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Dateninfrastruktur Dark Data – der Schlüssel zum Schutz der Ozeane

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Die UN Ocean Conference 2025 (UNOC 3) im Juni 2025 in Nizza war mehr als ein diplomatisches Großereignis. Sie hatte das Ziel, den fortschreitenden Verlust mariner Biodiversität zu stoppen und illegale Fischerei einzudämmen. Dark Data liefert die wissenschaftliche Basis für den Meeresschutz.

(Bild:  © Jack/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © Jack/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Die UN Ocean Conference 2025 ist Teil der globalen Agenda zur Umsetzung der „Sustainable Development Goals“. Sie hat zum Ziel, den fortschreitenden Verlust mariner Biodiversität zu stoppen, illegale Fischerei einzudämmen, CO2-Speicher wie Seegraswiesen zu schützen – und gleichzeitig die wissenschaftliche Grundlage für Meeresschutz zu stärken. Dabei wird eines klar: Ohne moderne Technologien wie Dark Data lassen sich diese Herausforderungen nicht bewältigen. Eine Intelligente Dateninfrastruktur etwa liefert die Basis, um Meeresdaten systematisch zu erfassen, effizient zu speichern, verantwortungsvoll zu analysieren – und daraus Handlungsschritte abzuleiten.

Supercomputer und KI für marine Forschung

Beim französischen Meeresforschungsinstitut IFREMER wird das deutlich: Der Supercomputer Datarmor, entwickelt mit Technologien von NetApp, IBM und Nvidia, analysiert riesige Mengen ozeanografischer Daten aus Satelliten, Forschungsschiffen und autonomen Robotern. Mit Hilfe von KI und unter Einhaltung von Frugal-AI-Prinzipien – also ressourcenschonender Rechenprozesse – wird so ein tieferes Verständnis mariner Systeme möglich.

Dark Data: „Digital Twin“ der Meere

Eines der spannendsten Konzepte in dem Bereich ist der digitale Zwilling der Meere, der physikalische, chemische und biologische Messdaten in Echtzeit zusammenführt. So entsteht ein digitales Abbild des Ozeans, das Forschern und Entscheidungsträgern tiefe Einblicke gibt – von Wellendynamik über Nährstoffverteilung bis hin zu marinem Leben. IFREMER und das Musée National d’Histoire Naturelle in Paris treiben solche Projekte bereits voran und nutzen diese Instrumente für die Entscheidungsfindung „zur See“. Diese Initiativen zeigen anschaulich, wie die Synergie zwischen hochmoderner Technologie und Meereswissenschaft ein besseres Verständnis und den Schutz unserer Ozeane fördert.

Nachhaltiger Dark-Data-Lebenszyklus und Green IT

Ein wichtiger Bestandteil der jüngsten technologischen Entwicklungen von Supercomputer bis hin zu digitalen Zwillingen sind Daten. In Deutschland wenden Rechenzentren laut einer Berechnung des Bitkom bereits rund 16 Milliarden kWh pro Jahr auf – das sind etwa drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs – bei steigendem Verbrauch, der bis 2037 auf 39 TWh anwachsen könnte. Gleichzeitig bestehen bis zu 52 Prozent der gespeicherten Unternehmensdaten aus sogenannter „Dark Data“, also Daten ohne bekannten geschäftlichen Nutzen.

Moderne Storage-Systeme helfen, selten genutzte Daten wie Dark Data automatisiert auf energieeffiziente Medien zu verschieben. Dadurch sinken Stromverbrauch und CO2-Ausstoß. Laut Bundesumweltamt (2023) verursachen Rechenzentren in Deutschland einen CO2-Ausstoß von etwa 6,5 Millionen Tonnen jährlich, abhängig vom Strommix. Durch intelligentes Data Tiering, Data Lifecycle Management und regelmäßiges Aufräumen von „Dark Data“ können Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck signifikant senken. Verglichen mit globalen Problembereichen lässt sich das Ausmaß des Datenmülls eindrücklich veranschaulichen: Im Jahr 2020 verursachte er 5,8 Millionen Tonnen CO₂ weltweit allein durch unnötig gespeicherte Daten.

Nutzung von Dark Data: Regulatorische Rahmenbedingungen

Auch auf politischer Ebene setzt Deutschland klare Standards: Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Rechenzentren ab 2027 zu 100 Prozent erneuerbarem Strom und Rechenzentren, die ab 2025 in Betrieb gehen, sollen eine Power Usage Effectiveness (PUE) von höchstens 1,3 haben. Dieser Wert legt die Energie-Effizienz der Gebäudetechnik fest; Bei einem PUE von 1,3 darf die Gebäudetechnik, beispielsweise Kühlung und Beleuchtung, also maximal 30 Prozent des gesamten Energieverbrauchs entsprechen. Verpflichtende Umweltmanagement-Systeme sind ebenfalls festgeschrieben – damit entwickelt sich digitale Infrastruktur zu einem Element der Energiewende mit Mehrwert.

Forschung und Klimaziele im Einklang durch Dark-Data-Strategie

Intelligente Dateninfrastruktur – von nachhaltigen Speicherstrategien über effizienten Betrieb bis hin zur Nutzung hochleistungsfähiger Supercomputing-Architekturen – wird zum entscheidenden Treiber für den Schutz unserer Ozeane. Für deutsche Unternehmen ist das gleichzeitig eine Chance: Sei es zur Reduzierung von CO2-Emissionen, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen oder um bahnbrechende internationale Forschung zu unterstützen.

NetApp steht mit seinen Datenmanagement- und Speicherlösungen genau an diesem Schnittpunkt. Durch Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen wie IFREMER stärkt das Unternehmen nicht nur Wissenschaft und Umweltschutz, sondern macht intelligente Dateninfrastruktur zu einem Hebel für globale Nachhaltigkeit.

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