Wie eine aktuelle Studie von Forrester und Varonis Systems zeigt, sehen 54 Prozent der Befragten aktuelle Ansätze der Cybersecurity durch die digitale Transformation in ihrem Unternehmens als überholt an.
(Quelle: Gorodenkoff - Adobe Stock)
Mit 96 Prozent verzeichneten fast alle Sicherheitsverantwortlichen innerhalb der letzten 24 Monate einen Anstieg der Cloud-Nutzung in ihren Unternehmen. Dies führt dazu, dass immer weniger Daten auf den Endgeräten (zehn Prozent) gespeichert und SaaS-Anwendungen zum den am häufigsten genutzten Speicherort werden. Mittlerweile liegt hier bei 60 Prozent der Unternehmen der Hauptanteil ihrer Daten. Die für Cybersecurity verantwortlichen Mitarbeiter stehen daher immer größere Blind Spots gegenüber. Diese können sie mit traditionellen Lösungen der Cybersecurity nicht schließen. 54 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen betrachten ihre aktuellen Sicherheits-Ansätze als überholt an, zeigt eine von Varonis Systems in Auftrag gegebene Studie der Analysten von Forrester.
In nahezu allen Unternehmen stieg in den letzten zwei Jahren der Einsatz von SaaS-Tools. Bei 60 Prozent der befrgten Unternehmen sogar signifikant. Hierdurch wird jedoch die Identifizierung sensitiver Daten und dadurch auch ihr Schutz wesentlich erschwert. Hinzu kommt eine mangelnde Transparenz bei den Zugriffsrechten. So sehen 53 Prozent einen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Nutzung von Cloud-Diensten und mangelnden Einblicken in übermäßige Zugriffsrechte.
40 Prozent haben keinen Überblick, ob die Mitarbeitenden nur Zugriff auf Daten haben, die sie auch tatsächlich für ihre Arbeit benötigen. Entsprechend gering ist das Vertrauen in die derzeit umgesetzten Ansätze für Cybersecurity. Nur knapp die Hälfte sieht sich in der Lage zu erkennen, ob der Admin einem Nutzer Superadministrator-Zugriff gewährt hat. 45 Prozent gehen davon aus, dass sie nicht erkennen können, dass in Folge eines Ransomware-Angriffs eine Massenverschlüsselung von Dateien beginnt.
Cybersecurity: Überwachen, wie User mit Daten interagieren
„Da sich die digitale Transformation beschleunigt und immer mehr Daten in SaaS-Anwendungen übertragen werden, benötigen Sicherheitsteams Technologien, die überwachen, wie User mit Daten interagieren und nicht nur, wie sie darauf zugreifen“, erklärt Michael Scheffler, Country Manager DACH von Varonis Systems. „Sicherheitsverantwortliche müssen schnell identifizieren können, wenn ein Mitarbeitender sich auffällig verhält. Und dies kann nur hinreichend geschehen, wenn dabei sowohl On-Premises- als auch SaaS-Lösungen einbezogen und miteinander in Beziehung gesetzt werden.“
(Michael Scheffler ist Country Manager DACH bei Varonis Systems. (Bild: Varonis))
Unternehmen beschreiten in Bezug auf die Datensicherheit jedoch zwei unterschiedliche Ansätze: 54 Prozent setzen auf eine integrierte Datensicherheitsstrategie, die On-Premises- und Cloud-Daten einbezieht, 24 Prozent auf getrennte Ansätze. Zehn Prozent verfügen lediglich über eine Strategie für die lokal gespeicherten Daten, aber nicht für die Cloud. „Einem Angreifer ist es letztlich egal, wo die wertvollen Daten gespeichert sind. Deshalb ist es erforderlich, sämtliche sensitive Daten eines Unternehmens wirksam zu schützen, ganz gleich, ob diese sich auf einem Unternehmensserver oder in der Cloud befinden“, so Scheffler. „Sich beim Schutz der Cloud-Daten auf den Provider zu verlassen, ist dabei mehr als fahrlässig. Diese schützen zwar sehr effektiv die Datenzentren und Infrastruktur, für die Sicherheit der Daten sind allerdings ausschließlich die Kunden bzw. User verantwortlich.“
Cybersecurity: Drei wichtige Empfehlungen von Forrester
Die Experten von Forrester sind überzeugt, dass die zunehmende Nutzung von Cloud-Collaboration-Tools und SaaS-Anwendungen neue Herausforderungen für die Cybersecurity mit sich bringt: „Unternehmen müssen deshalb ihre Datensicherheitsstrategie vereinheitlichen und verbessern, um den Anschluss nicht zu verlieren.“ Hierzu empfehlen die Experten folgende Maßnahmen:
Implementieren Sie Kontrollen, die direkt auf die Daten ausgerichtet sind. Der Perimeter verliert zunehmend an Bedeutung, weshalb Unternehmen ihre Daten von innen nach außen schützen müssen. Auf diese Weise wird es für Angreifer schwierig, unentdeckt zu bleiben.
Automatisieren Sie die Identifizierung und Klassifizierung sensitiver Daten. Unternehmen müssen schnell erkennen, wo sich die Daten befinden und welche Daten besonders geschützt werden müssen, um jeweils angemessene Kontrollen anwenden zu können. Aufgrund des Volumens und Geschwindigkeit der Daten- und Inhaltserstellung ist hierbei eine Automatisierung unumgänglich.
Stimmen Sie Datensicherheit und Governance-Bemühungen aufeinander ab, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Sicherheitsverantwortliche müssen erkennen können, welche Daten wie von welchen Mitarbeitenden verwendet werden, und einen übermäßigen Zugriff verhindern. Unternehmen sollten zudem ihre Datenrisiken durch die Löschung bzw. Archivierung veralteter oder überflüssiger Daten reduzieren.
(Welche Fähigkeiten würden eine Datensicherheitsplattform verbessern beziehungsweise verschlechtern? (Bild: Forrester))
Der Report "Take A Data-First Approach To Securing The Cloud" von Forrester ist hier verfügbar. Varonis verfolgt seit der Gründung 2005 einen anderen Ansatz als die meisten IT-Sicherheits-Anbieter, indem es die sowohl lokal als auch in der Cloud gespeicherten Unternehmensdaten ins Zentrum der Sicherheitsstrategie stellt. Die Datensicherheits-Plattform (DSP) von Varonis erkennt Insider-Bedrohungen und Cyberangriffe durch die Analyse von Daten, Kontoaktivitäten, Telemetrie und Nutzerverhalten. (sg)
Stand: 16.12.2025
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