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Employee Experience Arbeitsproduktivität – durch Fusion von HR und IT verbessern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Eine neue Studie von Nexthink zeigt: IT-Führungskräfte sehen in einer engeren Zusammenarbeit zwischen HR und IT eine Chance, die Arbeitsproduktivität und das Engagement zu steigern und den Fachkräftemangel zu überwinden.

(Bild:  © Exnoi/stock.adobe.com)
(Bild: © Exnoi/stock.adobe.com)

Die neue Studie „The Experience Silo: The Future of HR and IT“ von Nexthink, Anbieter von Lösungen für Digital Employee Experience Management, zeigt: 92 Prozent der befragten deutschen IT-Führungskräfte glauben, dass eine engere Verzahnung von HR und IT die sinkende Arbeitsproduktivität auffangen kann. Denn viele Beschäftigte fühlen sich durch die wachsende Komplexität digitaler Arbeitsumgebungen zunehmend überfordert. Für die Studie wurden rund 1.100 IT-Führungskräfte befragt, davon 200 in Deutschland.

58 Prozent gehen von einem vollständigen Zusammenschluss von HR und IT in den kommenden fünf Jahren aus. Weitere 39 Prozent halten eine vollständige Fusion zwar für unwahrscheinlich, rechnen aber mit einer deutlich engeren Zusammenarbeit – mit dem Ziel, die digitale Transformation zu beschleunigen und die Employee Experience nachhaltig zu verbessern.

Steigende Arbeitsproduktivität durch Kooperation von HR und IT

Von einer Annäherung von HR und IT versprechen sich die Befragten folgende Vorteile:

  • Größere Offenheit für Veränderungen in Umbruchzeiten (60 Prozent) 
  • Stärkere kulturelle Annäherung zwischen Technologie- und HR-bezogenen Prozessen (51 Prozent)
  • Erhöhung der digitalen Akzeptanz (42 Prozent) 
  • Verbesserung des Ansehens der Personal- und IT-Abteilung in der gesamten Organisation (39 Prozent)

Diese Ergebnisse sind vor dem Hintergrund gravierender Herausforderungen zu sehen: In Deutschland kämpfen Unternehmen mit stagnierender Arbeitsproduktivität und mit sinkendem Engagement – was die deutsche Wirtschaft 2023 jährlich rund 113 bis 135 Milliarden Euro kostet. Die Situation wird sich auch auf Sicht nicht entspannen, denn viele Arbeitnehmer haben Schwierigkeiten, sich an die zunehmende Komplexität ihres Arbeitsumfeldes anzupassen: Mitarbeiter müssen heute im Durchschnitt elf verschiedene Anwendungen nutzen – fast doppelt so viele wie noch 2019. IT-Manager erwarten, dass diese Zahl in den nächsten drei Jahren um weitere 43 Prozent steigt.

Vedant Sampath ist CTO von Nexthink.(Bild:  Nexthink)
Vedant Sampath ist CTO von Nexthink.
(Bild: Nexthink)

Vedant Sampath, CTO von Nexthink, kommentiert: „Nahezu jedes Unternehmen steht vor der Herausforderung, dass das Engagement sinkt und die Arbeitsproduktivität stagniert – mal mehr, mal weniger stark. Vor diesem Hintergrund denken Unternehmen über radikale Veränderungen nach. Es geht nicht nur darum, den technischen Support zu beschleunigen oder das Onboarding zu verbessern, sondern darum, die Arbeitswelt grundlegend neu zu denken – damit Mitarbeitende ihr Potenzial voll entfalten können.“

Fast jedes Unternehmen steht vor der Herausforderung, dass das Engagement sinkt und 
die Arbeitsproduktivität stagniert – 
mal mehr, mal weniger stark.

Vedant Sampath, Nexthink

Zusammenschluss mit Hürden, aber auch Chancen

Eine Zusammenlegung von HR und IT ist komplex – das sehen auch die Befragten so. Als größte Stolpersteine gelten unterschiedliche Prioritäten zwischen den Abteilungen (59 Prozent), unklare Zuständigkeiten für neue und bestehende Aufgaben (58 Prozent), Widerstand gegen den Wandel innerhalb der Organisation (50 Prozent) sowie einen Mangel an gemeinsamen Tools und Datensystemen (48 Prozent). Dennoch halten 54 Prozent der IT-Führungskräfte ihr Unternehmen für „sehr bereit“, diesen Wandel anzugehen, um die digitale Transformation zu stärken.

Interessanterweise sprechen sich 56 Prozent der Befragten dafür aus, dass eine mögliche neue, gemeinsame Abteilung nicht von einem CIO oder HR-Chef, sondern von einer neuen Rolle – dem Chief Experience Officer (CXO) – geführt werden sollte. Denn der Verantwortungsbereich einer solchen Abteilung wäre deutlich breiter als der klassischer HR- oder IT-Teams. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Zuständigkeit für die Arbeitsplatztechnologien und Kollaborationstools – inklusive Automatisierung und KI (72 Prozent)
  • Digitale Schulungsangebote für Mitarbeitende (62 Prozent) 
  • Die kontinuierliche Messung und Verbesserung der digitalen Employee Experience (61 Prozent)
  • Das digitale Erlebnismanagement für Mitarbeitende (57 Prozent)

Arbeitsproduktivität erfordert passendes Umfeld

„In Zukunft wird die Erfahrung der Mitarbeitenden genauso wichtig sein wie die der Kunden. Unabhängig davon, ob HR und IT tatsächlich fusionieren oder nicht – Unternehmen müssen in ein Arbeitsumfeld investieren, das produktives Arbeiten überhaupt erst möglich macht. Niemand kann produktiv sein, wenn er oder sie ständig mit Verzögerungen, schlecht funktionierenden Tools oder mit unzusammenhängenden Prozessen umgehen muss. Wer auf lange Sicht erfolgreich sein will, muss Technologie und Menschen besser zusammenbringen. Nur so lassen sich Top-Talente gewinnen, Reibungsverluste abbauen und leistungsfähige, anpassungsfähige Teams aufbauen“, so Sampath weiter.

Nexthink ist Anbieter im Bereich Digital Employee Experience Management. Das Unternehmen bietet IT-Verantwortlichen bisher unerreichte Einblicke, um Probleme in Anwendungen und Netzwerken proaktiv zu erkennen und zu beheben - noch bevor Mitarbeitende eine Störung wahrnehmen.

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