Ohne Cloud Computing sind weder eine nachhaltige Software-Entwicklung noch ein verlässlicher Softwarebetrieb vorstellbar. Welche fünf wichtigen Voraussetzungen eine ideale Cloud-Umgebung mitbringen sollte.
(Quelle: Mikko Lemola - Adobe Stock)
Cloud Computing ist zum Mainstream für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen geworden. So nachvollziehbar das in der Theorie auch klingen mag, in der Praxis gilt es zu beachten, dass die Cloud in verschiedenen Formen und Formaten auftaucht. Cloud ist also nicht gleich Cloud. Fünf wichtige Bedingungen und Voraussetzungen, die Cloud Computing für den sicheren und produktiven Einsatz erfüllen muss.
1. Hochskalierbare Infrastruktur als Basis für Cloud Computing
Die Infrastruktur bildet mit dem Blech und Beton für die Rechenzentren das Fundament für Cloud Computing. Die von dort bereitgestellten Infrastruktur-Services (Infrastructure-as-a-Service) müssen Cloud-agnostisch, hochskalierbar und verteilt sein, um in allen denkbaren Cloud-Szenarien die dafür notwendige Compute- und Storage-Power liefern zu können.
2. Automatisiertes Deployment von Anwendungen
Sie ist das Bindeglied zwischen der Infrastruktur und den Anwendungen. Im Idealfall ist sie containerisiert (Kubernetes), hochverfügbar und ermöglicht das gezielte automatische Deployment von Anwendungen in verschiedenen Geografien. Die Plattform ist verantwortlich für den vielleicht größten Vorteil gegenüber On-premises-Plattformen: die fast unbegrenzte Skalierbarkeit mit automatisiertem Scale-out und Scale-down je nach aktuellem Bedarf. Ein pragmatischer Ansatz ist häufig die Nutzung von hybriden Clouds.
3. Offener und modularer Software-Stack
Browserbasierte Applikationen sind in der Cloud erste Wahl. Als Teil eines modularen Software-Stacks bieten sie eine hohe Integrationstiefe, Interoperabilität und Datenintegrität sowie einheitliche Oberflächen für die Anwender auf allen Endgeräten. Die Basis dafür sind Open Source, sichere Protokolle (wie beispielsweise Web RTC) und offene Schnittstellen. Technologieansätze wie Hybrid Code Development und modulare Open Source Stacks bedeuten für Kunden zudem eine perfekte TCO.
4. Security auf allen Ebenen
Sicherheit ist bei Cloud Computing das alles überragende Querschnittsthema. Sie muss von IaaS über PaaS bis SaaS, von Entwicklung über Deployment bis Betrieb oberstes Gebot und Ausschlusskriterium sein. Moderne Technologien wie Encryption, Blockchain, KI und ML liefern dafür mächtige Werkzeuge und sind ihrerseits wiederum auf Cloud Computing angewiesen. Daher ist wachsame Sensibilität bei der Entwicklung und dem Einsatz von Security-Methoden und -Tools nötig, um potenziell gefährliche Irrwege frühzeitig zu erkennen.
5. Cloud Computing unterstützt New Work
Cloud Computing ist die Voraussetzung für sicheres und effizientes Remote Working. Die Cloud macht produktives Mobile Work und Homeoffice erst möglich, sofern sie die IT-Leistungen dezentral bereitstellt, unabhängig von Infrastruktur, Plattformen, Anwendungen, Geräten und deren Betriebssystemen. Zentrales, Anbieter-exklusives Hosting führt nicht nur zu gefährlichen Abhängigkeiten und Security-Problemen, es beschränkt auch die Skalierungsoptionen von Cloud Computing. Deshalb sind Open Source und dezentrale Bereitstellungsmodelle zwei Seiten der gleichen Unabhängigkeitsmedaille.
„Die ideale Cloud ist machbar und kann heute schon genutzt werden. Aber sie bleibt nicht stehen und wird konsequent weiterentwickelt. Wichtigste Voraussetzung dafür ist die Offenheit auf allen Ebenen, seien es nun der Code, die Schnittstellen oder die Protokolle“, erklärt Andrea Wörrlein Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug.
(Andrea Wörrlein ist Geschäftsführerin von VNC in Berlin und Verwaltungsrätin der VNC AG in Zug. (Bild: VNC))
Die Virtual Network Consult AG entwickelt Open-Source-basierte Anwendungen für die Kommunikation und Kollaboration in großen Unternehmen. Mit seiner weltweit tätigen Entwicklergemeinde hat VNC die integrierte Produktsuite VNClagoon geschaffen, die sich durch State-of-the-Art-Technologie, universelle Nutzbarkeit, geringe TCO sowie Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen auszeichnet. Auf diese Weise hilft die Lösung, das Recht auf digitale Souveränität zu wahren.
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