Die Digitalisierung in allen Branchen geht mit schnell wachsenden Datenmengen einher. Die daraus resultierende Informationsflut nicht nur zu beherrschen, sondern für den eigenen Geschäftserfolg zu nutzen, ist für viele Unternehmen jedoch eine Herausforderung.
(Quelle: Wright Studio/shutterstock)
Kein Unternehmen kann es sich leisten, sich dem technologischen Fortschritt und einer konsequenten Digitalisierung zu verschließen, will es seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit bewahren. Doch die vielen neuen Anwendungen, vernetzten Geräte und Sensoren generieren enorme Datenmengen, die sich in der Regel nicht einfach in Datenbanken abspeichern lassen. Es handelt sich zum größten Teil um unstrukturierte Daten, die Unternehmen nur durch strategisches Datenmanagement effizient verwalten und sinnvoll nutzen können. Genau daran fehlt es oft noch, weshalb die Datenflut bisweilen als Fluch empfunden wird.
Von Disk über All-Flash zu Hybrid
Für die Verwaltung ihrer Daten benötigen Unternehmen moderne Storage-Systeme, die optimal zu den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls passen. Geht es beispielsweise nur darum, Daten möglichst kostengünstig zu speichern, reichen üblicherweise Disk-basierte Systeme, während Datenanalysen in Echtzeit eher nach All-Flash verlangen. Für viele Anwendungsfälle sind jedoch hybride Arrays die Lösung der Wahl, da sie Kosteneffizienz mit Performance vereinen. Intelligente Funktionen verteilen die Daten smart über eine Vielzahl von Systemen und sorgen dafür, dass sie stets auf der am besten geeigneten Speicherklasse vorgehalten werden. Zudem helfen sie bei der Kapazitätsplanung, Performance-Optimierungen und der Suche nach Problemursachen. Bei der Systemauswahl sollten Unternehmen auf einfache Skalierbarkeit achten, um die Infrastruktur bei Bedarf erweitern zu können. Darüber hinaus sind flexible und offene Storage-Plattformen unabdingbar für ein effizientes strategisches Datenmanagement. Sie ermöglichen eine konsistente Datenverwaltung über die gesamte IT-Umgebung hinweg, vom Rechenzentrum über die Cloud bis hin zum Edge, was IT-Abteilungen entlastet und Fehler verhindert.
Solche Plattformen erleichtern es, Daten reibungslos zwischen verschiedenen Speicherorten zu verschieben und bei Bedarf auch direkt am Edge zu verarbeiten, also genau dort, wo sie entstehen. Eine derartig dezentrale Infrastruktur bietet allerdings neue Angriffsflächen für Cyberattacken und vergrößert die Gefahr eines Datenverlustes durch technische Ausfälle. Gutes Datenmanagement kommt daher nicht ohne passende IT-Sicherheit aus, die direkt auf dem Data Layer arbeitet und über Früherkennungsmechanismen verfügen sollte. Oft KI-basiert erlauben sie es, unbekannte Bedrohungen anhand ungewöhnlicher Zugriffe und Aktivitäten aufzuspüren und zu stoppen, bevor größere Schäden entstehen.
Natürlich lassen sich Datenverluste nicht immer verhindern – dann helfen Backups und Failover-Konfigurationen, die betroffenen Systeme schnell wiederherzustellen oder den Geschäftsbetrieb unterbrechungsfrei fortzusetzen. Da Cyberkriminelle inzwischen gezielt Backups unbrauchbar machen, sollten Unternehmen eine Kopie ihrer wichtigsten Daten auf unveränderlichen Speichern oder in Datentresoren aufbewahren.
Die Datenflut ist für viele Unternehmen Fluch und Segen zugleich. Nur mit einem effizienten Management bekommen sie ihre schnell wachsenden Datenmengen in den Griff und sind so in der Lage, Erkenntnisse aus ihnen zu ziehen, die bei der Verbesserung von Produkten und Services sowie beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle helfen.
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