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Nachhaltigkeitskonzepte: Was deren Einführung in der Fertigungsbranche behindert

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Eine neue Umfrage von IFS zeigt, dass in der Fertigungsbranche reaktive Denkweise und veraltete Infrastruktur Maßnahmen zur Nachhaltigkeit behindern und zeigt, dass sich die Hersteller an der Kreislaufwirtschaft ausrichten.

(Quelle:  Robert Kneschke - Adobe Stock)
(Quelle: Robert Kneschke - Adobe Stock)

IFS hat gemeinsam mit den Technologieanalysten von Omdia eine Studie zum Stand von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in Fertigungsunternehmen durchgeführt. Im Fokus stand dabei, wie Nachhaltigkeitskonzepte erfolgreich eingeführt werden. Im Rahmen der weltweiten Studie wurde ein breites Spektrum an Teilnehmern befragt, die für Fertigungsunternehmen in Nordamerika und Europa tätig sind und auf Direktor- oder C-Level und höher beschäftigt sind.

Angesichts des sich beschleunigenden Klimawandels und der Notwendigkeit, die Auswirkungen des verarbeitenden Gewerbes auf die Umwelt durch die Senkung von Emissionen und die Verringerung des industriellen Energieverbrauchs einzudämmen, ist die Studie von hoher Relevanz. Die entstandene Pause während der Corona-Pandemie wirkt sich jetzt wie ein Katalysator für mehr Nachhaltigkeit aus. Auch externe Einflüsse, wie die Sensibilisierung der Kunden und der Druck der Regulierungsbehörden sind relevant.

Drei Schlüsselbereiche beeinflussen Nachhaltigkeitskonzepte

Die Umfrage deckt drei Schlüsselbereiche ab, die sich alle auf Nachhaltigkeitskonzepte der Hersteller beziehen. Der erste Bereich umfasst Investitionsfaktoren, wie Umweltverantwortung und Hindernisse, wie zum Beispiel veraltete Infrastruktur. Der zweite Bereich befasst sich mit dem Stand der Umsetzung von Nachhaltigkeit. Einschließlich der Schlüsselbereiche, auf die sich die Unternehmen derzeit bei ihren Nachhaltigkeitsinitiativen konzentrieren sowie mit dem Reifegrad, den Nachhaltigkeitskonzepte aufweisen. Der dritte Bereich bewertet die Argumente für die Kreislaufwirtschaft und ihre wichtigsten Vorteile.

Der wichtigste Treiber für Nachhaltigkeitsinitiativen in Unternehmen ist die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (18 Prozent). Für jeweils 15 Prozent sin die Treiber Geschäftsrisiken sowie finanzielle Anreize und Steuererleichterungen. Als die größten Hindernisse für Investitionen in Nachhaltigkeitskonzepte wurden organisatorische Hindernisse genannt. Für 21 Prozent sind es die fehlende zentrale Verantwortung, 18 Prozent nannten veraltete Anlagen und Infrastruktur. Für 17 Prozent liegt ein Hindernis in hohen Vorlaufkosten. Was den Stand der Umsetzung von Maßnahmen angeht, so gaben 43 Prozent der Befragten an, dass sie Verfahren zur Abfall- und Wasseraufbereitung eingeführt haben. 40 Prozent verwiesen auf die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen in der gesamten Lieferkette und 38 Prozent auf die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen für interne Abläufe.

Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft immer wichtiger

Die Kreislaufwirtschaft rückt immer mehr in den Fokus der Hersteller. So gaben zwölf Prozent an, dass die Kreislaufwirtschaft als Unternehmensschwerpunkt gilt und bereits umgesetzt wird. Weitere 80 Prozent erproben Maßnahmen für die Kreislaufwirtschaft, haben entsprechende Ziele festgelegt und setzen diese um oder sind in der Entwicklungsphase entsprechender Ziele. Die Fortschritte in Sachen Kreislaufwirtschaft sind in Nordamerika höher, hier haben bereits 18 Prozent der Unternehmen diese als Unternehmensschwerpunkt etabliert und umgesetzt, in Europa sind es sieben Prozent.

Einer der wichtigsten Vorteile, die ein Kreislaufwirtschafts-Modell für ein Unternehmen mit sich bringt, liegt für 78 Prozent der Befragten in der Unterstützung einer nachhaltigen Strategie. Jeweils 74 Prozent nannten die Steigerung der Kundenbindung und des Umweltschutzes. Für 45 Prozent der Befragten steht die Verbesserung des Umweltschutzes durch die Verringerung von Abfällen in der gesamten Lieferkette im Mittelpunkt der Kreislaufwirtschaft. Zu den Branchen, in denen die Kreislaufwirtschaft am weitesten fortgeschritten ist, gehört die chemische Industrie. Hier haben bereits 21 Prozent entsprechende Maßnahmen etabliert. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind es 17 Prozent der Unternehmen.

IFS entwickelt und liefert weltweit Unternehmenslösungen aus der Cloud, die Güter produzieren und vertreiben, Anlagen bauen und unterhalten sowie Dienstleistungen erbringen. Auf einer Plattform vereint IFS alle branchenspezifischen Lösungen und verbindet sie durch ein gemeinsames Datenmodell. So stehen die integrierten Lösungen Unternehmen dann zur Verfügung, wenn es für sie am wichtigsten ist – im Moment of Service. (sg)

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Aufmacherbild: Robert Kneschke - Adobe Stock

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