Auf der Sage Future in San Francisco stellt Sage zahlreiche Innovationen vor und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Unternehmenssoftware. Im Fokus stehen KI-Agenten, die zunächst Kunden in den USA und UK und dann schrittweise weltweit bereitgestellt werden sollen.
(Bild: Sage)
Auf der Sage Future vom 28. bis 30. April 2026 in San Fransisco zeigt der Business-Softwareanbieter, wie KI-Agenten in Lösungen für Finanzwesen, Personalmanagement und Unternehmenssteuerung integriert werden. Ziel ist es, wichtige Geschäftssysteme nicht nur intelligenter zu machen, sondern zu automatisieren. Die neuen Funktionen unterstützen Teams dabei, Aufgaben direkt zu erledigen, statt sie lediglich zu analysieren.
Die KI-Agenten werden in die Systeme eingebettet, auf die sich Unternehmens- und Abteilungsleiter täglich verlassen. In der Anwendung Sage Intacct automatisieren sie Finanzprozesse, in Sage HR unterstützen sie Personalmanagement sowie Lohn- und Gehaltsabrechnung und in Sage X3 sowie Sage Operations optimieren sie operative Abläufe und liefern fundierte Einblicke. Unternehmen können so Probleme frühzeitig erkennen, schneller reagieren und datenbasierte Entscheidungen treffen – gestützt auf transparente und kontrollierbare KI, die speziell für reale Geschäftsprozesse entwickelt wurde.
Stärkere Umsetzung von Finance durch KI-Agenten
Ein Beispiel für diese Entwicklung ist der Sage Intacct Finance Intelligence Agent. Er markiert den Übergang von einer KI, die primär analysiert, hin zu einer KI, die Finanzteams aktiv bei der Umsetzung ihrer Aufgaben unterstützt. Anwender können über natürliche Sprache mit dem System interagieren. Der Intacct Finance Intelligence Agent bereitet Aufgaben wie Zahlungserinnerungen oder Genehmigungen innerhalb bestehender Workflows vor, während die finalen Entscheidungen weiterhin bei den Mitarbeitern liegen.
Jede Empfehlung wird transparent erläutert, inklusive zugrunde liegender Daten, Logik und Annahmen. Dadurch können Nutzer nachvollziehen, wie Ergebnisse entstehen, und diese kritisch prüfen. Finanzteams verlagern ihren Fokus so von manueller Ausführung hin zu Kontrolle und Entscheidungsfindung bei höherem Vertrauen in die Resultate. Zudem werden alle KI-gestützten Aktionen protokolliert. Dies schafft vollständige Transparenz darüber, welche Vorschläge gemacht und welche Entscheidungen getroffen wurden. Der daraus entstehende lückenlose Prüfpfad stärkt Vertrauen, Kontrolle und Verantwortlichkeit – entscheidende Faktoren im Finanzbereich.
Können KI-Agenten Standardlösungen ersetzen?
Rita Olshanskaia, Product Managerin für Sage Intacct, erläutert den Zusammenhang: „Aktuell wird diskutiert, ob KI sogenannte Standard-Software ersetzen kann. Dabei wird oft übersehen, dass KI nur innerhalb eines klar definierten Business-Kontexts sinnvoll und verlässlich funktioniert – wie der Sage Intacct Finance Intelligence Agent zeigt. Entscheidend ist, die Komplexität des Unternehmensalltags zu beherrschen und manuelle Aufwände zu reduzieren. Finanzsysteme müssen Mehrwährungsprozesse, konzerninterne Verrechnungen, Konsolidierungen über verschiedene juristische Einheiten hinweg, länderspezifische Steuerlogiken, Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie zahlreiche Sonderfälle abbilden. Anstatt zu versuchen, diese Anforderungen im Nachhinein einer KI beizubringen, ist es sinnvoller, sie von Anfang an in einer spezialisierten Softwarelösung zu verankern.“
ERP wird zur Entscheidungsplattform
Auch ERP-Systeme werden durch KI-Agenten grundlegend verändert. Während klassische KI vor allem einzelne Prozessschritte unterstützt und Entscheidungen vorbereitet, gehen KI-Agenten einen Schritt weiter: Sie agieren zunehmend autonom innerhalb der Systeme. So kann ein Vertriebsagent aus natürlicher Sprache einen kunden- und margenoptimierten Auftrag erstellen, Kreditlimits prüfen, Bestände reservieren und den Versand anstoßen. Ein Beschaffungs-Agent bewertet Lieferanten anhand von Termintreue, Qualität und Preisentwicklung, simuliert Alternativen und schlägt geeignete Rahmenvereinbarungen vor. Ein Produktions-Agent plant Kapazitäten, erkennt Engpässe, passt Schichtpläne an und berücksichtigt Faktoren wie Rüstzeiten, Ausschussquoten und Materialverfügbarkeiten.
Dominik Schätzel ist Product Manager ERP bei Sage.
(Bild: Sage)
Dominik Schätzel, Product Manager ERP bei Sage, ergänzt: „Mit zunehmender Reife werden Unternehmen viele spezialisierte Agenten orchestrieren – im ERP, in angrenzenden Systemen und entlang der Lieferkette. Entscheidend ist, Rollen, Verantwortlichkeiten und Übergaben klar zu definieren, damit Entscheidungen nachvollziehbar bleiben und jede Automatisierung auf verlässlichen Daten basiert. Wer frühzeitig die Grundlagen schafft – zentrale Datenquellen, API-first-Architektur, klare Governance und qualifizierte Teams –, kann KI von isolierten Pilotprojekten zu einer tragfähigen Entscheidungsschicht über dem ERP weiterentwickeln.“
HR-Bereich wird durch KI-Agenten effizienter
Auch im Personalwesen eröffnen KI-Agenten neue Möglichkeiten. Sie können die Lohn- und Gehaltsabrechnung automatisieren, indem sie bei Vorbereitung, Validierung und Abstimmung der Payroll unterstützen und so den manuellen Aufwand deutlich reduzieren. Darüber hinaus verbessern sie die Risikoüberwachung, indem sie Abweichungen oder potenzielle Compliance-Risiken frühzeitig erkennen. Im Recruiting analysieren sie Lebensläufe, gleichen Qualifikationen mit Jobprofilen ab und erstellen Rankings. Zudem können sie Erstgespräche koordinieren, Feedback auswerten und personalisierte Onboarding-Pläne entwickeln.
Stand: 16.12.2025
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Oliver Rozic ist Vice President Product Management bei Sage.
(Bild: Sage)
Oliver Rozic, Vice President Product Management bei Sage, betont: „KI-Agenten schaffen Freiräume für strategische Aufgaben im Personalmanagement. Gleichzeitig ist gerade in diesem sensiblen Bereich entscheidend, dass alle regulatorischen Anforderungen eingehalten werden. Unsere KI-Systeme basieren auf kuratierten, produktspezifischen Datensätzen und verbinden Effizienzgewinne mit rechtlichen und ethischen Standards.“