Wie die neue Studie „State of Storage 2024“ von DataCore Software zeigt, befürchten 80 Prozent der Datenexperten die Überlastung ihrer IT-Infrastruktur durch KI. Die diesjährige Umfrage zur Speichernutzung deckt Bedenken über KI-Nutzung und Lücken in der Infrastruktur auf.
(Bild: StarStockArt/Adobe Stock)
DataCore Software, spezialisiert auf Dateninfrastruktur und Datenmanagement, hat jetzt die Ergebnisse der seit 2011 jährlich durchgeführten Umfrage „State of Storage 2024“ veröffentlicht. Diese wurde von dem unabhängigen Forschungsunternehmen DirectResearch weltweit unter Datenexperten durchgeführt. Der Fokus der Umfrage lag auf den aktuellen Trends der Datenspeicherung, dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und die Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur.
Lücken bei der Datenspeicherkapazität
64 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gab an, dass sie die Daten ihres Unternehmens lieber zentral in lokalen Rechenzentren und/oder dezentral in verteilten Einrichtungen speichern möchten. Viele Befragte gaben an, dass ihrer aktuellen Speicherinfrastruktur entscheidende Funktionen fehlen. Die größten Lücken liegen in den Bereichen Manipulationssicherheit der Daten (29 Prozent), ausreichende Speicherleistung (27 Prozent) und hohe Verfügbarkeit (23 Prozent).
Die Befragten gaben außerdem an, dass die Vereinfachung der Speicherverwaltung die am meisten gewünschte Verbesserung sei (44 Prozent nannten eine vereinfachte Verwaltung für verschiedene Speichertypen). Gleichzeitig soll aber eine Bindung an einen einzigen Anbieter vermieden werden, um die Kosten im Rahmen zu halten. 33 Prozent wünschten sich die Möglichkeit, die Speicherkosten durch einen flexiblen Wechsel des Hardwareanbieters bei Bedarf zu senken.
Auswirkungen des KI-Einsatzes auf die IT-Infrastruktur
KI wird derzeit von 45 Prozent der befragten deutschen Unternehmen eingesetzt und liegt damit unter dem Duschschnitt der weltweit Befragten (57 Prozent). In den USA ist die Quote der KI-Nutzung mit 69 Prozent am höchsten. Die wichtigsten Abteilungen, die KI einsetzen, sind IT (55 Prozent), Marketing (38 Prozent) und Kundenservice (26 Prozent). In der Logistik setzen immerhin schon 24 Prozent der befragten Unternehmen KI ein.
Allerdings gaben nur 20 Prozent der Befragten an, dass sie „äußerst zuversichtlich“ sind, dass ihr derzeitiges Datenmanagement und ihre Datenspeicherung die KI-Arbeitslasten bewältigen können, während die restlichen 80 Prozent ihr Vertrauen auf einer Skala zwischen „mäßig zuversichtlich“ und „überhaupt nicht zuversichtlich“ einstuften. 80 Prozent erwarten Herausforderungen für ihre Speicherinfrastruktur bei der Unterstützung aktueller und zukünftiger KI-Arbeitslasten. Ganz oben auf der Liste der Bedenken in Bezug auf KI-Daten stehen Datensicherheit (55 Prozent), Datenschutz (50 Prozent) sowie Compliance (25 Prozent).
KI-Funktionen für das Datenspeicherungsmanagement
Außerdem wurde die Absicht abgefragt, KI direkt in seiner Speicherinfrastruktur einzusetzen (aktuell und zukünftig). 66 Prozent der Befragten gaben an, dass KI eine wichtigere Rolle bei der Gestaltung der Speichereffizienz und -leistung spielen soll. Es wurden mehrere Gründe für die Implementierung von KI-Funktionen in der Datenspeicherung genannt. Die meisten nannten intelligente Speicheroperationen (49 Prozent), die Automatisierung sich wiederholender Speicheraufgaben (36 Prozent), Kosteneinsparung (38 Prozent) und eine bessere Überwachung der Speicherumgebung (39 Prozent). Es wird erwartet, dass KI in der Speicherung komplexe Abläufe rationalisiert, die Ressourcennutzung optimiert und es Unternehmen ermöglicht, Leistungsanforderungen mit größerer Agilität und Präzision zu bewältigen.
Anforderungen durch IT-Infrastruktur und Datenspeicher
Abhi Dey ist Chief Product Officer bei DataCore Software.
(Bild: DataCore Software)
Abhi Dey, Chief Product Officer bei DataCore Software, erläutert: „Die Ergebnisse dieses Jahres verdeutlichen den wachsenden Druck auf Unternehmen, ihre Speicher-Infrastrukturen zu modernisieren, um auf die rasanten Fortschritte im Bereich der KI und die immer komplexeren Anforderungen an das Datenmanagement zu reagieren. Es besteht eine erhebliche Lücke zwischen den aktuellen Speicherkapazitäten und dem, was erforderlich ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben. DataCore hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Lücke mit anpassungsfähigen, KI-fähigen Speicherlösungen zu schließen, die in den heutigen IT-Umgebungen erforderliche Leistung und Sicherheit bieten. So können Unternehmen Daten als strategisches Kapital nutzen und angesichts der steigenden digitalen Anforderungen ihre Widerstandsfähigkeit und Agilität bewahren.“
Stand: 16.12.2025
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Zur Methodik der Umfrage: Die „2024 State of Storage Survey“ wurde im Spätsommer 2024 von dem unabhängigen Forschungsunternehmen DirectResearch im Auftrag von DataCore Software durchgeführt. An der Umfrage nahmen 543 Datenexperten aus verschiedenen Branchen unter anderem aus den USA sowie aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland (128 Teilnehmer), Australien und den Niederlanden teil, wodurch eine Momentaufnahme des aktuellen Stands der Speicherinfrastruktur, KI und Cybersicherheit erstellt werden konnte.