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Automatisierungsgrad: Wie zufrieden sind Führungskräfte in Unternehmen

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Eine Studie von IDG und UiPath zeigt zwar erste ­Erfolge und weiterhin viel Potenzial für die vollständige Automatisierung von Unternehmen jeglicher Größe. Führungskräfte und Fachbereiche sind jedoch unterschiedlich zufrieden, wenn es um den Automatisierungsgrad des Unternehmens geht.

(Quelle:  fotogestoeber - Adobe Stock)
(Quelle: fotogestoeber - Adobe Stock)

Robotic Process Automation (RPA) ist im Jahr 2021 bei 76 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz über die reine Pilotphase hinausgekommen und nun Teil des Geschäftsalltags – 71 Prozent haben mindestens fünf Prozesse automatisiert. Während lediglich vier Prozent der Mittelständler und fünf Prozent der Großunternehmen auf RPA vorläufig noch verzichten wollen, ist die Skepsis bei kleineren Unternehmen mit 17 Prozent noch verhältnismäßig groß. Diese Ergebnisse zum Automatisierungsgrad gehen aus der aktuellen IDG Research Studie „Robotic Process Automation 2021“ hervor, an deren Untersuchung UiPath als Gold-Partner beteiligt war.

Kluft zwischen C-Ebene, IT und Fachbereichen beim Automatisierungsgrad

Führungskräfte und Fachbereiche sind der Studie zufolge jedoch unterschiedlich zufrieden, wenn es um den Automatisierungsgrad des Unternehmens geht. Zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind mit 75 Prozent vor allem die Führungskräfte, jedoch 64 Prozent der IT-Abteilungen und nur 43 Prozent der befragten Fachbereiche. Da hauptsächlich das C-Level über RPA-Investitionen entscheidet, wird deren Erfolg vor allem an den klassischen Kennzahlen wie Umsatzsteigerung (43 Prozent) und höhere Profitabilität (40 Prozent) gemessen, gefolgt von der erzielten Zeitersparnis (38 Prozent). Letzterer messen ITler eine besonders große Bedeutung zu (44 Prozent), während die Fachbereiche dem Umsatzwachstum (36 Prozent) und der Kundenzufriedenheit einen größeren Wert einräumen (32Prozent).

Ziele, Kultur und Mitarbeiter first

Unternehmen haben bereits erkannt, dass der RPA-Erfolg nur zum geringeren Teil von technologischen Faktoren abhängt. Wichtiger sind dagegen klare Ziele und Visionen (47 Prozent), die Rolle der Mitarbeiter (36 Prozent) und eine passende Unternehmenskultur (33 Prozent). Erst dann folgen das nötige Wissen und Know-how (30 Prozent) sowie die Unterstützung durch Vorstand und Geschäftsführung (26 Prozent).

Wie wichtig die Mitarbeiter für eine erfolgreiche RPA-Einführung tatsächlich sind, zeigt sich bei der Identifikation von Prozessen mit Automatisierungspotenzial. Sie werden hauptsächlich (46 Prozent) durch Mitarbeiter und Führungskräfte in den Fachabteilungen gefunden. Die unmittelbar Betroffenen kennen die Pain Points am besten und wissen, welche repetitiven und monotonen Tätigkeiten automatisiert werden können, um mehr Freiraum für höherwertige Aufgaben zu schaffen.

Am Ende sollte jedem Mitarbeiter ein eigener Software-Roboter zur Seite stehen, der repetitive Aufgaben übernimmt. Um das zu erreichen, sollten in einem Center of Excellence (CoE) Automatisierungsideen der Mitarbeiter gesammelt und geprüft werden. Idealerweise können Mitarbeiter – als sogenannte Citizen Developer – etwa durch Nutzung einer End-to-End-Automatisierungsplattform mit wenig oder ohne Coding-Kenntnisse einfache Lösungen gleich selbst entwickeln.

RPA markiert letztlich nur den Beginn der längeren Reise zu einem vollständig automatisierten Unternehmen. Es ist sehr wichtig, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter beim Thema Automatisierung einbeziehen und sie ermutigen, eigene Automatisierungsideen einzureichen oder als Citizen Developer selbst umzusetzen. Erst das Zusammenspiel von Technologie und Mitarbeitern schöpft das Automatisierungspotenzial bestmöglich aus und lässt das Fully Automated Enterprise Realität werden.

(Bild: UiPath)
(Bild: UiPath)

Die Autorin Annette Maier ist Area Vice President Central & Eastern Europe bei UiPath.

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