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KI-Strategie Generative KI: Jedes zweite Unternehmen will mehr investieren

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Laut einer neuen Studie von KPMG wollen 53 Prozent der befragten Unternehmen ihre Investitionen in Generative KI in den nächsten zwölf Monaten erhöhen. 37 Prozent erwarten aber auch negative Effekte, wie Arbeitsplatzabbau, Datenschutzprobleme oder die fehlende Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

(Bild:   itchaznong/Adobe Stock)
(Bild: itchaznong/Adobe Stock)

Jeweils 67 Prozent der befragten Unternehmen erwarten durch generative KI eine Steigerung von Umsatz und Automatisierung. Wie die neue Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft“ von KPMG außerdem zeigt, rechnen 65 Prozent der Unternehmen mit sinkenden Kosten und 55 Prozent erhoffen sich mehr Produktivität. 37 Prozent fürchten negative Effekte, zu den wichtigsten drei gehören Arbeitsplatzabbau, Datenschutzprobleme und fehlende Akzeptanz bei den Mitarbeitern. 

Nur knapp jedes dritte Unternehmen hat eine Strategie im Einsatz. Acht Prozent haben vollständiges Governance Modell und 63 Prozent sehen sich nicht gut auf den AI Act der EU vorbereitet; nur 38 Prozent der Befragten sehen ihr Unternehmen gut oder sehr gut darauf vorbereitet, Mitarbeitende im Umgang mit Generativer KI zu schulen

GenKI mit zunehmender Relevanz für Unternehmen

53 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionstätigkeiten in generative KI deutlich ausbauen. Mehr als jedes zweite dieser Unternehmen will die Investitionen sogar um 40 Prozent oder mehr steigern. Wenngleich das Thema Generative KI strategischer angegangen und erste Anwendungsfälle implementiert werden, besteht Verbesserungspotenzial: 31 Prozent der befragten Unternehmen haben eine Strategie aufgesetzt, 49 Prozent planen eine solche Strategie oder haben mit der Umsetzung gestartet. In mehr als jedem dritten Unternehmen sind bereits konkrete Anwendungsfälle im Einsatz, wiederum 35 Prozent wollen Use Cases in den nächsten 12 Monaten umsetzen.

Generative KI
Benedikt Höck ist Partner bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
(Bild: KPMG AG)

Für die Studie „Generative KI in der deutschen Wirtschaft“ befragte KPMG in Deutschland im März 2024 über 280 Entscheider aus der deutschen Wirtschaft. „Die Phase des Experimentierens mit Generativer KI weicht langsam einer Phase der Implementierung. Die Unternehmen gehen das Thema Generative KI strategischer an und setzen die Technologie im Alltag ein. Doch es bleibt Luft nach oben“, erklärt Benedikt Höck, Partner bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Zu den Top drei der gängigsten KI-Modelle, die derzeit im Einsatz sind, gehören Google Gemini (34 Prozent), GPT 3.5 / 4.0 (34 Prozent) sowie der deutsche Player am Markt Aleph Alpha (13 Prozent). 36 Prozent der Unternehmen haben noch kein Modell im Einsatz.

Generative KI: Unternehmen erwarten auch negative Effekte

Insgesamt erwarten die Unternehmen eine Vielzahl positiver Effekte durch den Einsatz von generativer KI. Die Befragten rechnen vor allem mit Umsatzsteigerung (67 Prozent), einem höheren Automatisierungsgrad (67 Prozent) und sinkenden Kosten durch mehr Effizienz (65 Prozent). Demgegenüber sehen die Umfrageteilnehmer auch negative Effekte. Jeweils 37 Prozent von ihnen nennen Arbeitsplatzabbau sowie fehlende Akzeptanz der Mitarbeitenden und Probleme beim Datenschutz.

Herausforderungen sehen die Unternehmen zudem bei der Schulung von Mitarbeitenden sowie im Bereich Governance und Regulatorik. Obwohl 55 Prozent der Befragten „stark oder sehr stark“ davon ausgehen, dass die Mitarbeitenden ihre Arbeitsweise für die effektive Nutzung von Generativer KI anpassen müssen, sehen sich nur 38 Prozent von ihnen „gut oder sehr gut darauf“ vorbereitet, ihre Belegschaft im Umgang mit Generativer KI zu trainieren. Nur 8 Prozent der Unternehmen verfügen über ein vollständiges Governance Modell inklusive Committee zur Steuerung von KI. 63 Prozent der Unternehmen sehen sich zudem nicht gut auf die Auswirkungen des Artificial Intelligence Act der Europäischen Union vorbereitet.

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