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Geteilte Datenverantwortung Data Democracy – Ziele, Voraussetzungen und Vorteile

Ein Gastbeitrag von Stephan Schlicker und Tomke Mehrtens 2 min Lesedauer

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Stellen Sie sich vor: Entscheidungsfindungsprozesse verkürzen sich elementar, Ressourcen werden besser genutzt und Mitarbeitende sind befähigt, neue Ideen zu entwickeln und Geschäftsfelder zu erkennen. Ermöglicht wird dies durch das Konzept der Data Democracy, das den Datenzugriff im Unternehmen neu verteilt.

(Bild: tungnguyen0905/pixabay)
(Bild: tungnguyen0905/pixabay)

Data Democracy beschreibt das Prinzip, Daten im Unternehmen stärker zu verteilen und zu nutzen, um Entscheidungen zu beschleunigen und die Innovationkraft eines Unternehmens zu stärken. Ziel ist die Zugänglichkeit von Daten für jeden, für den sie in diesem Kontext von Nutzen sind.

Dies bringt meist einen grundlegenden Kulturwandel mit sich. Schließlich ist es für viele Führungskräfte oder IT-Abteilungen eine fundamentale Veränderung, Verantwortung in andere Hände zu legen und einen breiten Zugang zu bislang exklusiven Informationen zu gewähren. Eine Entwicklung, bei der mit Widerständen zu rechnen ist, die ernstgenommen und professionell begleitet werden müssen. Neben Change Management ist Data Governance essenziell, ein verbindliches Regelwerk für die effektive und zielgerichtete Nutzung von Daten im Unternehmen. So werden Leitplanken in Form von Guidelines definiert, innerhalb derer sich die Mitarbeitenden bewegen können.

Diese neue Kultur des Umgangs mit Daten setzt ein hohes Maß an Vertrauen sowie ein verändertes Mindset auf Führungsebene voraus, das vorgelebt werden muss, um in jeder Ebene der Belegschaft anzukommen.

Data Democracy: Vor dem Zugriff heißt es organisieren

Unternehmen, die sich entscheiden, Daten zugänglicher zu machen und partizipativ zu nutzen, müssen zunächst den passenden Ansatz wählen, um Daten entsprechend zu organisieren und zu verwalten. Die Herausforderung ist, neben der technischen Lösung auch die menschliche Ebene zu betrachten und die Verantwortung für die Verfügbarkeit und Nutzung der Daten zurück an die Fachabteilungen zu geben. So können Unternehmen Data Democracy im Rahmen einer ganzheitlichen Datenstrategie optimal umsetzen. Es geht dabei sowohl darum, die Organisation und die Mitarbeitenden auf dem Weg der Transformation mitzunehmen, als auch darum, dies mit einer zentral zugänglichen aber dezentral organisierten Systemarchitektur bestmöglich zu unterstützen.

Sicherheit von Anfang an

Bedenken gegenüber Data Demo­cracy beziehen sich meist auf die Themen „Datenschutz und Sicherheit“. Dem wirkt eine wohl definierte Data Governance entgegen. Es gilt zunächst Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse für den Umgang mit Daten und deren Austausch zu schaffen und anzupassen. In einem zweiten Schritt ist es wichtig, die Mitarbeitenden effektiv und mit einem klaren Fokus auf Data Literacy zu schulen. Hier lernen sie, Daten effektiv zu analysieren und relevante Erkenntnisse herauszufiltern. Die BTC Gruppe setzt zur gemeinsamen Erarbeitung auf einen erprobten iterativen Prozess, der am Design und Data Thinking angelehnt ist. Dabei steht die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams aus internen und externen Experten aus Fachbereichen sowie IT im Vordergrund, um die neue (Daten)Kultur zu etablieren und zu stärken.

Wichtig ist dabei die nachhaltige Befähigung der Organisation sowie der Mitarbeitenden zur effektiven und zielgerichteten Nutzung von Daten.

Data Democracy: Fazit

Angesichts des globalen Wettbewerbs erhält Data Democracy in Zukunft eine große Bedeutung. Es versetzt Unternehmen in die Lage, das volle Potenzial ihres Datenbestands auszuschöpfen und eröffnet bislang ungeahnte Möglichkeiten. Eine Chance, die Unternehmen unbedingt nutzen sollten.

Data DemocracyStephan Schlicker
ist Head of Analytics & Data Strategy bei der Five1 GmbH – Member of the BTC Group.

Bildquelle: Stephan Schlicker

Data DemocracyTomke Mehrtens
ist Managerin SAP Analytics bei der BTC AG.

Bildquelle: Tomke Mehrtens

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