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Wachstumsbranche Rechenzentren: Wachstum wird durch KI angetrieben

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Wie eine neue Studie von DLA Piper zeigt, wird generative KI das Wachstum in der Rechenzentrumsbranche erheblich vorantreiben. 70 Prozent der Investoren und Betreiber von Rechenzentren rechnen in den nächsten zwei Jahren mit höheren Investitionen.

(Bild: Real/Adobe Stock)
(Bild: Real/Adobe Stock)

Der globale Rechenzentrumsmarkt blickt optimistisch in die Zukunft: Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftskanzlei DLA Piper gehen 70 Prozent der Investoren und Betreiber davon aus, dass die Investitionen in Rechenzentren in den kommenden zwei Jahren deutlich steigen werden. Ein zentraler Treiber ist die wachsende Nachfrage nach Rechenleistung durch generative KI, darunter maschinelles Lernen und Sprachmodelle.

Rechenzentren: Energieversorgung als limitierender Faktor

Trotz der positiven Marktentwicklung bleibt die Energieversorgung ein großes Sorgenkind. Beinahe alle Studienteilnehmer (98 Prozent) berücksichtigen die Verfügbarkeit und Stabilität der Energieversorgung bei Investitionsentscheidungen, wobei die Hälfte dies als größte Hürde betrachtet. Die Studie prognostiziert, dass der globale Markt für Rechenzentren im Jahr 2024 ein Volumen von rund 300 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von zehn Prozent jährlich könnte dieser Wert bis 2029 auf 483,15 Milliarden US-Dollar steigen.

Besonders in den USA kämpfen Energieversorger mit einem Ansturm auf Stromkapazitäten, die erst in den 2030er Jahren vollständig gedeckt werden könnten. Als Reaktion darauf verlangen sie hohe, nicht erstattungsfähige Vorauszahlungen von Investoren in Grundstücke und einen festen Strom-Abnehmer.

Nachhaltigkeit und Regulierung im Fokus

Die Diskussion um den Ressourcenverbrauch von Rechenzentren, insbesondere Energie und Wasser, gewinnt ebenfalls an Bedeutung. 70 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verschärfung regulatorischer Vorgaben. Die EU hat bereits eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, die den Betreibern von Rechenzentren erhebliche Verpflichtungen auferlegen, ihre Emissionen zu melden und Maßnahmen zu deren Reduzierung zu ergreifen. Dazu gehören etwa das europäische Klimagesetz und die Energieeffizienzrichtlinie.

Lars Reubekeul, Partner und Leiter der deutschen Real-Estate-Praxis bei DLA Piper, erklärt: „Rechenzentren sind das Rückgrat der KI-Revolution und entscheidend für die globale Wirtschaft. Um die steigende Nachfrage zu bewältigen, braucht es nicht nur Investitionen, sondern auch klare Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit aller Akteure“, erklärt „Auch in Deutschland nimmt der Bedarf an Rechenzentren zu – eine Chance für Investoren aus klassischen Anlageklassen.“

Zur Methodik der Studie: Im dritten Quartal 2024 befragte TMT Finance im Auftrag von DLA Piper 176 Führungskräfte zu Investitionschancen in der Rechenzentrumsbranche sowie zu aktuellen Herausforderungen, etwa der Energieversorgung und den Auswirkungen von KI. Die Befragten repräsentieren das gesamte Spektrum der Rechenzentrumsbranche: 25 Prozent Fremdkapitalgeber und Investmentbanking, 34 Prozent Beratung und Consulting, 18 Prozent Infrastrukturinvestoren und Private Equity sowie 23 Prozent Rechenzentrumsbetreiber und TK-Unternehmen. 50 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten an fünf oder mehr Transaktionen im Bereich Rechenzentren gearbeitet, 44 Prozent waren an einer bis fünf Transaktionen beteiligt.
DLA Piper zählt mit Büros in über 40 Ländern zu den weltweit führenden Wirtschaftskanzleien. In Deutschland ist die Kanzlei mit Büros in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München vertreten.

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