Hybride Arbeit verspricht Flexibilität, doch langes Sitzen und mentale Belastung gefährden die Gesundheit. Warum klassische Angebote Beschäftigte oft verfehlen – und Gesundheitsmanagement zum Erfolgsfaktor wird.
Das Problem: Hybride Arbeit macht den Alltag flexibler, aber oft auch bewegungsärmer und belastender. Klassische Gesundheitsangebote erreichen viele Beschäftigte nicht mehr.
Die Kosten: Gesundheitliche Probleme mindern Leistung und belasten Unternehmen. Wenn Beschäftigte ausfallen oder dauerhaft an Energie verlieren, gehen auch Wissen, Tempo und Verlässlichkeit verloren.
Der Hebel: Digitales, dezentrales Gesundheitsmanagement bringt Bewegung, Prävention und Regeneration in den Arbeitsalltag – unabhängig von Standort und Arbeitsmodell.
Das Risiko: Wer Gesundheit bei der digitalen Transformation ausblendet, gefährdet langfristig Produktivität und Innovationskraft. Denn gesunde Menschen sind die Grundlage zukunftsfähiger Arbeit.
Zwischen Bildschirm und Belastungsgrenze: Der blinde Fleck der Transformation
Wir messen einen modernen Arbeitsplatz heute oft an Technologie – an Cloud-Infrastrukturen und Kollaborations-Tools. Doch je selbstverständlicher hybride Arbeit wird, desto deutlicher zeigt sich ein blinder Fleck. Je flexibler Unternehmen Arbeit organisieren, desto wichtiger wird es, die Gesundheit der Menschen in dieser neuen Realität mitzudenken. Denn die wichtigste Ressource einer Organisation sind nicht Tools, Plattformen oder Prozesse, sondern die Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter. Wird diese Ressource dauerhaft belastet, ist Gesundheit kein privates Randthema mehr, sondern eine betriebswirtschaftliche Frage.
Die digitale Arbeitswelt hat in den vergangenen Jahren viele Freiheiten geschaffen. Der feste Schreibtisch ist nicht mehr zwingend, Arbeitszeiten und Arbeitsorte werden flexibler, Teams arbeiten über Standorte hinweg zusammen. Gleichzeitig bindet dieselbe Entwicklung viele Tätigkeiten stärker an den Bildschirm. Der Weg zum Besprechungsraum entfällt, Abstimmungen laufen per Chat, Pausen verschwimmen zwischen Videoterminen. Was effizient wirkt, führt langfristig zu einem Muster aus langem Sitzen, wenig Bewegung und mentaler Dauerbelastung. Laut unserer Egym-Wellpass-Studie „The Future Fit Employer“ verbringen 57 Prozent der Beschäftigten ihren Arbeitsalltag primär sitzend vor dem Bildschirm. Die Folge: Die Hälfte (50 Prozent) verzeichnet bereits Leistungseinbußen durch gesundheitliche Probleme.
Diese Entwicklung trifft hochdigitalisierte Branchen bereits mit voller Wucht. Aktuelle Befragungen unter deutschen IT-Beschäftigten zeigen: Viele Arbeitnehmer fühlen sich körperlich und mental weniger fit als noch vor wenigen Jahren. Präventionsmaßnahmen und körperliche Aktivität bekommen hier eine entscheidende Rolle. Sie verbessern die individuelle Gesundheit und haben erhebliche wirtschaftliche Effekte, die auch für Arbeitgeber relevant sind. Das zeigen auch internationale Daten, die das World Economic Forum erhoben hat. Die Botschaft hinter den Studien: Gesundheit wird zu einem Faktor für Produktivität, Belastbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Dabei stehen viele Unternehmen ohnehin unter Druck. Fachkräfte sind knapp, Teams arbeiten an der Belastungsgrenze, Veränderungsprojekte laufen parallel zum Tagesgeschäft. Wenn Mitarbeiter ausfallen oder dauerhaft an Energie verlieren, entstehen nicht nur Kosten. Es gehen Wissen, Tempo und Verlässlichkeit verloren.
Gesundheit wird vom weichen Benefit zur steuerbaren Managementaufgabe. Ob Digital-Health-Angebote angenommen werden und wo weiterer Bedarf entsteht, zeigt sich klar dann, wenn Unternehmen ihre Nutzung und Reichweite anonymisiert auswerten können. Zum strategischen Hebel wird das im Zusammenspiel mit Kennzahlen wie Fehlzeiten, Zufriedenheit oder Bindung.
Johannes Füß, Senior Vice President bei Egym Wellpass
Obstkorb war gestern: Warum analoge Angebote ins Leere laufen
Für Arbeitgeber verschiebt sich damit die Perspektive, denn Betriebliche Gesundheitsförderung wurde lange als Zusatzleistung verstanden. Maßnahmen wie Fitnesszuschuss, Gesundheitstage, Obstkorb oder Angebote am Hauptstandort können sinnvoll sein. Aber sie stammen aber aus einer Arbeitswelt, in der die Belegschaft regelmäßig am selben Ort zusammenkam.
„Klassische“ Angebote verlieren in digitalen Arbeitsrealitäten schnell an Reichweite. Der Entwickler im Homeoffice verlässt zwischen zwei Sprints kaum den Bildschirm. Die Mittagslaufgruppe der Abteilung mit Coach verpasst er. Und auch den Marketing-Spezialisten am kleineren Standort erreichen die Yoga-Angebote am Hauptsitz nicht. So entsteht die Gesundheitslücke hybrider Arbeit. Unternehmen investieren, erreichen aber nicht alle Mitarbeiter gleichermaßen. Das Problem ist nicht fehlender Wille, sondern fehlende Passung. Analoge Angebote für eine flexibel arbeitende Belegschaft greifen einfach zu kurz.
Es gibt eine Vielfalt an Angeboten zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Egym Wellpass ist eines, über das Arbeitgeber ihren Mitarbeitern in Deutschland und Österreich Zugang zu 16.000 Sport-und Wellnessangeboten geben können.
Damit Gesundheitsförderung ebenso flexibel wird, sind Digital-Health-Angebote deshalb kein nettes Extra, sondern Teil der Infrastruktur moderner Arbeit. Bewegung, Prävention, mentale Gesundheit und Regeneration müssen unabhängig von Standort, Arbeitsmodell und Tagesablauf so erreichbar werden wie die digitalen Werkzeuge, mit denen Teams heute arbeiten.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Dann ist nicht mehr entscheidend, ob jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Passende Angebote müssen ohne Hürden in den Alltag passen. Wirksam werden sie, wenn sie ohne langen organisatorischen Vorlauf innerhalb der Arbeitsrealität der Mitarbeiter erreichbar sind. Ein zukunftsfähiges Gesundheitsmanagement berücksichtigt diese Unterschiede, statt eine Maßnahme für alle vorzusehen.