Der Faktor Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist ein ständiger Begleiter bei der Einführung neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz. Es ist für die Akzeptanz dieser Systeme entscheidend, bei der Planung die Kombination aus menschlichen und maschinellen Stärken zu berücksichtigen. Der AI Planner nimmt Nicht-AI-Experten nun die Angst, loszulegen.
(Quelle: lassedesignen/stock.adobe.com)
AI Planner: Fünf Milliarden Euro Investitionen sind von der Bundesregierung für die Förderung von Künstlicher Intelligenz (KI) von 2019 bis 2025 vorgesehen. Abgerufen wurden erst 346 Millionen Euro. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Was hindert Unternehmen daran, sich dem Thema anzunehmen und Fördergelder abzurufen? Ein Grund dafür kann sein, dass jedes vierte Unternehmen in Deutschland (28 Prozent) KI als Gefahr für den eigenen Betrieb sieht, wie eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom von 2020 zeigt.
Angst vor der neuen Technologie
Die Scheu vor der Technologie ist verständlich. Für die meisten Menschen ist Künstliche Intelligenz vergleichbar mit Magie. Da traut man sich nicht ran. Dabei ist die Sorge unbegründet. Denn inzwischen gibt es eine Menge Hilfsmittel, Netzwerke und Werkzeuge, die dabei helfen, Probleme mit KI zu lösen.
Einen Ansatz sich dem Thema zu nähern, haben meine Kollegen Michael Leitl, Karel J. Golta und ich in den vergangenen vier Jahren entwickelt. Im Rahmen unserer Arbeit als Innovationsstrategen haben wir festgestellt, dass Frameworks und Templates helfen, Inhalte zugänglich zu machen – auch bei KI.
Für Macher, Entscheider und Innovatoren ist es letztlich nicht nötig, tiefe Kenntnisse der Mathematik und Informatik, die KI zugrunde liegen, zu besitzen. Es reicht, die Zusammenhänge zwischen Maschinenfähigkeiten, Daten und den möglichen Anwendungsfeldern zu kennen. Wir haben das AI Planner Framework entwickelt, um KI zum Durchbruch zu verhelfen und auch Nicht-Technologen zugänglich zu machen.
AI Planner: Die 4 Elemente des Frameworks
Die vier Elemente des Frameworks helfen, die wichtigsten Fragen für jede Art von KI-Projekt zu klären:
Zieldefinition: Wie soll das Ergebnis aussehen, das KI für uns produzieren soll? Können wir genau beschreiben, was die KI-Lösung leisten soll?
Datenrecherche: Welche Datenquellen stehen zur Verfügung? Welche Daten müssen wir selbst erzeugen und was können wir aus externen Quellen beziehen? (Viele Daten sind ziemlich einfach und oft kostenfrei zu beschaffen; z.B. in open data Portalen)
Lernmodell: Was muss die Maschine können? Reichen die verfügbaren Daten, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten? Ein Gespräch mit einem Experten oder einer Expertin für maschinelles Lernen kann hier schnell Aufschluss bringen.
Entscheidung: Wie hoch ist der Aufwand einer KI-Lösung im Vergleich zum klassischen Vorgehen? Wie sieht der unternehmerische Mehrwert gegenüber dem Risiko aus?
Auf Basis der gesammelten Informationen können wir entscheiden, wo es sich lohnt, dass Algorithmen uns lästige Routineaufgaben abnehmen, oder uns bei der Arbeit unterstützen. So kann uns KI zum Beispiel helfen, herauszufinden, warum sich Warteschlangen bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen bilden. Mit Kameras lässt sich die Situation lückenlos aufzeichnen, KI-Systeme können darin die Situationen erkennen, die zu Verzögerungen führen. Diese nüchterne, objektive Analyse führte zur Entwicklung neuer Trolleys, die es Geschäftsleuten – der Personengruppe, die anscheinend meistens den Verkehr aufhält – ermöglicht, schneller durch die Kontrolle zu laufen, ohne mühsam ihre Sakkos zu falten und Koffer auszupacken.
Das Beispiel, das wir ausführlich auch in unserem Buch vorstellen, zeigt: Es kommt auf die intelligente Kombination von Automatisierung durch KI mit menschlicher Innovationskraft an. So lassen sich die Fähigkeiten von Mensch und Maschine optimal nutzen.
Wer sich spielerisch sein eigenes KI-Konzept erstellen möchte, kann sich das AI Planner Framework hier herunterladen und gleich loslegen.
(Bild: Indeed Innovation)
Der Autor Alessandro Brandolisio ist Innovation Strategist mit dem Schwerpunkt künstliche Intelligenz bei Indeed Innovation.
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.