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Mehr Wachstum und Effizienz KI bei der Deutschen Telekom: Milliarden sparen und mit neuen Diensten wachsen

Von Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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KI bei der Deutschen Telekom soll neue Umsätze bringen, Kosten senken und den Service verbessern. Beim Investorentag zeigt der Konzern, wie künstliche Intelligenz Netze, Kundenservice und Unternehmen verändert.

(Bild:  Deutsche Telekom)
(Bild: Deutsche Telekom)

Vom KI-Assistenten im Telefongespräch bis zur intelligenten Steuerung des Mobilfunknetzes: Die Deutsche Telekom will künstliche Intelligenz in vielen Bereichen des Konzerns einsetzen. Beim Investorentag in Bonn stellte das Unternehmen Anwendungen für Privatkunden und Unternehmen sowie für Netzbetrieb und Verwaltung vor. Das Ziel: zusätzliche Einnahmen, niedrigere Kosten und bessere Qualität.

„Entscheidend ist, dass aus Technologie messbarer Nutzen entsteht“, so Telekom-Chef Tim Höttges. KI solle unter anderem die Netze verbessern, den Service persönlicher machen und neue Geschäftsmodelle eröffnen.

Geschäft mit souveräner KI soll wachsen

Eine Chance sieht die Deutsche Telekom im Bedarf europäischer Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen an souveräner KI. Sie wollen KI für sensible Aufgaben nutzen und zugleich die Kontrolle über Daten und Betrieb behalten. Dafür kombiniert der Konzern seine Netze und europäische Infrastruktur mit Technologien von Partnern. Als Grundlage nennt die Telekom ihre Industrial AI Cloud in München, auf der Unternehmen industrielle Simulationen und KI-gestützte Prozesse betreiben können.

Für mittelständische Unternehmen entwickelt die Telekom außerdem eine Plattform, die wiederkehrende Aufgaben etwa im Service oder in der Logistik automatisieren soll. Für 2026 erwartet sie außerhalb der USA rund 250 Millionen Euro KI-bezogenen Umsatz mit Unternehmen. Bis 2030 soll dieser Wert auf rund 800 Millionen Euro steigen.

Automatisierung soll Milliarden einsparen

Künstliche Intelligenz soll auch Kosten senken. Die Telekom nutzt sie nach eigenen Angaben im Netzbetrieb, Kundenservice, in der Software-Entwicklung und bei Verwaltungsaufgaben. Der Chatbot „Frag Magenta“ übernahm im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Millionen Anrufe im Kundenservice. In den USA ging die Zahl der Kundenservice-Anrufe um 55 Prozent zurück. KI-Agenten bearbeiten dort inzwischen 40 Prozent der Kundenkontakte.

Für 2027 erwartet der Konzern außerhalb der USA durch KI und Automatisierung rund 1,1 Milliarden Euro Bruttoeinsparungen gegenüber 2023. Bis 2030 sollen die Einsparungen bei den indirekten Kosten rund 2,5 Milliarden Euro erreichen. Einen Teil der zusätzlichen Einsparungen im Jahr 2027 will die Telekom in die digitale Transformation und den Glasfaserausbau in Deutschland investieren. Für den Zeitraum von 2023 bis 2027 beziffert sie die Einsparungen aus KI und Automatisierung auf 100 bis 150 Millionen Euro.

Damit KI im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann, stellt die Telekom ihren Beschäftigten unter der Initiative „KI für alle“ Werkzeuge wie AskT, ChatGPT Enterprise und Microsoft Copilot zur Verfügung. Mehr als 100.000 Mitarbeiter seien bereits im Umgang mit KI geschult worden. Die Beschäftigten sollen Ziele vorgeben, Ergebnisse prüfen und für Entscheidungen verantwortlich bleiben.

„Wir stehen erst am Anfang“, sagte Höttges. Was in einzelnen Anwendungen funktioniere, wolle die Telekom konzernweit nutzen – um schneller zu wachsen, effizienter zu arbeiten und die Qualität zu steigern.

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