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Bedrohungen Cybersicherheit: Risiken gehen häufig von Mitarbeitern aus

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Mitarbeiter gehören zu den häufigsten Risiken in der Cybersicherheit für Unternehmen. Laut dem aktuellen „Cyber Readiness Report“ von Hiscox berichten 47 Prozent der deutschen Unternehmen, die im vergangenen Jahr Ziel eines Cyberangriffs wurden, dass Mitarbeitende der erste Einstiegspunkt in mindestens einem dieser Angriffe waren.

(Bild:  Ali/Adobe Stock)
(Bild: Ali/Adobe Stock)

Mitarbeiter sind mit 47 Prozent gleich hinter Cloud-Sicherheitslücken auf Unternehmensservern (55 Prozent) das größte Risiko für Cyberangriffe in Deutschland. Insbesondere manipulative Social-Engineering-Techniken, wie Phishing, missbrauchen das Vertrauen von Mitarbeitenden und gefährden dadurch die Cybersicherheit von Unternehmen. Viele Mitarbeiter arbeiten hybrid im Homeoffice und oftmals auch mit eigenen technischen Geräten (Bring Your Own Device). Dadurch ist nicht nur das Cyberangriffsrisiko erhöht, sie erhalten zudem auch nicht immer die neuesten Informationen und Aufklärungen zu Richtlinien der  Cybersicherheit und Best Practices.

Die drei häufigsten Einstiegspunkte für Cyberangriffe auf Unternehmen.(Bild:  Hiscox)
Die drei häufigsten Einstiegspunkte für Cyberangriffe auf Unternehmen.
(Bild: Hiscox)

Außerdem sind Mitarbeiter anfälliger für Fehler oder Sicherheitsverletzungen, die unbeachtet bleiben. Die Hälfte aller Führungskräfte in Deutschland sieht einen Anstieg des Risikos in der Cybersicherheit durch die Remote-Arbeit. Immerhin geben 65 Prozent der Führungskräfte an, dass ihr Unternehmen zusätzliche Schulungsmaßnahmen zur Cybersicherheit für remote arbeitende Mitarbeitende getroffen hat, um das Risiko von Cyberangriffen zu verringern.

Cybersicherheit: Schutzmaßnahmen gehören zur Betriebskultur

Cybersicherheit
Gisa Kimmerle ist Head of Cyber bei Hiscox.
(Bild: Hiscox)

Gisa Kimmerle, Head of Cyber bei Hiscox, erläutert: „Richtlinien in der Cybersicherheit sind nur dann wirksam, wenn alle Mitarbeitenden ihre Bedeutung verstehen und aktiv Schutzmaßnahmen ergreifen. Cybersicheres Verhalten muss Teil jeder Unternehmenskultur sein. Proaktive Schulungen von Mitarbeitenden, Tests und Richtlinien – vor allem bei eigenen technischen Geräten – sind entscheidende Maßnahmen, um die Cyberresilienz des Unternehmens zu erhöhen. Nur mit einem gut informierten Team, das sich der Gefahren bewusst ist, können Unternehmen ihre sensiblen Daten ausreichend schützen und so gegen die immer besser getarnten Angriffe im digitalen Raum vorbereitet sein. Für die Absicherung des Restrisikos ist eine Cyber-Versicherung sehr ratsam.“

Zur Methodik der Umfrage

Der „Cyber Readiness Report 2024“ von Hiscox liefert jährlich seit 2016 ein aktuelles Bild der Bereitschaft von Organisationen in der Cybersicherheit und bietet eine Blaupause für Best Practices im Kampf gegen eine sich ständig weiterentwickelnde Bedrohung. Er basiert auf einer internationalen Befragung von 2150 Expertinnen und Experten, die für die Cybersicherheitsstrategie ihres Unternehmens verantwortlich sind. Befragt wurden Führungskräfte wie Geschäftsführer, Abteilungsleiter, IT-Manager und andere wichtige Fachleute, aber auch Selbstständige. 

Es handelt sich dabei um eine repräsentative Auswahl von Unternehmen verschiedener Größen und Branchen. Die Teilnehmer stammen aus den folgenden Ländern: Deutschland, den USA, dem Vereinigten Königreich, der Republik Irland, Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden, Die Befragungen für den Cyber Readiness Report 2024 wurden zwischen dem 12. August und dem 2. September 2024 durchgeführt. Hiscox ist ein international tätiger Spezialversicherer mit einem auf die Absicherung beruflicher Risiken, privater Vermögenswerte und Spezialrisiken fokussierten Versicherungsportfolio.

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