Die digitale Transformation in Deutschland ist noch immer auf dem Stand von 2019, geht aus einer Umfrage von Culcha hervor. Für eine erfolgreiche Digitalisierung fehlt es für 62 Prozent der Befragten vor allem an der Fähigkeit, datengetrieben zu denken und zu entscheiden, dicht gefolgt von der Offenheit für Veränderungen (59 Prozent).
(Quelle: peterschreiber.media - Adobe Stock)
Eine aktuelle Umfrage von Culcha unter Fach- und Führungskräften zeigt: digitale Transformation in Deutschland auf dem Stand von 2019.
Unternehmen sehen anspruchsvolle Kunden mit digitalem Nutzungsverhalten als „wesentliche Herausforderung”.
Datengetriebenes Denken und Entscheiden sowie Offenheit für Veränderungen stellen die größten Kompetenz-Lücken dar.
Die Corona-Pandemie hat der digitalen Transformation in Deutschland keinen nachhaltigen Schub gegeben. Das geht aus der Studie „Digital Transformer of the Year 2022“ von Culcha hervor. 80 Prozent aller Befragten sehen die Chance, durch die digitale Transformation die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu sichern. Deshalb steht der Ansatz weiterhin ganz oben auf der Agenda der Entscheider. Die Umfrage wurde von Culcha, dem digitalen Personal Trainer für modernes Arbeiten und Führen, und der Transformations-Boutique _Mediate im März und April 2022 durchgeführt. An der Studie haben über 150 Fach- und Führungskräfte aus den Branchen Automobil, Industrie, Medien und Gesundheit teilgenommen. Hierfür haben sie ihre Einschätzungen zum Stand der digitalen Transformation in ihren Unternehmen geteilt.
Durch digitale Transformation Zukunftsfähigkeit sichern
Nur rund 28 Prozent der Befragten sehen die Unternehmen ihrer Branche bei der digitalen Transformation weit fortgeschritten. Im Jahr 2019 sahen das immerhin noch rund 30 Prozent der Befragten so. Dabei sehen rund 80 Prozent aller Befragten in der digitalen Transformation die Chance, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu sichern. Erst mit einigem Abstand folgen Wachstumschancen, wie die Gewinnung neuer Kunden (49 Prozent) oder die Erschließung neuer Märkte (38 Prozent). 54 Prozent der Befragten sehen in anspruchsvolleren Kunden mit digitalem Nutzungsverhalten sogar eine Herausforderung für ihre Unternehmen, gefolgt vom Mangel an digitalen Fachkräften 46 Prozent.
Für eine erfolgreiche digitale Transformation fehlt es nach Ansicht von 62 Prozent der Befragten vor allem an der Fähigkeit, datengetrieben zu denken. Und zu entscheiden, dicht gefolgt von der Offenheit für Veränderungen (59 Prozent). Dabei spielt es für den Großteil der Befragten keine Rolle, ob es sich um Mitarbeitende oder Führungskräfte handelt – 62 Prozent sehen die Fähigkeiten beider Gruppen im gleichen Maße ausbaufähig. Von einem Vorsprung der Führungskräfte kann also keine Rede sein. Überraschende zehn Prozent der Befragten geben an, dass immer noch keine Maßnahmen im Unternehmen ergriffen werden, um die Kompetenz-Lücken zu schließen.
Digitalisierung der Prozesse in der Corona-Pandemie
Prof. Dr. Katja Nettesheim, CEO und Gründerin von Culcha, sagt: „Auf den ersten Blick sehen die Ergebnisse überraschend aus, aber sie kommen für uns nicht unerwartet. Corona hat die Digitalisierung der Prozesse entscheidend nach vorne gebracht, aber nicht die Transformation in der Zusammenarbeit oder den Zugang zu neuen Märkten. Wir sind uns sicher, dass digitale Transformation als Beitrag zur Steigerung der Krisenfestigkeit von Unternehmen deshalb weiterhin ganz oben auf der Agenda der Entscheider steht.“
(Prof. Dr. Katja Nettesheim ist CEO und Gründerin von Culcha. (Bild: Culcha))
In den Branchen zeichnet sich ein differenziertes Bild. Bei den Industrieunternehmen holen die Spätzünder auf. Der Anteil der Befragten in der Industrie, die ihre Branche als kaum fortgeschritten bewerteten, sank von 28 Prozent im Jahr 2019 auf 20 Prozent im Jahr 2022. In der Automobilbranche hingegen wird die Kluft größer. 55 Prozent der Befragten sehen die Unterschiede beim Fortschritt in der Transformation in der Branche als erheblich (2019: 29 Prozent).
Besondere Herausforderungen für Medienbranche
Die Medienbranche war eine der ersten, die sich den Herausforderungen der digitalen Welt stellen musste, und ist entsprechend heterogen. Einige Unternehmen waren dabei sehr erfolgreich, andere tun sich noch immer schwer. 2022 sehen 37 Prozent der Befragten die Branche als weit fortgeschritten. Dem gegenüber stehen 20 Prozent, die den Stand der Transformation mit schlecht benoten. Im Gesundheitssektor sehen immerhin 30 Prozent der Befragten die Branche auf einem guten Weg. Allerdings bewertet rund ein Viertel der Befragten den Fortschritt als schlecht.
Culcha ist der digitale Personal Trainer für modernes Arbeiten und Führen. Das TransformTech-Tool sorgt dafür, dass Transformations-Strategien im gesamten Unternehmen zur gelebten Realität werden. 2019 von Professor Dr. Katja Nettesheim gegründet, gibt das Start-up Führungskräften und Mitarbeitenden einen digitalen Werkzeugkasten an die Hand und unterstützt sie dabei, diese Werkzeuge auch anzuwenden.
Der „Digital Transformer of the Year“-Award ist Teil der DTOY-Initiative, in der seit 2017 CEOs, CDOs und weitere Transformationsverantwortliche in einer Community zusammengebracht werden. Höhepunkt ist die Auszeichnung der digitalen Vorreiter in den Kernbranchen der deutschsprachigen Wirtschaft. Dieses Jahr wurden die begehrten Preise in den Kategorien Industrie, Automobil, Medien und Gesundheit sowie in der Sonderkategorie HR vergeben. (sg)
Stand: 16.12.2025
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