Laut einer aktuellen Umfrage des Bitkom stufen 89 Prozent der befragten Industrieunternehmen in Deutschland Industrie 4.0 als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit ein. 46 Prozent sehen sich beim Einsatz von KI als Nachzügler oder abgeschlagen. Nicht einig ist sich die deutsche Industrie beim Einsatz humanoider Roboter.
Automatisierte Produktionsabläufe mit künstlicher Intelligenz, schnellere Fertigung durch 3D-Druck oder humanoide Roboter, die gefährliche Schweißarbeiten übernehmen – die Fabriken in Deutschland werden digitaler. Die deutsche Industrie bewertet den Einsatz digitaler Technologien in der Produktion weit überwiegend positiv: 81 Prozent der deutschen Industrieunternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance, nur 16 Prozent sehen darin ein Risiko. Gleichzeitig ist Industrie 4.0 ein Wettbewerbsfaktor. Für 94 Prozent der deutschen Industrieunternehmen ist Industrie 4.0 sehr wichtig oder gar unverzichtbar, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen (unverzichtbar: 30 Prozent und sehr wichtig: 64 Prozent). Nur knapp vier Prozent halten Industrie 4.0 hingegen für unwichtig.
Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die anlässlich der Hannover Messe 2026 bei 555 Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten in Deutschland durchgeführt wurde. Dr. Tanja Rückert, Vizepräsidentin des Bitkom, kommentiert die Ergebnisse: „Industrie 4.0 ist kein Technologietrend, sondern die Basis für industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Mit KI und künftig humanoiden Robotern erhält Industrie 4.0 ein massives Upgrade, die digitale Transformation der deutschen Industrie geht mit KI in die nächste Runde.“
Große Bedeutung von Industrie 4.0 für deutsche Industrie
89 Prozent der Unternehmen bestätigen, dass Industrie 4.0 im Allgemeinen eine große oder eher große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit hat. 78 Prozent sagen das Gleiche über Künstliche Intelligenz. 63 Prozent halten humanoide Roboter von entsprechender Bedeutung. 89 Prozent sagen, dass Industrie 4.0 im Allgemeinen eine große oder eher große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit hat. 78 Prozent sagen das Gleiche über Künstliche Intelligenz. 63 Prozent halten humanoide Roboter von entsprechender Bedeutung.
Wie groß die Bedeutung dieser Technologien für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen ist, zeigt die Bitkom-Studie. 89 Prozent der Industrieunternehmen messen Industrie 4.0 allgemein eine sehr große oder eher große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie bei, bei künstlicher Intelligenz sind es 78 Prozent. Auch humanoide Roboter, also KI-basierte menschenähnlich gebaute Roboter, werden mehrheitlich als bedeutsam für die Wettbewerbsfähigkeit eingeschätzt: 63 Prozent der befragten Industrieunternehmen (63 Prozent) rechnen dieser Technologie eine sehr große oder eher große Bedeutung zu.
Industrie 4.0 ist in der Produktion angekommen
97 Prozent der Unternehmen haben mindestens eine Industrie-4.0-Anwendung im Einsatz, wie KI, digitale Zwillinge oder additive Manufacturing.
(Bild: Bitkom e.V.)
97 Prozent der Unternehmen haben mindestens eine Industrie-4.0-Anwendung im Einsatz. Vorn dabei sind vor allem künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge sowie additive Manufacturing. Aber auch IoT-Plattformen und Datenräume nutzt die deutsche Industrie. 97 Prozent der Unternehmen haben mindestens eine Industrie 4.0 Anwendung im Einsatz. Vorn dabei vor allem künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge sowie additive Manufacturing. Aber auch IoT Plattformen und Datenräume werden genutzt.
In der Produktion ist Industrie 4.0 keine Zukunftsvision, sondern gelebte Praxis. 97 Prozent der Industrieunternehmen setzen mindestens eine Industrie-4.0-Anwendung ein. Im Bereich der intelligenten Steuerung und Planung ist Künstliche Intelligenz am weitesten verbreitet. KI ist bereits bei 40 Prozent der Industrie-Unternehmen im Einsatz, fast ebenso viele (38 Prozent) planen dies. Auch digitale Zwillinge sind inzwischen weit verbreitet: 45 Prozent der Industrieunternehmen haben sie im Einsatz, 26 Prozent planen dies. Physical AI, also KI, die Maschinen oder Roboter in die Lage versetzt, physische Aufgaben selbstständig auszuführen, ist bei 6 Prozent der deutschen Industrieunternehmen im Einsatz. Die Technologie steckt zwar noch in den Anfängen, allerdings planen bereits mehr als ein Viertel der Unternehmen (28 Prozent) ihre Einführung.
Geht es um digitale Infrastrukturen und Vernetzung, so liegen IoT-Plattformen an der Spitze der einschlägigen Technologien: Sie sind bei 45 Prozent der Industrieunternehmen im Einsatz und bei einem Drittel geplant. Aber auch Datenräume, Edge Computing, Lifecycle-Management und 5G-Campusnetze werden in der Produktion eingesetzt und tragen zu einer vernetzten Produktion bei. „In den Fabriken ist Industrie 4.0 gut zehn Jahre nach Einführung des Begriffs Alltag. Jetzt kommt es darauf an, mit digitalen Zwillingen, KI und künftig auch humanoiden Robotern ein neues Kapitel der Industrie 4.0 aufzuschlagen“, sagt Rückert. 27 Prozent der deutschen Industrieunternehmen wollen 2026, verglichen mit dem Jahr 2025, mehr in Industrie-4.0-Technologien investieren, 50 Prozent wollen ihre Investitionen auf dem bisherigen Niveau halten. 20 Prozent planen geringere Investitionen.
Stand: 16.12.2025
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In den Fabriken ist Industrie 4.0 gut zehn Jahre nach Einführung des Begriffs Alltag. Jetzt kommt es darauf an, mit digitalen Zwillingen, KI und künftig auch humanoiden Robotern ein neues Kapitel der Industrie 4.0 aufzuschlagen.
Dr. Tanja Rückert, Bitkom e.V.
Humanoide Roboter als Chance für mehr Produktivität
31 Prozent geben an, humanoide Roboter seien der Hype der bald vorgehe, 64 Prozent meinen, dass die Roboter die deutsche Industrie produktiver machen und 68 Prozent sagen die deutsche Industrie müsse schnellstmöglich eigene Roboter entwickeln. 31 Prozent geben an, humanoide Roboter seien der Hype der bald vorgehe, 64 Prozent meinen, dass die Roboter die deutsche Industrie produktiver machen und 68 Prozent sagen die deutsche Industrie müsse schnellstmöglich eigene Roboter entwickeln.
Neben den breit genutzten Anwendungen wie KI, IoT-Plattformen oder digitalen Zwillingen geraten neue Technologien stärker in den Blick – darunter humanoide Roboter. Sie zählen zum Bereich Physical AI und können Aufgaben übernehmen, die bislang von Menschen ausgeführt werden. Die Industrieunternehmen sehen darin einen Produktivitätsfaktor: Mehr als 6 von 10 Industrieunternehmen (64 Prozent) sind der Auffassung, dass humanoide Roboter die Industrie produktiver machen. Und 68 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Deutschland humanoide Roboter schnell selbst entwickelt und auf den Weltmarkt bringt. Gleichzeitig hält fast jedes dritte Industrieunternehmen (31 Prozent) humanoide Roboter für einen Hype, der bald vorübergehen werde, 41 Prozent sind der Auffassung, die Technologie koste mehr, als sie bringe. Rückert: „An humanoiden Robotern scheiden sich derzeit die Geister.“
Humanoide Roboter werden zu einem geschäftsrelevanten Thema
68 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass die deutsche Industrie humanoide Roboter schnell selbst entwickeln muss.
(Bild: Bitkom e.V.)
Vereinzelt werden humanoide Roboter in der deutschen Industrie heute bereits eingesetzt. sechs Prozent der Industrieunternehmen arbeiten mit ihnen, jedes zehnte Unternehmen plant dies und acht Prozent diskutieren darüber. Allerdings ist für 73 Prozent der Industrieunternehmen der Einsatz humanoider Roboter derzeit noch kein Thema. Beim Blick in die Zukunft sieht die Lage anders aus. Insgesamt kann sich fast die gesamte deutsche Industrie (97 Prozent) zumindest langfristig vorstellen, dass humanoide Roboter in der Produktion breit eingesetzt werden. Jedes fünfte befragte Unternehmen (20 Prozent) erwartet, dass humanoide Roboter in den kommenden zehn Jahren in der Mehrzahl der Industrieunternehmen eingesetzt werden.
Drei Prozent gehen davon aus, dass dies bereits in 5 Jahren der Fall sein wird, 17 Prozent rechnen damit in den kommenden sechs bis zehn Jahren. Mit 54 Prozent hält der überwiegende Teil der Industrieunternehmen ein solches Szenario erst langfristig im Zeitraum von 11 bis 20 Jahren für realistisch, 14 Prozent rechnen damit in 21 bis 30 Jahren und 9 Prozent erwarten dies erst in sehr ferner Zukunft nach Ablauf von mehr als 30 Jahren. Dass sich humanoide Roboter in der Industrie nie flächendeckend durchsetzen werden, meint allerdings kaum jemand. Lediglich 2 Prozent der Industrieunternehmen teilen diese grundsätzliche Skepsis gegenüber dieser neuen Technologie. Tanja Rückert: „Humanoide Roboter waren vorgestern Science Fiction, gestern galten sie als visionär und jetzt werden sie zu einem echten, geschäftsrelevanten Industriethema“, so „Entscheidend ist, dass Deutschland gleichermaßen in die Entwicklung wie in den Einsatz humanoider Roboter investiert.“