

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Ein neuer Report von NTT Data zeigt, dass mehr als 80 Prozent der befragten Gesundheitsorganisationen über eine GenAI-Strategie verfügen. Allerdings erklären nur 40 Prozent, dass diese auch auf ihre Geschäftsstrategie ausgerichtet ist.

(Bild:  © RomixImage/stock.adobe.com)
(Bild: © RomixImage/stock.adobe.com)

GenAI verändert bereits heute das Gesundheitswesen, indem es die Qualität, die Benutzererfahrung und die finanziellen Ergebnisse optimiert. Größere Verbesserungen werden jedoch durch bestehende Herausforderungen in den Bereichen Datensicherheit, Datenschutz, Ethik und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften behindert. Diese Erkenntnisse gehören zu den wichtigsten Ergebnissen des neuen Executive-Insight-Reports „GenAI: The Care Plan for Powering Positive Health Outcomes“ von NTT Data. Die Untersuchung basiert auf den Antworten von 425 Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitswesen in 33 Ländern.

In der Studie geben 94 Prozent der Befragten an, dass GenAI die Forschung und Entwicklung beschleunigt. Damit werden ein schnellerer Zugang zu neuen Behandlungsmethoden, verbesserten Diagnosen und prädiktiven Analysen sowie eine Automatisierung von Aufgaben ermöglicht. 95 Prozent sind der Meinung, dass Cloud-basierte Lösungen die praktischste und kostengünstigste Option für ihre Anforderungen an generative KI sind. 75 Prozent geben zu, dass ihnen die notwendigen Fähigkeiten für einen effektiven Umgang mit GenAI fehlen.

GenAI unterstützt sicheren Ansatz in der Gesundheitsversorgung

Die wichtigsten Ergebnisse des neuen Executive-Insight-Reports von NTT Data. (Bild:  NTT Data)
Die wichtigsten Ergebnisse des neuen Executive-Insight-Reports von NTT Data.
(Bild: NTT Data)

Mit GenAI-Lösungen können Ärzte und Ärztinnen sowie Beschäftigte in der Verwaltung effizienter arbeiten und zugleich einen sicheren, patientenorientierten Ansatz in der Gesundheitsversorgung gewährleisten. So kann die GenAI-Technologie beispielsweise dazu genutzt werden, chronische Krankheiten vorherzusagen und so ein frühzeitiges Eingreifen zu ermöglichen. Das Potenzial der Technologie verdeutlicht auch ein konkretes Beispiel: So nutzen NTT Data und Duke Health generative KI, um ein fortschrittliches interaktives Modell für die häusliche Pflege zu entwickeln, das die Ergebnisse verbessert und gleichzeitig die Arbeitsbelastung und den Stress für ärztliches Fachpersonal, Krankenhäuser sowie Patienten und Patientinnen reduziert.

Die verbesserte Compliance und Prozesskonformität gehören zu weiteren wichtigen Resultaten der aktuellen Investitionen in  generative KI. Dennoch befürchten 91 Prozent der Führungskräfte im Gesundheitswesen Datenschutzverletzungen und den potenziellen Missbrauch geschützter Gesundheitsdaten. Nur 42 Prozent stimmen voll und ganz zu, dass ihre bestehenden Cybersicherheitskontrollen die aktuellen GenAI-Anwendungen wirksam schützen. Allerdings sind 87 Prozent der Befragten der Meinung, dass die bestehenden Vorteile und das langfristige Potenzial von GenAI die Sicherheits- und Rechtsrisiken überwiegen. So planen auch 59 Prozent in den nächsten zwei Jahren erhebliche Investitionen in GenAI.

Herausforderungen bei der Implementierung von GenAI

Zentrale Herausforderungen für eine schnelle und verantwortungsvolle Implementierung von generativer KI  im Gesundheitswesen sind veraltete technologische Infrastrukturen und die Datenverfügbarkeit. So meinen 91 Prozent, dass die genutzten Infrastrukturen ihre Fähigkeit zum Einsatz der Technologie erheblich beeinträchtigen. Nur 44 Prozent sind der Auffassung, dass sie ausreichend in Datenspeicher- und -verarbeitungskapazitäten für GenAI-Workloads investiert haben.

„Die europäischen Zahlen unserer Untersuchung decken sich weitgehend mit den globalen Ergebnissen. Interessant ist allerdings, dass in Europa nur 31 Prozent – gegenüber 44 Prozent weltweit – voll und ganz zustimmen, dass sie ausreichend in die Datenspeicherung und -verarbeitung im Zusammenhang mit GenAI-Workloads investiert haben. Veraltete Technologieinfrastrukturen und die unzureichende Datenverfügbarkeit stellen aber ein zentrales Hindernis für die schnelle und erfolgreiche Implementierung von generativer KI in Gesundheitseinrichtungen dar. Hier besteht folglich noch ein erheblicher Handlungsbedarf“, erklärt Karsten Hauffe, Head of Industry Public & Energy bei NTT Data DACH.

Zur Methodik der Untersuchung

Für den Report „GenAI: The Care Plan for Powering Positive Health Outcomes“ von NTT Data wurden 425 leitende Mitarbeiter befragt. 81 Prozent der Befragten gehören großen Unternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten an. 70 Prozent von ihnen gehören dem C-Level an, 28 Prozent sind Vizepräsidenten, Abteilungsleiter oder Direktoren und drei Prozent sind leitende Manager oder Spezialisten. 28 Prozent sind in IT-spezifischen Rollen tätig. 
NTT Data ist Anbieter von digitalen Business- und Technologie. Zu den Services gehören Business- und Technologie-Beratung, Data Analytics und künstliche Intelligenz, Branchenlösungen sowie Entwicklung, Implementierung und Management von Anwendungen, Infrastruktur und Konnektivität.

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