Erscheint die Corona-Krise schon jetzt als Treiber der Digitalisierung, wird die Veränderungsgeschwindigkeit zukünftig weiter zunehmen. Behaupten werden sich Unternehmen, die resilient, agil, mutig und anpassungsfähig sind.
(Quelle: Visual Generation/shutterstock.com)
Resilienz von Unternehmen: Die Krise könnte den Trend, Maschinen mit Schnittstellen für ein umfassendes Remote-Management zu versehen, beschleunigen. Auch Prozesse in Sales und Kundenservice könnten sich ändern: Dank Extended Reality lassen sich Produkt- und Testpräsentationen sowie Diagnosen virtuelldurchführen.
Resilienz von Unternehmen: Nach der Disruption ist vor der Disruption
Die diesjährige Veranstaltung „#21digital“ fand kurz vor Beginn der hiesigen Corona-Beschränkungen statt. Das Motto: Strategien und Technologien in Zeiten des digitalen Darwinismus. Welche Aktualität das Bild des digitalen Darwinismus schon bald haben würde, war damals noch nicht absehbar. Inzwischen zeigt die Corona-Pandemie, wie stark die Überlebensfähigkeit von Unternehmen vom Status ihres digitalen Wandels und von ihrer Anpassungsfähigkeit abhängt.
Die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft bezeichnen viele als digitale Transformation. Weit treffender ist jedoch die Metapher der digitalen Evolution: Sie schreitet ohne definierten Endpunkt unaufhaltsam voran. In diesem Kontext verdeutlicht die Corona-Krise, dass die Digitalisierung gerade erst beginnt. Solange sich Technologien, Ökosysteme, Geschäftsmodelle und das Nachfrageverhalten immer weiter verändern, bleiben auch Transformationsprozesse unabgeschlossen. Die einzige Konstante ist der Wandel. Und dessen Geschwindigkeit nimmt rapide zu.
Resilienz und Veränderungsfähigkeit
Im Zuge des Corona-Lockdowns hatten Unternehmen vorrangig Fragen bezüglich Resilienz und Business Continuity Management zu beantworten: Wie ist die Betriebsfähigkeit sicherzustellen? Wie lassen sich Projekte trotz veränderter Rahmenparameter vorantreiben? Wie können Mitarbeiter ihre Leistung ohne physische Präsenz erbringen? Wie lässt sich auch virtuell effektiv kommunizieren?
Zugunsten belastbarer Konzepte war es IT-seitig essenziell, Informationen und Systeme ortsunabhängig verfügbar zu machen – während sie zugleich allen Sicherheitsaspekten und Stresstests genügen mussten. Moderne Technologien (Emerging Technologies) mitsamt technischen Infrastrukturen, Datenströmen, datenbasierten Entscheidungen, Cloud Computing, Collaboration Tools, ganzheitlichen IT-Architekturen und Kontinuitätsmanagement im IT-Service waren dabei unverzichtbar.
Besser virtuell als vor Ort
Eine positive Folge des Digitalisierungsschubs ist, dass sich viele Entwicklungen nicht mehr zurückdrehen lassen. Viele Unternehmen wollen die gesteigerte Prozesseffizienz nicht wieder aufgeben. Homeoffices, virtuelle Zusammenarbeit und Führung auf Distanz haben nachhaltige Auswirkungen auf die Organisationskultur. Ein komplettes Zurück zum Prä-Corona-Status ist nicht denkbar.
Manche Technologie-Anbieter haben durch die Krise bereits gewonnen, wie etwa der deutsche Online-Dienst TeamViewer sowie viele plattform-basierte Unternehmen und die weltweiten Top-20 der Tech-Unternehmen. Sie setzen die Leistungserbringung in digitaler Darreichungsform konsequent um – was weitere Innovationen treibt: TeamViewer ist neben Videokonferenzen auch zur Remote-Steuerung von Computern oder von Maschinen mit Internet of Things-Anbindung (IOT) einsetzbar.
Die Corona-Krise könnte den Trend, Maschinen mit Schnittstellen für ein umfassendes Remote-Management zu versehen, beschleunigen. Auch Prozesse in Sales und Kundenservice könnten sich ändern: Dank Extended Reality lassen sich Produkt- und Testpräsentationen sowie Diagnosen virtuell durchführen.
Digitale Geschäftsmodelle für mehr Resilienz von Unternehmen
Der Digitalisierungsschub verändert Geschäftsmodelle und Serviceprozesse auch im Gesundheitswesen. Online-Videosprechstunden wie CGM ELVI, ClickDoc und digitale Therapieassistenten wie TheraKey haben immer mehr Zulauf. Und als erste digitale Reha- und Präventionsklinik in Deutschland bietet Caspar Health Leistungen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Sporttherapie und Psychosomatik online an.
Die Betreuung von Patienten ist nicht mehr auf den physischen Aufenthalt beschränkt; sie kann vor und nach der Krankenhausbehandlung erfolgen. Zukünftig wird sich mit Wearables der Gesundheitszustand entlassener Patienten und chronisch Kranker verfolgen lassen.
Es werden neue digitale ärztliche Supervisionsmodelle entstehen – evidenzbasiert auf Daten, mit einer größeren Präzision und höheren Vorhersagegenauigkeit für die Wirksamkeit von Therapien und Medikationen. Die digitale Leistungserbringung steht zwar noch am Anfang, ist aber eine logische und unausweichliche Konsequenz – ob es um Prävention, Telemedizin oder Rehabilitation geht. Auch in anderen Branchen ermöglicht sie, Leistungen maximal zu individualisieren. Anbieter können Kundenbedürfnisse viel detaillierter erheben und diese dank Data Analytics-Technologien sehr zuverlässig prognostizieren. Damit werden datenbasierte Entscheidungspfade zum relevanten Faktor für Wettbewerbsfähigkeit.
Stand: 16.12.2025
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Keine Innovation ohne Netzwerk
Eine Welt ohne Apps ist nicht mehr vorstellbar. Um iOS- und Android-Endgeräte herum sind in kürzester Zeit ganze Ökosysteme entstanden, dessen Mitglieder weiteren Digitalisierungsinnovationen zum Durchbruch verhelfen. Wer sich Ökosystemen anschließt, kann früh identifizieren, welche Innovationen wichtig und sinnvoll sind.
Damit sind Ökosysteme eine erweiterte Innovationswerkstatt. Weil die Mitglieder hier Ideen teilen und erproben, lassen sich neuartige Lösungen in kürzerer Zeit validieren und umsetzen – und gewinnen durch das Netzwerk schneller Marktanteile. Heute setzt sich ein Produkt meist deswegen durch, weil es schneller am Markt ist und den individuellen Use Case in der Kundenansprache am besten trifft.
Agilität und Anpassungsfähigkeit
Durch die Corona-Krise ist das Bewusstsein für Resilienz und die Anpassungsfähigkeit gestiegen. Sich im Rahmen der digitalen Evolution fortlaufend anpassen zu können, ist ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) betreut rund 300 Startups. Nur eine Woche nach Beginn des Lockdowns hatte er seine Serviceleistungen auf die neue Situation umgestellt – ohne Qualitätseinbußen für die betreuten Unternehmen.
Das Beispiel zeigt: Agilität, Neugierde und Veränderungsbereitschaft müssen zum festen Bestandteil der DNA von Unternehmen werden. Digital Excellence und Innovation Excellence müssen in Zukunft der Wesenskern von Firmen sein. Damit zieht Digital Leadership samt Governance-Struktur als fester Punkt in die Agenda des C-Level Managementboards ein. Die Digitalisierung macht Unternehmen agiler, indem sie die Komplexität reduziert – oft um den Faktor zehn oder mehr. Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, dass sich die Halbwertszeit aktueller Spielregeln immer weiter verkürzt. In Zukunft gilt: Nach der Disruption ist vor der Disruption.