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Bedrohungslage IT-Sicherheit: Wie diese durch den Fachkräftemangel gefährdet wird

Von Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Drei Viertel der Security- und Führungsverantwortlichen sehen die IT-Sicherheit durch fehlendes Fachpersonal beeinträchtigt, belegt eine aktuelle Studie von G Data CyberDefense. Gleichzeitig verschärft der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz die Bedrohungslage.

(Bild:  © Thanaporn/stock.adobe.com – generiert mit KI)
(Bild: © Thanaporn/stock.adobe.com – generiert mit KI)
76 Prozent der befragten IT-Security- und Führungsverantwortlichen sprechen davon, dass sich der Personalmangel negativ auf die IT-Sicherheit ihrer Organisation auswirkt.(Bild:  G Data CyberDefense)
76 Prozent der befragten IT-Security- und Führungsverantwortlichen sprechen davon, dass sich der Personalmangel negativ auf die IT-Sicherheit ihrer Organisation auswirkt.
(Bild: G Data CyberDefense)

Künstliche Intelligenz ist aber nicht nur Teil des Problems der Cyberbedrohungen. Sie spielt auch bei der Abwehr von Attacken eine immer wichtigere Rolle. Dies geht aus der sechsten Ausgabe von „Cybersicherheit in Zahlen“ hervor, die G Data CyberDefense, brand eins und Statista herausgegeben haben. Eine der wichtigen Erkenntnisse: Fehlende Fachkräfte entwickeln sich zunehmend zu einem konkreten Sicherheitsrisiko für Unternehmen. 76 Prozent der befragten IT-Security- und Führungsverantwortlichen sagen, dass sich der Personalmangel negativ auf die IT-Sicherheit ihrer Organisation auswirkt. 44 Prozent sprechen sogar von einer starken bis sehr starken Beeinträchtigung.

IT-Sicherheit benötigt qualifizierte Mitarbeiter

Konkret fehlen Mitarbeiter, um sicherheitsrelevante Updates zeitnah einzuspielen und Warnmeldungen aus den Sicherheitslösungen zu bewerten. Gleichzeitig wächst der Druck durch eine Bedrohungslage, in der künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielt. Damit wird deutlich: IT-Sicherheit ist längst nicht mehr nur eine Frage der richtigen Technologie. Unternehmen brauchen auch ausreichend qualifizierte Menschen, die diese Technologien wirksam einsetzen können.

Andreas Lüning gehört zum Vorstand von G Data CyberDefense.(Bild:  G Data CyberDefense)
Andreas Lüning gehört zum Vorstand von G Data CyberDefense.
(Bild: G Data CyberDefense)

„Künstliche Intelligenz verändert die Bedrohungslage auf beiden Seiten: Cyberkriminelle können Angriffe schneller und effizienter durchführen. Gleichzeitig hilft KI dabei, Attacken früher zu erkennen und schneller darauf zu reagieren. Entscheidend ist deshalb nicht, ob wir KI in der Cyberabwehr einsetzen, sondern wie verantwortungsvoll und wirksam wir ihre Möglichkeiten nutzen. Unternehmen sollten diese Chance jetzt konsequent ergreifen, um ihre Abwehr nachhaltig zu stärken“, kommentiert Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand von G Data CyberDefense.

Entscheidend ist es nicht, ob wir KI in der Cyberabwehr einsetzen, sondern wie verantwortungsvoll und wirksam wir ihre Möglichkeiten nutzen.

Andreas Lüning, G Data CyberDefense

KI verschärft Angriffe und hilft zugleich bei der Abwehr

44 Prozent der Befragten sehen in der KI einen besonderen Nutzen beim frühzeitigen Erkennen von Angriffen. (Bild:  G Data CyberDefense)
44 Prozent der Befragten sehen in der KI einen besonderen Nutzen beim frühzeitigen Erkennen von Angriffen.
(Bild: G Data CyberDefense)

Zusätzlicher Druck erzeugt die weiterhin hohe Bedrohungslage: Für fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) sind organisierte Cyberkriminelle, die mit gezielten Attacken Profit erzielen wollen, die größte Gefahr. Künstliche Intelligenz erhöht dabei die Geschwindigkeit und Effizienz von Angriffen – beispielsweise beim Ausnutzen von Sicherheitslücken. Zugleich ist KI längst auch ein wichtiger Bestandteil der Cyberabwehr: 44 Prozent der Befragten sehen darin einen besonderen Nutzen beim frühzeitigen Erkennen von Angriffen. Für jeden Dritten hat der KI-Einsatz Vorteile in der automatisierten Auswertung großer Datenmengen sowie in automatisierten Reaktionen auf Sicherheitsvorfälle.

Sechste Ausgabe vom Nachschlagewerk der IT-Sicherheit

Für 46 Prozent der Befragten sind organisierte Cyberkriminelle die größte Gefahr, die mit gezielten Attacken Profit erzielen wollen.(Bild:  G Data CyberDefense)
Für 46 Prozent der Befragten sind organisierte Cyberkriminelle die größte Gefahr, die mit gezielten Attacken Profit erzielen wollen.
(Bild: G Data CyberDefense)

Bereits zum sechsten Mal erscheint „Cybersicherheit in Zahlen“ von G Data CyberDefense, brand eins und Statista. Das Magazin hat sich längst als Kompendium für IT-Sicherheit etabliert. Mehr als 5.000 Menschen in Deutschland haben uns Auskunft über ihren digitalen Alltag, ihr Sicherheitsgefühl und ihre Erfahrungen mit IT-Sicherheit gegeben. Neben der repräsentativen und umfassenden Arbeitnehmerumfrage beschreibt das Magazin zahlreiche Aspekte rund um IT-Security. Ein zusätzlicher Fokus liegt auch in diesem Jahr auf der öffentlichen Verwaltung. Reportagen und Interviews mit Digitalminister Karsten Wildberger, zur digitalen Souveränität und zum Fachkräftemangel runden das aktuelle Heft ab.

IT-Sicherheit als Wirtschaftsfaktor

Die Bedeutung von Cybersicherheit wächst auch weltweit und zeigt sich in folgenden Ergebnissen:

  • Der Umsatz mit Security-Services hat sich weltweit innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt (2016: 11,5 Mrd. Euro, 2026: 25,4 Mrd. Euro).

  • 2030 werden die Kosten für IT-Sicherheit durch Cyberkriminalität schätzungsweise 16,9 Billionen Euro betragen – gegenüber 2018 eine Steigerung um 2.240 Prozent.

  • 68 Prozent sämtlicher Cyberangriffe erfolgen über eine E-Mail mit Schadsoftware.

  • Die Aufklärungsquote der erfassten Cybercrime-Fälle lag in Deutschland im Jahr 2025 bei 31 Prozent.

Cybersicherheit in Zahlen“ ist 2026 zum sechsten Mal erschienen und zeichnet sich durch eine große Informationsdichte und methodische Tiefe aus. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie wurden mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland zur Cybersicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt. 
Die Fachleute von Statista haben die Befragung eng begleitet und präsentieren dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liegt, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse im Magazin „Cybersicherheit in Zahlen“. 

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