In einer neuen Studie hat Ivalua die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Lieferanten untersucht. Demnach wird nur ein Viertel der befragten Unternehmen pünktlich bezahlt. Für 65 Prozent zählen verspätete Zahlungen zu den größten finanziellen Risiken. Dies hat auch Folgen für die Lieferkette.
(Quelle: Zadorozhnyi Viktor/Shutterstock)
Wie eine neue Studie von Ivalua zeigt, hat in der Corona-Pandemie die Anzahl verspäteter Zahlungen zugenommen und sich zugleich der Kostenfokus verstärkt.
Lieferantenbeziehungen wurden in der Pandemie beschädigt und Innovationen behindert.
Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen sind wichtige Kriterien bei der Lieferantenauswahl.
Ivalua, Anbieter von Cloud-basierten Spend-Management-Lösungen, hat jetzt den „Supplier Relationships Report 2021“ vorgestellt, in dem die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Lieferanten untersucht wird. Demnach wird nur ein Viertel der befragten europäischen Unternehmen pünktlich bezahlt. Für 65 Prozent zählen verspätete Zahlungen zu den größten finanziellen Risiken. Dies hat auch enorme Auswirkungen auf die Lieferkette.
Während der Pandemie hat sich der finanzielle Druck deutlich erhöht. So wurden 60 Prozent der befragten Lieferanten in den vergangenen zwölf Monaten von ihren Kunden gebeten, Zahlungsziele zu verlängern. Und 30 Prozent der Befragten geben an, dass verspätete Zahlungen zugenommen haben. Außerdem fühlt sich derzeit der weitaus größte Teil der befragten Lieferanten (89 Prozent) zu Kostensenkungen gezwungen, die über das normale Maß hinausgehen und bei 23 Prozent Innovationen behindern.
Für Studie befragte Coleman Parkes Research Verantwortliche von 300 Lieferanten zu ihren Kundenbeziehungen zu Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Die multinationalen Unternehmen stammen aus Deutschland, Frankreich Großbritannien und der Schweiz. Die Ergebnisse belegen, dass verspätete Zahlungen enorme Auswirkungen auf die Lieferkette haben.
„Die Konsequenzen aus den Ergebnissen der Studie sollten absolut klar sein: Um von Innovationen ihrer Lieferanten zu profitieren und das Risiko einer unterbrochener Lieferkette zu senken, müssen Organisationen stärker denn je auf gute Lieferantenbeziehungen setzen. Pünktliche Zahlungen und verbesserte Transparenz sind die einflussreichsten Einzelfaktoren, mit denen Lieferanten zu echten Partnern werden“, erklärt Alex Saric, Experte für Smart Procurement bei Ivalua. „Organisationen sollten alles daransetzen, ihre Procurement-Werkzeuge zu modernisieren. So können sie pünktliche Zahlungen sicherstellen, die Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten auf ein neues Level bringen – und fundierte Einkaufsentscheidungen treffen.“
Zu den Folgen späterer Zahlungen gehört nach Angaben von 41 Prozent der Lieferanten, dass sie ihre Kreditlinien erweitern und neue Kredite aufnehmen mussten, die sie sonst nicht Anspruch genommen hätten. Bei knapp über einem Drittel Befragten kam es zu Verzögerungen bei der Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen (34 Prozent) sowie zu höheren Preisen oder niedrigeren Rabatten oder Vergünstigungen (33 Prozent).
Trotz der Chancen, die bessere Lieferantenbeziehungen bieten, sehen sich 89 Prozent der Befragten dazu genötigt, Kosten über ein vernünftiges Maß hinaus zu senken. Darunter leidet die gute Zusammenarbeit: Verspätete Zahlungen können die Zusammenarbeit verschlechtern. Fast ein Drittel (29 Prozent) der Lieferanten gaben an, dass sie weniger bereit sind, Innovationen mit Kunden zu teilen, die zu spät zahlen. Besonders kritisch: 23 Prozent der Lieferanten gaben an, dass verspätete Zahlungen Innovationen behindern. Dies zeigt, dass ein wertorientiertes Lieferkettenmanagement ein wichtiger Treiber für Produktinnovationen ist.
Bisher nur wenig Unterstützung im Bereich Payment
Nur 26 Prozent befragten Lieferanten gaben an, dass ihre Kunden mit ihnen bei der Finanzierung von Zahlungen in der Lieferkette zusammenarbeiten, während sie bei 25 Prozent der Befragten vorzeitige Zahlungen im Gegenzug für Rabatte anbieten. Hier zeigen sich nur leichte regionale Unterschiede. In Frankreich geben 21 Prozent der Lieferanten an, dass Unternehmen mit ihnen bei der Finanzierung von Zahlungen innerhalb der Lieferkette zusammenarbeiten, verglichen mit 30 Prozent der Lieferanten in Großbritannien und Deutschland sowie 24 Prozent in der Schweiz.
Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen wichtig bei Lieferantenauswahl
Für jeweils 35 Prozent der befragten Lieferanten gehören Nachhaltigkeit, für 30 Prozent faire Arbeitsbedingungen zu den Top-3-Entscheidungskriterien bei der Lieferantenauswahl. Bezogen auf die einzelnen Länder zeigen sich deutliche Unterschiede: In Deutschland liegen die Anteile bei 42 und 30 Prozent. In der Schweiz bei 44 und 24 Prozent, in Großbritannien bei 36 und 33 Prozent und in Frankreich bei 27 und 31 Prozent. Vor allem in Deutschland ist davon auszugehen, dass unter anderem das kürzlich verabschiedete Lieferkettengesetz die Priorisierung beeinflusst haben dürfte.
Stand: 16.12.2025
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Zwei Drittel der Lieferanten (67 Prozent) sehen im Einsatz von Procurement-Lösungen ihrer Kunden eine Herausforderung. Diese limitiert zusätzlich die Fähigkeit zur besseren Zusammenarbeit. Die größten Hindernisse sind die Kosten solcher Systeme (40 Prozent), ihre Bedienbarkeit (38 Prozent) sowie die Hürden, Informationen mit Partnern zu teilen (34 Prozent).
„Um die Effizienz und Skalierbarkeit der Zusammenarbeit zu verbessern, müssen Organisationen einen klugen Ansatz für ihre Procurement-Lösung wählen, der die Eintrittshürden für Partner senkt, die Transparenz verbessert und den Lieferanten die passenden Werkzeuge zur Verfügung stellt mit denen sie ihre Erkenntnisse leicht zu teilen”, fasst Alex Saric die Erkenntnisse aus der Studie zusammen. „Nur dann werden Organisationen in der Lage sein, mit ihren Lieferanten gemeinsame Innovationen zu schaffen, Risiken in Lieferketten zu reduzieren und Wettbewerbsvorteile zu erreichen.”
Source-to-Pay-Plattform um Lieferantenzahlungen erweitert
Ivalua hat jetzt seine Source-to-Pay-Plattform um eine voll integrierte Lösung zur Rationalisierung internationaler Lieferantenzahlungen. Sie ermöglicht sichere internationale und nationale Zahlungen in Hunderten von Ländern und Währungen und berücksichtigt auch Echtzeit-FX-Kassakurse. Alle Transaktionen erfolgen in einem automatisierter Workflow, der eng mit dem bestehenden Procure-to-Pay-Prozess der Ivalua-Plattform verknüpft ist. Dies verbessert die Zahlungserfahrung reduziert Nachfragen, senkt Transaktionskosten und bietet dem Einkauf einen zusätzlichen Verhandlungshebel.
Herausforderung: Ineffiziente Zahlungsprozesse
Prozesse zur Bezahlung von Lieferanten sind sehr komplex und es mangelt oft an Effizienz und Transparenz. Dies belastet die Geschäftsbeziehungen, erhöht die Transaktionskosten und führt oft zu Frustration auf Seiten der Mitarbeiter. Die Covid-19-Krise hat gezeigt, dass die pünktliche Bezahlung von Lieferanten der Schlüssel zu einer zuverlässigen Lieferkette ist. Zugleich werden die Kundenbeziehungen positiv beeinflusst. Moderne Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, traditionelle Methoden der globalen Bezahlung Lieferanten über ihr ERP-System zu überdenken und sich auf digitalisierte Zahlungen zu konzentrieren, die eng mit dem eigenen Procure-to-Pay-Prozess verbunden sind.
Ivalua ermöglicht ab sofort auch die effiziente Abwicklung von Lieferantenzahlungen. Einkauf und Kreditorenbuchhaltung können besser zusammenarbeiten. Zudem bringt die Automatisierung die dringend benötigte Transparenz und Geschwindigkeit in den oft ineffizienten und kostspieligen Zahlungsprozess. Kunden von Ivalua werden künftig in der Lage sein, Waren und Dienstleistungen zum besten Preis zu einzukaufen. Gleichzeitig stellen sie eine pünktliche oder frühzeitige Zahlung sicher. Dies verbessert die Liquidität des Lieferanten, stärkt die Geschäftsbeziehung und festigt den eigenen Status als „Kunde der Wahl“.
Zur Methodik der Studie: Der Ivalua Supplier Relationships Report 2021 mit dem Titel „Cost versus collaboration – how delayed payments and a focus on cost is limiting supplier relationships“ basiert auf einer im April 2021 durchgeführten Umfrage von 300 Zulieferern in Großbritannien (100), Frankreich (100), Deutschland (50) und der Schweiz (50), die Direktmaterialien, Dienstleistungen oder Teile für große Unternehmen (ab 1.000 Mitarbeiter) liefern. Die Umfrage hat Ivalua in Auftrag gegeben und wurde vom Marktforschungsunternehmen Coleman Parkes durchgeführt.