Deutschland wird immer digitaler. Im Privatbereich nutzen inzwischen fast 98 Prozent aller Deutschen ein Smartphone, mit denen die Mehrheit auch online einkauft und bezahlt. Im B2B-Bereich boomt der digitale Vertrieb ebenfalls und ist aus dem Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken.
(Quelle: William Potter/shutterstock)
Für Unternehmen bedeutet der digitale Vertrieb, dass sie ein enorm großes, bislang ungenutztes Potenzial wie einen Schatz heben können. Aus der digitalen Vertriebsschien ergibt sich unter anderem die Möglichkeit, die wachsenden Kundenansprüche zufrieden zu stellen. Generell ist es ratsam, mit Bedacht und gezielt vorzugehen, um die bestmögliche Performance für den Online-Vertrieb zu erreichen. Unternehmen haben bei einer gründlichen Planung die Chance, sich von den Wettbewerbern abzugrenzen.
Im B2B-Bereich sind die Anforderungen an den Online-Vertrieb komplexer als im B2C-Geschäft. Damit die Wettbewerbsvorteile Wirkung zeigen können, braucht es unter anderem die passende Shop-Lösung. Mit dem richtigen System senken Betriebe den Kostenapparat, steigern die Kundenzufriedenheit und festigen ihre Position am Markt. Deshalb ist die sorgfältige Auswahl dringend zu empfehlen.
Welches Shopsystem ist optimal? Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Welcher Shop passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Großunternehmen verlassen sich zum Beispiel auf Open-Source-Lösungen wie Magento und WooCommerce. Automatisierte SaaS-Shopsysteme kommen ebenfalls in Betracht, wobei Shopify eine häufige Wahl ist. Daneben gibt es CMS-Erweiterungen, E-Commerce-Komplettlösungen oder All-in-One Lösungen wie Open-Source in Kombination mit SaaS/On-Premise.
Die Auswahl eingrenzen mit hilfreichem Tool
Die Vielfalt der verfügbaren Softwares ist enorm. Damit sich Verantwortliche der Unternehmen schnell orientieren können, hat die Firma Mollie b.v. mit Sitz in Amsterdam ein cleveres Tool entwickelt. Wenn Entscheidungsträger sich schnell informieren wollen, erfahren sie mit dem interaktiven Tool von Mollie, welches Shopsystem zu ihnen passt. Das Tool stellt konkrete Fragen zu den wichtigsten Aspekten, die für die Auswahl eines Shopsystems ausschlaggebend sind und führt User Schritt für Schritt zum passenden Shopsystem. Zudem sind online umfangreiche Informationen über viele Shopsysteme zu finden, so dass die Website eine wertvolle Informationsquelle ist.
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SaaS: Shopsystem mieten statt kaufen
Hinter der Abkürzung SaaS verbirgt sich „Software as a Service“. Dies bedeutet, dass das Shopsystem über die Cloud bereitgestellt wird. User bezahlen turnusmäßig, zum Beispiel monatlich oder einmal jährlich. Das Praktische an SAAS-Lösungen ist, dass die Shops nach dem Baukastenprinzip aufgebaut werden können. Vom Design her besteht viel Spielraum, doch jeder Anbieter hat seine eigenen Vorgaben hierzu, die die Nutzungsmöglichkeiten eingrenzen. In jedem Fall gilt, dass gemietete Shops eine schnelle und unkomplizierte Lösung für kleine und mittelständige Unternehmen sind. Folgende Lösungen können hier genannt werden:
Open-Source-Shopsysteme: Flexibilität und technisches Verständnis
Ein entscheidender Vorteil der Open-Source-Shopsysteme ist, dass die Software grundsätzlich kostenfrei erfolgt. Allerdings braucht es seitens des Users ein gewisses Maß an technischem Verständnis. Das bedeutet in der Praxis, dass Kosten für Fachkräfte entstehen, die den Shop aufbauen und pflegen. Alternativ gibt es die Software auch in einer Bezahl-Variante, so dass Supportleistungen beansprucht und zusätzliche Features genutzt werden können.
Dieses Shopsystem ist in erster Linie für Unternehmen geeignet, denen ein hohes Budget zur Verfügung steht, denn die E-Commerce-Komplettlösung wird buchstäblich maßgeschneidert. Das damit im Zusammenhang erforderliche technische Know-how und das hohe Maß an marketingspezifischen Details bedeutet für Firmen, dass sie mit einer Agentur zusammenarbeiten sollten. Diese Agentur setzt die notwendigen Fachleute ein. Für alle Firmengrößen mit dem notwendigen Etat ist Magento 2 eine gute Lösung.
CMS-Erweiterungen
CMS-Erweiterungen sind Plugins für Content-Management-Systeme. Bekannt ist etwa WordPress. In Kombination lässt sich ein Onlineshop realisieren, der flexibel hinsichtlich Designs und Aufbau ist. Eines der bekanntesten CMS-Erweiterungen ist WooCommerce. Dieses Plugin ist nur mit WordPress nutzbar. Jedes Plugin legt fest, inwieweit sich damit ein Shop individualisieren lässt. Deshalb ist es wichtig, sich vorab intensiv mit dem Leistungsumfang eines Plugins zu befassen. Folgende CMS-Erweiterungen sind beliebt:
Stand: 16.12.2025
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WooCommerce
Ecwid
Open-Source und SaaS/On-Premise
Die All-in-One-Lösung bestehend aus Open-Source sowie SaaS/On-Premise ist die umfassendste aller möglichen Lösungen. Es gibt Anbieter, die beide Varianten in ihrem Portfolio bereithalten. Sie sprechen vor allem Firmen an, die ihr Geschäftsmodell transformieren oder sich generell in der Expansionsphase befinden. Die Arbeit mit der All-in-One-Lösung hilft dabei, einen reibungslosen Übergang der Shopsysteme zu gewährleisten. Ein Anbieterwechsel ist nicht nötig, was vielen Firmen wichtig ist. Schließlich sparen Sie dabei viel Zeit und Geld, weil der technische Aufwand komplett wegfällt, die an ein Anbieterwechsel mit sich bringt. Die folgenden Shopsysteme bieten den All-in-One-Service:
Open Source & SaaS
PrestaShop
Shopware
BigCommerce
Open Source & On-Premise
Magento 2
Auswahlkriterien für Shopsysteme
Bei der Auswahl des passenden Shop Systems sollten Unternehmen sechs Kriterien heranziehen und diese individuell berücksichtigen. Zu diesen Kriterien gehören die folgenden:
Onlineshop-Größe
Vertriebsgebiet
Bedienerfreundlichkeit und Aufwand
Individualisierung
Ausstattung
Budget
Onlineshop-Größe In Sachen Onlineshop-Größe ist zu bedenken, dass große Onlineshops eine Vielzahl von Produkten verwalten. Das Shopsystem muss dem gerecht werden. In Zusammenhang damit haben die Transaktionen auf der Website und die Anzahl der Besucher einen Einfluss darauf, welches Shopsystem geeignet ist. Bei der Auswahl des geeigneten Shopsystems sollte die Überlegung in die Zukunft reichen. Denn wenn der Shop schon bald expandiert, sollte das Shopsystem mitwachsen.
In Abhängigkeit von den geplanten Absatzgebieten kommen unterschiedliche Shopsysteme infrage. Bei der Auswahl ist auf die verfügbaren Sprachen und Währungen zu achten. Außerdem müssen die rechtlichen Anforderungen erfüllt werden, die im jeweiligen Land gelten.
Bedienerfreundlichkeit und Aufwand
Wer wenig Erfahrung mit Onlineshops hat, kommt mit den Baukasten-Systemen der SaaS-Software gut zurecht. Wer individueller arbeiten kann und will, fährt mit Open Source Lösungen besser.
Individualisierung
Wenn der Shop bestimmten gestalterischen und funktionalen Ansprüchen genügen soll, muss er diese Funktionen zur Individualisierung auch bieten. Vorgefertigte Baukasten-Systeme sind dafür eher nicht geeignet. Stattdessen bieten sich Open-Source-Softwares an, bei denen Entwickler den Code bearbeiten und ihren Ansprüchen gemäß anpassen können. Programmierkenntnisse sind dafür Voraussetzung.
Ausstattung
Welche Ausstattung sollte das Shopsystem mitbringen? Falls auf mehreren Plattformen verkauft werden soll, ist die Multichannel-Funktion unverzichtbar. Auch lässt sich damit der eigene Onlineshop oder Shops von Amazon und eBay einbinden. Werden Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung benötigt oder sollen Rabattaktionen mit dem Shopsystem umgesetzt werden, muss das Shopsystem über die entsprechenden Features verfügen.
Budget
Für Einsteiger spielt der Kostenfaktor mehr in die Entscheidung hinein als bei Firmen, die ein größeres Budget zur Verfügung haben. Wer ein umfangreiches Budget nutzen kann, kann sich für jede Variante entscheiden. Mit begrenztem Budget sind entsprechend kleine Lösungen wie Baukastensysteme eher realistisch.
Digitalisierungsschub nutzen und Vertriebswege ausbauen
Der aktuelle Schub, den die Digitalisierung neben einigen anderen Trends erhält, ist eine gute Gelegenheit, den Online-Vertriebskanal auszubauen. Die Bundesregierung hält hierzu sogar eine Reihe von Fördermitteln bereit, die die Finanzierung erleichtern. So können interessierte Unternehmen zum Beispiel einen Beratungszuschuss beanspruchen oder ein passendes KfW-Förderdarlehen aufnehmen.