Secunet und ServiceNow haben auf der Smart Country Convention in Berlin eine Partnerschaft vereinbart, um regulierten Bereichen und kritischen Infrastrukturen eine souveräne Cloud anbieten zu können. Außerdem wird secunet künftig die Governance-Plattform von Fides in seiner hochsicheren Cloud betreiben.
Als Sovereign Partner Cloud Provider wird die secunet Security Networks AG die AI-Plattform von ServiceNow betreiben und Dienstleistungen anbieten, die fragmentierte Abläufe in koordinierte, autonome Workflowsumwandeln, die messbare Ergebnisse liefern sollen. Das neue Angebot von secunet und ServiceNow richtet sich an Behörden, Streitkräfte und Unternehmen mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen an digitale Workflows. Es wird auch für die Verarbeitung von Informationen der Einstufung VS-NfD (Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch) entwickelt. Die Bereitstellung erfolgt als Teil des Portfolios von secunet Security Networks in Rechenzentren in Deutschland für eine souveräne Cloud.
Secunet verantwortet den Betrieb in einer souveränen Umgebung mit kontrollierten Betriebs- und Zugriffsprozessen. Auf diese Weise bietet secunet Unternehmen mit sehr hohen Sicherheits- und regulatorischen Anforderungen Zugang zu modernster Technologie mit lokalen Kontrollmöglichkeiten – durch die Verknüpfung von KI, Daten, Arbeitsabläufen und Sicherheit auf der ServiceNow AI Platform. Das Angebot wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 verfügbar sein.
Souveräne Cloud für digitale Workflows
Robert Rosellen ist Vice President Sales und Country Manager Deutschland bei ServiceNow.
(Bild: ServiceNow)
„Organisationen im öffentlichen Sektor und Unternehmen mit strengen Sicherheitsanforderungen müssen die Automatisierung ausbauen, ohne die Kontrolle über ihre Daten aufzugeben. In Zusammenarbeit mit secunet können wir die ServiceNow AI Platform in eine souveräne Partner-Cloud-Umgebung integrieren, die in Deutschland betrieben wird, sodass diese Organisationen kritische Prozesse innerhalb der von ihnen geforderten rechtlichen Rahmenbedingungen und Kontrollmechanismen automatisieren können“, erklärt Robert Rosellen, Vice President Sales und Country Manager Deutschland bei ServiceNow.
Marc-Julian Siewert ist CEO der secunet Security Networks AG.
(Bild: secunet Security Networks AG)
Marc-Julian Siewert, CEO der secunet Security Networks AG, ergänzt: „Digitale Souveränität bedeutet, moderne Technologie unter eigener Kontrolle einsetzen zu können. Gemeinsam mit ServiceNow bringen wir leistungsfähige digitale Workflows in eine von secunet betriebene, souveräne Umgebung. Damit ermöglichen wir Behörden und Unternehmen von automatisierten AI-Workflows zu profitieren, auch bei besonders hohen Sicherheitsanforderungen.“
Partnerschaft von Fides, secunet und Giesecke+Devrient
Sensible Dokumente eines Unternehmens , wie Aufsichtsratsprotokolle, Gesellschafterbeschlüsse, vertrauliche Governance-Unterlagen, werden heute bei der Mehrzahl der Konzerne über Plattformen und Cloud-Dienste US-amerikanischer Anbieter verarbeitet und gespeichert. Ausgerechnet dort, wo Datensouveränität und Vertraulichkeit am kritischsten sind, fehlte bislang eine souveräne Cloud als europäische Alternative.
Deswegen suchen europäische Unternehmen und Institutionen zunehmend aktiv nach Alternativen für eine souveräne Cloud. Fides, secunet Security Networks AG und Giesecke+Devrient wollen jetzt diese Lücke schließen: Mit Fides Sovereign Governance bringen die drei Unternehmen die vollständig in Deutschland gehostete Corporate-Governance-Plattform auf den Markt, hochsicher, DSGVO-konform und betrieben in der secunet cloud.
Souveräne Cloud für Fides Sovereign Governance
Fides Sovereign Governance vereint die bewährten Funktionen der Fides-Plattform, also Entity Management, Board Portal, Beschlüsse, Dokumentenmanagement und den Fides AI-Assistant, mit der hochsicheren Cloud-Infrastruktur von secunet. Unternehmen erhalten damit eine vollständig integrierte Governance-Lösung, die den Anforderungen von NIS2, DORA und DSGVO entspricht und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit bietet, die moderne Rechtsabteilungen, Aufsichtsräte und Compliance-Teams heute erwarten.
Kunden schließen einen einzigen Vertrag mit Fides und beziehen die Plattform als vollständige SaaS-Lösung - ohne eigene Infrastruktur und ohne separate Vertragsbeziehungen mit Hosting-Partnern. Die Konformität mit den geltenden Anforderungen an eine souveräne Infrastruktur ist dabei vertraglich gewährleistet. Fides wird bereits von internationalen Konzernen, globalen Investmentgesellschaften und familiengeführten Großunternehmen im DACH-Raum eingesetzt. Mit Fides Sovereign Governance steht diese Plattform nun auch Unternehmen zur Verfügung, für die eine in Deutschland gehostete, hochsichere Infrastruktur keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung ist.
Stand: 16.12.2025
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Giesecke+Devrient als erster Referenzkunde
Giesecke+Devrient führt Fides Sovereign Governance als erster Referenzkunde ein und ersetzt damit eine bisher eingesetzte Lösung eines US-amerikanischen Anbieters. Die Entscheidung eines der weltweit führenden Sicherheitstechnologie-Anbieters unterstreicht damit die strategische Relevanz des Angebots für eine souveräne Cloud.
Marc-Julian Siewert, CEO der secunet Security Networks AG, und Lisa Gradow, CEO von Fides, nach der Verkündung der Partnerschaft beider Unternehmen.
(Bild: secunet Security Networks AG)
Marc-Julian Siewert, CEO der secunet Security Networks AG, erklärt: "Die secunet cloud wurde für genau solche Anwendungsfälle entwickelt: hochsensible Daten, regulierte Umgebungen, maximale Vertrauenswürdigkeit. Mit unserem Partner Fides zeigen wir einmal mehr, dass digitale Souveränität und erstklassige Software keine Gegensätze sind, sondern zusammengehören. Wir freuen uns zudem über ein weiteres innovatives Referenzprojekt, das wir gemeinsam innerhalb der G+D Gruppe umsetzen." Lisa Gradow, CEO von Fides, ergänzt: "Board-Unterlagen und Beschlüsse gehören mit zu den vertraulichsten Informationen eines Unternehmens überhaupt. Dass diese über Jahre hinweg standardmäßig auf Servern US-amerikanischer Anbieter verarbeitet wurden, war ein strukturelles Defizit. Eines, das viele Unternehmen mangels Alternative akzeptieren mussten. Mit Fides Sovereign Governance entfällt diese Notwendigkeit."