Am 29. Januar 2024 war der diesjährige Datenschutztag. Aus diesem Anlass geben Experten von Veeam Software, einem Anbieter von Datensicherungslösungen, ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage der IT-Sicherheit.
(Quelle: KanawatTH - Adobe Stock)
„Am Datenschutztag sollten wir uns ins Gedächtnis rufen, wie wichtig der Schutz der Daten ist, seien es persönliche oder geschäftliche Informationen. Und wie unverzichtbar es für Unternehmen ist, die notwendigen Schritte zu unternehmen, die ihre Cyber-Resilienz erhöht und die Datensicherheit verbessert. Die meisten von ihnen sind sich dieser Problematik und der sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungslandschaft auch bewusst. Doch sie wissen ebenso um ihre eigenen Schwachstellen, die – wenn sie nicht behoben werden – ein leichtes Einfallstor für Cyberkriminelle sein können, um unbemerkt in das Netzwerk einzudringen. Das kann letztlich zu einem erfolgreichen Ransomware-Angriff und damit zu einer Unterbrechung der Geschäftsprozesse führen.
Drei Viertel der Unternehmen erkennen Datensicherungslücke
Laut des „Data Protection Trends Report 2024“ von Veeam Software erkennen 76 Prozent der Unternehmen eine „Datensicherungslücke“ zwischen der Menge an Daten, deren Verlust sie sich „erlauben“ können, und der derzeitigen Qualität ihrer Datensicherung. Dies macht fast drei Viertel der Unternehmen anfällig für Cyberangriffe wie Ransomware oder sogar für interne Fehler wie versehentliche Datenlöschung. Die Zahl ist zwar im Vergleich zum letzten Jahr leicht gesunken (damals waren es 79 Prozent). Aber es muss gewiss mehr getan werden.
Datenschutztag: Erhöhung der Budgets für die Datensicherung
Zum Glück arbeiten die Unternehmen daran, diese Lücke zu schließen. Demselben Bericht zufolge beabsichtigen 92 Prozent der Unternehmen, ihr Budget für die Datensicherung 2024 zu erhöhen. Dies wird im Durchschnitt sechs Prozent mehr als im letzten Jahr sein. Zu Recht, denn das Budget für Sicherungstools und Backup-Lösungen wird von entscheidender Bedeutung sein. Doch Unternehmen müssen dabei auch ihre Anforderungen an diese Produkte ermitteln, um eine Datensicherungs- und Ransomware-Wiederherstellungsstrategie zu implementieren, die bewährte Verfahren und Prozesse umfasst, wie das regelmäßige Patchen der Systeme und einen Notfallplan für den akuten Krisenfall. Der Datenschutztag 2024 erinnert uns einmal mehr daran, das Bewusstsein und Verständnis für die Grundsätze der Datensicherheit im gesamten Unternehmen zu stärken, denn diese liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen im Unternehmen.“
Matthias Frühauf, Regional Vice President DACH bei Veeam Software
Matthias Frühauf ist Regional Vice President DACH bei Veeam Software.
(Veeam Software)
Datenschutztag: Datenwiederherstellung steht im Mittelpunkt
„Cyberbedrohungen wie Ransomware spielen eine entscheidende Rolle für die Fähigkeit von Unternehmen, ihre Daten zu schützen. Ruft man sich in Erinnerung, wie offenkundig Cyberangriffe mittlerweile unter dem Auge der Öffentlichkeit geschehen und betrachtet gleichzeitig die Forderungen der Verbraucher nach mehr Transparenz bei den Sicherheitsmaßnahmen von Unternehmen, dann stellt man fest: Das Bewusstsein für Ransomware ist im Jahr 2024 allgemein gestiegen. Neue Studien belegen zudem, dass Ransomware weiterhin ein wann- und kein falls-Szenario ist. 76 Prozent der Unternehmen wurden im vergangenen Jahr mindestens einmal angegriffen, 26 Prozent sogar mindestens viermal im gleichen Zeitraum. Die Datenwiederherstellung sollte am Datenschutztag 2024 im Mittelpunkt stehen. Denn nur 13 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie ihre Daten im Falle einer Katastrophe erfolgreich wiederherstellen können. Im Jahr 2024 wird dem Thema Cyberprävention wohl mehr Aufmerksamkeit denn je zufallen.“
Dave Russell, VP Enterprise Strategy bei Veeam Software
Dave Russell ist VP Enterprise Strategy bei Veeam Software.
(Veeam Software)
Cyberangriffe führen zu Geschäftsausfällen
„Der Datenschutztag erinnert Unternehmen jährlich daran, ihre Datenbestände angesichts zunehmender Cyberkriminalität zu schützen. Kein Unternehmen möchte als jüngstes Opfer eines Ransomware-Angriffs in den Schlagzeilen landen. Um zu vermeiden, dass man der Liste Betroffener hinzugefügt wird, müssen Führungskräfte der Wiederherstellung von Datensicherungen und der Ausfallsicherheit Priorität einräumen. Neuen Untersuchungen zufolge sind Cyberangriffe außerdem die häufigste Ursache für Geschäftsausfälle.
Stand: 16.12.2025
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Rick Vanover ist Senior Director Product Strategy bei Veeam Software.
(Bild: Veeam Software)
Das bedeutet, dass Datensicherung so wichtig ist wie eh und je. Besagtem Bericht zufolge fühlen sich IT-Führungskräfte zudem weniger geschützt und machen sich mehr Sorgen um die Fähigkeit ihres Unternehmens, Daten wiederherzustellen. Nur 32 Prozent denken, dass sie sich innerhalb einer Woche von einem Angriff, einer Krise oder einem Ausfall erholen können. Künftig nehmen Unternehmen den Datenschutz also voraussichtlich wesentlich ernster. Die meisten Unternehmen (92 Prozent) planen sogar, ihre Ausgaben für den Datenschutz im Jahr 2024 zu erhöhen, um angesichts von Ransomware und Cyberangriffen widerstandsfähiger zu werden.“
Rick Vanover, Senior Director Product Strategy bei Veeam Software