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Digitale Souveränität KI-Cloud: Deutsche Telekom und Nvidia starten Industrial AI Cloud

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 8 min Lesedauer

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Die Deutsche Telekom und Nvidia haben jetzt die weltweit erste industrielle KI-Cloud aufgebaut – eine Partnerschaft im Wert von einer Milliarde Euro. Die Industrial AI Cloud soll ab dem ersten Quartal 2026 bereitstehen und legt den Grundstein für die europäische KI-Revolution.

(Bild:  Deutsche Telekom AG)
(Bild: Deutsche Telekom AG)

Durch die Kooperation von Deutsche Telekom und Nvidia erhöht sich die Rechenleistung für künstliche Intelligenz um 50 Prozent in Deutschland. Beide Unternehmen haben am 4. November 2025 in Berlin im Beisein hochrangiger Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den ersten großen Meilenstein für die weltweit erste industrielle KI-Cloud, eine der größten KI-Infrastrukturen Europas, gefeiert. Zugleich wurden die ersten Kunden und Nutzer dieser neuen KI-Fabrik bekanntgegeben.

KI-Cloud garantiert höchste Standards bei Datenschutz und Sicherheit

Bei der Vorstellung der Industrial AI Cloud (v.l.n.r.): Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Jensen Huang (CEO von Nvidia), Tim Höttges (CEO der Deutschen Telekom Ag) und Dr. Karsten Wildberger (Bundesmister für Digitales und Staatsmodernisierung).(Bild:  Deutsche Telekom AG)
Bei der Vorstellung der Industrial AI Cloud (v.l.n.r.): Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Jensen Huang (CEO von Nvidia), Tim Höttges (CEO der Deutschen Telekom Ag) und Dr. Karsten Wildberger (Bundesmister für Digitales und Staatsmodernisierung).
(Bild: Deutsche Telekom AG)

Mit der neuen KI-Cloud schaffen SAP und die Deutsche Telekom gemeinsam eine sichere und leistungsfähige digitale Infrastruktur für öffentliche Einrichtungen und innere Sicherheit. Die Telekom stellt die physische Infrastruktur bereit, SAP liefert die SAP Business Technology Platform und Anwendungen – inklusive moderner KI-Technologien. Künftig werden alle digitalen Lösungen für diese Zielgruppen auf dem gemeinsamen „Deutschland-Stack“ entwickelt. Damit garantieren beide Unternehmen höchste Standards bei Datenschutz, Sicherheit und Verlässlichkeit. Diese Partnerschaft steht für digitale Souveränität „Made in Germany“. Darüber hinaus bildet sich mit Siemens, Agile Robots, Wandelbots, Quantum Systems, PhysicsX und Perplexity ein breiteres Ökosystem aus mehreren Unternehmen. Insgesamt sind bereits rund zehn Unternehmen Teil dieses neuen souveränen KI-Ökosystems.

Entwicklung von KI für zahlreiche Fertigungsanwendungen

Diese neue, hochmoderne KI-Cloud-Infrastruktur wird im ersten Quartal 2026 in Betrieb genommen. Es wird großen Organisationen, Mittelstand und Start-ups in Deutschland und Europa ermöglichen, KI für jede Fertigungsanwendung von der Konstruktion bis zur Robotik über eine sichere und souveräne IT-Infrastruktur zu entwickeln, zu trainieren und einzusetzen. Aktuell werden mehr als tausend Nvidia DGX B200-Systeme und Nvidia RTX Pro-Server – mit bis zu 10.000 Blackwell-GPUs von Nvidia – mit beschleunigten Workloads mit Cuda-X, Omniverse und AI Enterprise Software von Nvidia in einem Rechenzentrum in München installiert, das komplett saniert wurde. Mit dieser Rechenleistung wird Deutschland zu einem der führenden souveränen KI-Hotspot Europas – aufgebaut als rein privatwirtschaftliche Initiative.

KI-Cloud: eines der Leuchtturm-Projekte von Made 4 Germany

Fünf wichtige Faktoren zur KI-Cloud-Fabrik.(Bild:  Deutsche Telekom AG)
Fünf wichtige Faktoren zur KI-Cloud-Fabrik.
(Bild: Deutsche Telekom AG)

Die Industrial AI Cloud ist eines der ersten Leuchtturm-Projekte von „Made 4 Germany“, einer Initiative mit mehr als 100 Unternehmen. Ziel der Initiative ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung zu beschleunigen. 
Zu den Rednern bei dem Start der neuen „Industrial AI Cloud“ gehörten unter anderem Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung; Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt; Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG; Jensen Huang, CEO von Nvidia; Christian Klein, CEO von SAP; Aravind Srinivas, CEO von Perplexity; Zhaopeng Chen, CEO von Agile Robots und Jacomo Corbo, CEO von PhysicsX. Hier einige Stimmen zur Vorstellung der KI-Cloud:

Timotheus Höttges, CEO Deutsche Telekom (links) und Jensen Huang, CEO Nvidia präsentieren ein GPU-Modell für die Industrial AI Cloud.(Bild:  Deutsche Telekom)
Timotheus Höttges, CEO Deutsche Telekom (links) und Jensen Huang, CEO Nvidia präsentieren ein GPU-Modell für die Industrial AI Cloud.
(Bild: Deutsche Telekom)

Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom AG: „Maschinenbau und Industrie haben dieses Land stark gemacht. Aber auch hier werden wir herausgefordert. KI ist eine riesige Chance. Sie wird helfen, unsere Produkte zu verbessern und unsere europäischen Stärken zu stärken. In nur sechs Monaten formen wir aus einer Idee reale KI-Cloud-Rechenpower, Made for Germany.“

Jensen Huang, Gründer und CEO von Nvidia: „Deutschlands Stärke im Ingenieurwesen und in der Industrie ist legendär und wird jetzt durch KI noch weiter ausgebaut. Mit der weltweit ersten Industrial AI Cloud und einer der größten Bereitstellung von GPUs in Deutschlands bringen wir unsere KI und Robotik hierher, um eine neue Ära der industriellen Transformation einzuläuten.“

Dr. Karsten Wildberger ist Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.(Bild:  Deutsche Telekom AG)
Dr. Karsten Wildberger ist Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.
(Bild: Deutsche Telekom AG)

Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung: „Wir begrüßen die Investitionen der Telekom und Nvidia ausdrücklich – starke Partnerschaften zwischen deutschen Unternehmen und internationalen Technologieführern sind entscheidend, um Deutschland zu einem führenden KI-Land zu machen. Der Aufbau eigener Kompetenzen gelingt nur im offenen Austausch, in Partnerschaften auf Augenhöhe und nicht indem wir uns abschotten. Kooperationen wie diese zeigen: Deutschland ist attraktiver Standort für digitale Investitionen aus dem In- und Ausland. Unser Ziel ist es, diese Attraktivität weiter zu steigern – unter anderem mit besseren Bedingungen für den Bau und Betrieb von Rechenzentren. Einen Entwurf einer Rechenzentrumsstrategie mit ersten Sofortmaßnahmen wollen wir bis Jahresende vorlegen. Auf dem Weg zur souveränen KI-Industrie braucht es genau diesen Geist, den wir heute sehen: Offenheit, Kooperation und den gemeinsamen Willen, neue Maßstäbe zu setzen.“

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Dorothee Bär ist Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.(Bild:  Deutsche Telekom AG)
Dorothee Bär ist Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
(Bild: Deutsche Telekom AG)

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt: „Die Hightech Agenda Deutschland der Bundesregierung steht für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Souveränität – durch Forschung und Technologie. Künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien ist dabei für unser Land von zentraler Bedeutung. Umso mehr freut mich die privatwirtschaftliche Initiative von Telekom und NVIDIA. Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung ist da und durch den Einsatz von KI in Industrie und Start-ups können wir unsere Wirtschaftsleistung und Wettbewerbsfähigkeit spürbar erhöhen Das zeigt: Deutschland kann KI. Genau das ist der Spirit der Hightech Agenda Deutschland, mit dem wir Deutschland wieder zum Top-Technologieland machen.“

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