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Geschäftswachstum

Prozesse: Angebote und die versteckte Wachstumssteuer

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KI erfordert belastbare Grundlagen

Mit künstlicher Intelligenz gewinnt diese Transparenz zusätzlich an Bedeutung. KI erstellt Produktempfehlungen, optimiert Preise, erzeugt Vertragsentwürfe auf Basis freigegebener Vorgaben, erkennt Abweichungen oder überwacht Verlängerungsfristen. Dafür braucht sie konsistente Daten und klar definierte Geschäftsprozesse. Unternehmen sollten vermeiden, bestehende Prozessprobleme lediglich zu automatisieren. Enthalten Systeme widersprüchliche Informationen über Kunden, Preise oder Verträge, übernimmt eine KI diese Widersprüche. Die Automatisierung erhöht dann die Geschwindigkeit, aber nicht zwangsläufig die Qualität.

Für den Einstieg eignen sich abgegrenzte Anwendungen, etwa automatisierte Vertragsentwürfe auf Basis freigegebener Vorlagen oder Hinweise auf bevorstehende Verlängerungen. Mitarbeiter überprüfen die Ergebnisse zunächst und bewerten sie anhand definierter Kennzahlen. Funktioniert der Prozess zuverlässig, können Unternehmen komplexere Anwendungen einbeziehen. Bei geschäftskritischen Entscheidungen empfiehlt sich weiterhin eine menschliche Prüfung. Zugleich sollten Unternehmen nachvollziehen, auf welcher Grundlage eine KI zu einer Empfehlung gelangt.

FAQ: Prozesse

Warum bremsen Prozesse das Wachstum?
Die entscheidenden Bruchstellen entstehen durch langsame Freigaben, Mehrfacherfassungen und widersprüchliche Informationen. Der Abschnitt „Wachstum legt Prozessbrüche offen“ zeigt die Größenordnung.

Müssen Unternehmen dafür ihre Software austauschen?
Nicht zwangsläufig. Entscheidend ist das Zusammenspiel vorhandener Systeme. Welche Daten und Verantwortlichkeiten dabei zählen, zeigt der „Prozess vor Software“.

Wann sollte KI breiter eingesetzt werden?
Erst wenn Prozesse, Daten und Verantwortlichkeiten belastbar sind und die Wirkung messbar ist. Das richtige Vorgehen beschreibt der Abschnitt „Die Reihenfolge entscheidet“.

Prozesse: Die Reihenfolge entscheidet

Eine Commerce Chain entsteht somit nicht durch eine einzelne Plattform oder die möglichst weitgehende Automatisierung bestehender Abläufe. Entscheidend ist die Reihenfolge: Zunächst erfassen Unternehmen Prozess und Bruchstellen, anschließend vereinheitlichen sie Daten und Verantwortlichkeiten und optimieren einen klar abgegrenzten Engpass. Definierte Kennzahlen zeigen die Wirkung. Auf dieser Grundlage integrieren Unternehmen weitere Prozessschritte und KI-Anwendungen.

Der wirtschaftliche Nutzen zeigt sich dort, wo bisher Reibungsverluste entstanden sind. Schnellere Freigaben, weniger Mehrfacherfassungen und nachvollziehbarere Entscheidungen verbessern die Grundlage für Prognosen, Compliance und KI. Die eigentliche Wachstumssteuer entsteht nicht durch fehlende Technologie, sondern wenn Unternehmen Daten, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten auf dem Weg vom Preis über das Angebot bis zum Vertrag immer wieder neu zusammenführen. Eine Commerce Chain macht deshalb aus einzelnen kommerziellen Funktionen durchgängige und messbare Prozesse.

Nick Boyer congaNick Boyer
ist Senior Director, Strategic Consulting bei Conga. Der ausgebildete Wirtschaftsprüfer und Chartered Accountant ist auf Preisstrategien, Angebots- und Verpackungsmodelle sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Unterstützung fundierter kaufmännischer Entscheidungen spezialisiert.

Bildquelle: Conga

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