In diesen schnelllebigen Zeiten ist es für Unternehmen jeder Branche wichtig, wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Nonplusultra für Wachstum ist das Verstehen von Daten mithilfe von Open Source.
(Quelle: Zapp2Photo/shutterstoc)
Das vergangene Jahr war geprägt von großen Veränderungen. Covid-19 stellte den gesamten Lebensalltag auf den Kopf – privat wie beruflich. Unternehmen stehen vor einer komplett neuen Situation. In einer Zeit von kaum vorhersehbaren Umbrüchen müssen sie sich rasch und kontinuierlich anpassen, um zu überleben beziehungsweise noch weiter zu wachsen. Derzeit blicken bereits viele Unternehmer sehnsüchtig in die Zukunft und bereiten sich auf das Leben nach Covid-19 vor. Zentrale Fragen, um das Unternehmen für die Post-Pandemie-Zeit aufzustellen, lauten: Welche Auswirkungen hatte die Pandemie auf Unternehmen? Wie können Unternehmen ihren Mitbewerbern auf dem Weg zu einer „neuen Normalität“ voraus sein? Open Source kann bei der Antwort auf solche Fragen hilfreich sein.
85 Prozent der Unternehmen setzen auf Open Source
Es ist kein Geheimnis, dass wachstumsorientierte Unternehmen auf neue Strategien oder Technologien setzen. Häufig entscheiden sie sich auf der Suche nach Wettbewerbsvorteilen und Innovationen für auf Open Source basierende Technologien. So akzeptierten immer mehr Unternehmen im vergangenen Jahr Open Source. Das bestätigt auch eine kürzlich von Aiven veröffentlichte Entwicklern in Unternehmen. Demnach setzen 85 Prozent der Unternehmen auf diesen Ansatz. Laut einer Tidelift-Studie wollen fast die Hälfte der Unternehmen aufgrund der Pandemie noch stärker als bisher auf Open Source setzen. Was macht diesen Ansatz in diesen unsicheren Zeiten so attraktiv?
Open Source als Motor des Wachstums
Was Privatpersonen oft gar nicht wissen: Gegenwärtig basiert fast alles um uns herum auf Open Source: Mobiltelefone, Haushaltsgeräte und Cloud-Anbieter. Das Rad muss also nicht neu erfunden werden. Im Gegenteil: Unternehmen bauen auf bereits bestehende Technologie auf. Wie der Name bereits nahelegt, zeichnet sich die Software dadurch aus, dass sie frei einsehbar und transparent – sozusagen offen – ist. Ein entscheidender Vorteil für Unternehmen: Sie können dadurch ihre eigenen Daten nutzen und verarbeiten, wodurch sie unabhängig von einzelnen Anbietern wie Produkten bleiben.
Open- Source-Software basiert auf frei zugänglichen Quellcodes, welche durch die Entwickler:innen genutzt, angepasst und verändert werden können. Dabei legen Lizenzen die Nutzungsbedingungen fest. Nach den Richtlinien der Open-Source-Initiative muss die Software frei nutzbar sowie veränderbar sein und die Weitergabe ermöglichen. Bei Letzterem sind vor allem die freigiebigen (permissiven) Lizenzen für Unternehmen von großer Bedeutung. Denn diese ermöglichen durch weniger Einschränkungen unternehmerische Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Dadurch ist es möglich, schneller zu agieren, gemeinsam zu experimentieren und zu innovieren.
Hinzu kommt das Amazon, Google, Intel oder Microsoft – um nur einige zu nennen – für die permanente Weiterentwicklung von Services sorgen. Die Technologie wird daher auch in Zukunft wegweisend bleiben. Diese Faktoren und Vorteile sind entscheidend für Unternehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben – insbesondere in Zeiten, in denen kaum einer genau weiß, wie die Zukunft aussehen wird.
Orientierung durch Daten in unwägbaren Zeiten
Gerade in unwägbaren Zeiten geben Daten eine Orientierung. Statt auf das Bauchgefühl erhalten Unternehmensführer:innen valide belastbare Fakten, um wegweisende unternehmerische Entscheidungen zu fällen. Und genau hierbei hilft Open Source: Durch den offenen Charakter der Software lassen sich interne Unternehmensdaten durch externe Unternehmensdaten ergänzen. Per API können Unternehmen in Echtzeit Finanz- oder Wetterdaten und viele andere Daten aller erdenklichen Art zu ihrem fortwährenden System hinzufügen und auswerten.
Dadurch können auch Künstliche Intelligenz und Machine Learning effizienter ihr Potenzial entfalten. Durch Open Source sind neben Datensätze auch Frameworks, Arbeitsabläufe und Softwaremodelle zugänglich und können kollaborativ genutzt werden. Weitere Vorteile: Durch die hohe Anzahl von Mitarbeitern, die für gewöhnlich an solchen Projekten arbeitet, werden Fehler im Code normalerweise schnell erkannt, diagnostiziert und behoben. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Open-Source-Software oft als sicherer gilt als proprietäre Software. Gerade in Zeiten der digitalen Transformation ist es ausschlaggebend für das rasche Wachstum, dass Sicherheit und Flexibilität Hand in Hand gehen.
Managed Open Source für weniger Aufwand
Dennoch birgt die Nutzung einige Herausforderungen, denn Open Source ist schwieriger zu implementieren als proprietäre Softwares. Anders als bei proprietärer Software ist Open Source meist kein „Plug-and-Play”. Das Unternehmen muss solche Softwarelösungen häufig erst noch für den spezifischen eigenen Anwendungsfall anpassen. Zudem müssen sich die Nutzer selbstständig und permanent um Patches und Updates kümmern.
Stand: 16.12.2025
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Dies liegt daran, dass Software-Codes von der „Community“ für die „Community“ entwickelt wurden. Zwar sorgt eben diese weltweite Open-Source-Community für Innovation und stetige Verbesserung der verschiedenen Projekte. Für die Unternehmen, die auf Open Source setzen wollen und dabei auf Schwierigkeiten stoßen, ist dadurch aber kein unmittelbarer, zentraler Support als Ansprechpartner vorhanden. Auf Foren existieren zwar Online-Anleitungen und einzelne Personen geben dort Ratschläge und Hinweise, aber je individueller und komplexer das Problem ist, umso mehr sind Nutzer:innen, in diesem Fall Unternehmen, mit ihren Fragestellungen auf sich allein gestellt.
Hier kommt Managed Open Source ins Spiel. Durch komplett verwaltete Umgebungen können Unternehmen von den Vorteilen profitieren –, ohne von den Nachteilen betroffen zu sein – insbesondere, ohne die Verantwortung für Implementierung, Wartung und Sicherheit übernehmen zu müssen. Die Managed-Variante gibt Entscheidern alle Vorteile dieser Technologie an die Hand – inklusive der Möglichkeit, das Potenzial von Echtzeit-Daten voll auszuschöpfen, und minimiert die damit verbundenen Kosten.
(Heikki Nousiainen ist Chief Technology Officer und Co-Founder von Aiven. (Bild: Aiven))
Über den Autor: Heikki Nousiainen ist Chief Technology Officer und Co-Founder von Aiven, einem Managed-Cloud-Service-Unternehmen, das weltweit Datentechnologien auf Basis von Open Source anbietet. Nousiainen hat 150 Millionen Dollar eingeworben und Aiven auf drei Kontinenten mit Hauptsitz in Helsinki und Hubs in Berlin, Toronto, Boston und Sydney vergrößert. Er ist Experte für Tech, IoT und Softwarelizenzen. Zuvor war er als Software-Architekt, Spezialist für Informationssicherheit und Software-Ingenieur für Software- und IT-Unternehmen tätig und hat die Cloud-Einführung vorangetrieben. (sg)